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Ausgabe:

1933 Nr. 13

Spalte:

239

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Laible, Wilhelm

Titel/Untertitel:

Neue Kraft für jeden Tag. 1. Bd.: Die festliche Hälfte des Kirchenjahres 1933

Rezensent:

Haun, Fritz

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Seite 1

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239 Theologische Literaturzeitung 1933 Nr. 13. 240

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Leopold Klotz §VJ Verlag Gotha

es N. nicht vergönnt wurde, diesen Plan durchzuführen;
der Tod hinderte ihn (1916). Ein schwedischer Leser
wird gewissermaßen für diesen Verlust dadurch entschädigt
, daß N. in früheren Schriften, vor allem in „Den
religiösa kunskapen", 1902 („Die religiöse Erkenntnis
"), seinen Standpunkt zu den genannten Restproblemen
dargelegt hat, und es wäre sehr wünschenswert,
daß auch diese Schrift dem deutschen Leserkreis zugänglich
gemacht würde. Wenn auch „Religion und
Gedanke" also einer gewissen Geschlossenheit entbehrt,
muß es doch fraglos als ein imponierendes Werk bezeichnet
werden. Daß es im Heimatland des Verf.s bis
jetzt noch keine tieferen Spuren hinterlassen hat, hängt
u. a. damit zusammen, daß führende schwedische Philosophen
während der letzten Jahrzehnte nicht auf die
religionsphilosophischen Probleme eingestellt gewesen
sind. In der Tat bezeichnet N.s ganzes Denken eine vom
Geist des Kritizismus erfüllte, selbständige Fortbildung
der schwedischen Persönlichkeitsphilosophie, besonders
derjenigen Form, die man bei Boströms Schüler Carl
Yngve Sahlin begegnet. Von den persönlichen und
philosophischen Bedingungen, die hinter „Religion
und Gedanke" liegen, erzählt Äkesson in der kurzen
aber sehr lehrreichen Einführung. Äkesson, N.s hervorragendster
philosophischer Schüler, hat übrigens
der Norströmforschung anregende Beiträge gegeben in
der oben genannten Schrift „Norströmiana" (1924), und
außerdem hat er eine Auswahl von N.s Briefen herausgegeben
— eine Dokumentsammlung, unentbehrlich für
jeden, der tiefer in das Leben und die Gedankenentwicklung
des schwedischen Denkers eindringen will.

In der Rede, in der Nathan Söderblom beim Abschluß
der Vorlesungen N.s am 3. April 1912 den
Dank der Olaus-Petri-Stiftung zum Ausdruck brachte,
gab er eine glänzende kurze Charakteristik von N.s
Eigenart. Er lobt nicht nur den Scharfsinn, die Phantasie
und den Ernst, mit denen N. die schwersten Probleme
aufsucht und zu überwinden bestrebt ist, er sieht
ihn gleichzeitig an als einen existentiellen Denker, einen
von denjenigen, die mit besonderer Intensität die persönlichen
Probleme des inneren Lebens durchleben und
durchleiden und eben dadurch zu Führern im Geisteskampf
zu werden vermögen.

Es mag nicht unerwähnt bleiben, daß das Werk
in einer besonders vornehmen Ausstattung erscheint.
Uppsala._Torsten B o h 1 i n.

Laible, D.Wilhelm: Neue Kraft für jeden Tag. l.Bd.: Die

festliche Hälfte d. Kirchenjahres. Leipzig: Dörffling & Franke 1933.

(V. 423 S.) kl. 8°. geb. RM 4.80.

Der Herausgeber der Evangelisch-Lutherischen Kirchenzeitung
eröffnet jede Nummer mit einer Andacht.
Auf Wunsch hat er aus seinen seit 1909 erschienenen
Andachten nun dieses Buch zusammengestellt. Es gibt
Andachten für jeden Tag vom 1. Advent bis zum Sonnabend
nach Pfingsten. Die Entstehung dieser kurzen
Andachten bestimmt ihren Ton und ihren Inhalt. Sie
sind alle in ruhiger, sachlicher Darlegung gehalten und
für Bibelleser und Bibelkenner bestimmt. Keine Hausandachten
in dem Sinn, daß der Hausvater sie vor all den
Seinen, die die Hausgemeinde bilden, einfach vorlesen
könnte. Dazu setzen sie zuviel Nachdenken und zuviel
„gefördertes Christentum" voraus. Aber für stille Stunden
, die Einer allein vor dem Bibelwort zubringt. Denn
L. lehrt aufhorchen aufs Wort und weiß zu deuten, was
Gott mit seinem Wort sagen will. „Kraft für jeden Tag"
d. h. für solche, die schon aus der Kraft Gottes leben.
Um Fernerstehende für den Christen und sein Reich zu
gewinnen, reden die Andachten zu sehr von der Bibel
— und nicht vom Alltag — aus. Aber das wollen sie
ja auch nicht, wie die Entstehung zeigt. Sie sind eine
Sammlung für die Freunde der evangelisch-lutherischen ,

Kirchenzeitung. Aber nicht nur sie werden dem Verfasser I VERLAG DER J. C. HINRICHS'SCHEN

dankbar sein. Denn L. versteht ins Alterheiligste zu BUCHHANDLUNG IN LEIPZIG C1

führen. ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Bonn. F. Haun. i HH

Beiliegend das 2. Heft (Jahrg. XII) des „Bibliographischen Beiblattes".
Die nächste Nummer der ThLZ erscheint am 8. Juli 1933.

Soeben erschien:

ORIENT UND OCCIDENT. Staat—Gesellschaft—Kirche,
in Verbindung mit Nicolai Berdjajew und Erwin Reisner und
einer Arbeitsgemeinschaft von Deutschen und Russen, hrsg. von

Fritz Lieb und Paul Schütz, HEFT 13:

Volkstum, Kirche und

Bolschewismus in Rußland

Aus dem Inhalt:
W. N. Iljin, Was Ist „Sobornost"'?
I. Kirejevsklj, Rußland und der Westen. Das
„völkische" Programm der Slawophilen.
V Der Kommunismus als religiöse Sekte.
H. Asmussen, Das Kreuz des Staates.
E. Hurwlcz, 15 Jahre Sowjetherrschart.
Literatur.

Preis des 13. Heftes........RM 2.—

Subskription für OrO 1933 = H. 13—16 . . RM 8.—

Prospekt (P. 966) mit Übersicht über den Inhalt der
früheren OrO-Hefte steht zur Verfügung.

Verantwortlich: Prof. D. W. Bauer in Göttingen, Düstere Eichenweg 46.

Verlan der J. C. H i n r i P h s'srhen Rurhhanrilnnar in I pirt7ia C 1 ^rhprlctraflp 9 — nrnrl/prpi R a ii o r in Mafhnrn