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Ausgabe:

1905

Spalte:

394-396

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

McNeile, A.-H.

Titel/Untertitel:

An introduction to Ecclesiastes 1905

Rezensent:

Bertholet, Alfred

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Theologische Literaturzeitung

Herausgegeben von D. Ad. Harnack, Prof. in Berlin, und D. E. Schürer, Prof. in Göttingen.

Jährlich 26 Nm. Verlag: J. C. HinrichsTche Buchhandlung, Leipzig. Jährlich 18 Mark.

Nr. 14. 8. Juli 1905. 30. Jahrgang.

Theologifcher Jahresbericht, 22. und 23. Bd.
(Harnack).

McNeile, An introduction to Ecclesiastes
(Bertholet).

Furrer, Das Leben Jefu Chrifti, 2. Aufl.
(Holtzmann).

Weinel, Paulus (Holtzmann).

Knopf, Das nachapoftolifche Zeitalter (Harnack).

Wiegand, Das apoftolifche Symbol im Mittelalter
(Kattenbufch).

Gillmann, Das Inftitut der Chorbifchöfe im
Orient (Kattenbufch).

Pk'aAi;?j IIeoI xwv ßvar^lcov rijg fiexa-
voiag xal xov EvyyXalov (Kattenbufch).

Acta Salzburgo-Aquileiensia Bd. I, Die Urkunden
über die Beziehungen der päpfllichen
Kurie zur Provinz und Diözefe Salzburg 1316—
1378, bearb. von Lang, I.Abt. 1316—1352
(Haller).

Geier, Die Durchführung der kirchlichen Reformen
Jofephs II im vorderöfterreichifchen

Breisgau (Karl Müller).
Müller, Jof., Von den Quellen des Lebens

(Niebergall).
Mayer, E. W., Chriftentum und Kultur

(Wendt).

Esser, Zending en Polygamie (Wurm).
Niedner, Die Ausgaben des preußifchen Staats

für die evangelifche Landeskirche der älteren

Provinzen (Frantz).

Theologischer Jahresbericht. Zweiundzwanzigfter Band, 1902.
Herausgegeben von Prof. Dr. G. Krüger und Lic. Dr.
W. Koehler. Berlin, C. A. Schwetfchke & Sohn 1903.
Lex. 8° M- 6l-70

I. Vorderaliatifche Literatur und außerbiblifche Religions-
gefchichte. Bearbeitet von Beer und Lehmann. (III, 113 S.)
M. 4.60. — 2. Das Alte Teftament. Bearbeitet von Bruno Baentfch.
(IV, 174 S.) M. 3.60. — 3. Das Neue Teßament. Bearbeitet von
Knopf, Meyer und Weiß. (III, 86 S.) M. 3.60. — 4. Kirchen-
gefchichte. Bearbeitet von Preufchen, Krüger, Clemen,
Koehler, Werner, Iffel. (XI, 553 S.) M. 22.50. — 5. Syfte-
matifche Theologie. Bearbeitet von Neu mann, Chriftlieb, Titius
und Hoffmann. (IV, 287 S.) M. 11.70. — 6. Praktifche Theologie.
Bearbeitet von Everling, Smend, Lülmann, Meydenbauer,
Hering, Stuhlfauth und Spitta. Totenfchau, bearbeitet von
Netile. (V, 224 S.) M. 9.10. — Regifter. Bearbeitet von C. Funger.
(161 S.) M. 6.60.

— Dasfelbe. Dreiundzwanzigfter Band, 1903. Ebd. 1904.
Lex. 8n M. 56.85

I. Vorderafiatifche Literatur und außerbiblifche Religions-
gefchichte. Bearbeitet von Beer und Lehmann. (III, 112 S.)
M. 4.60. — 2. Das Alte Teftament. Bearbeitet von Volz. (IV,
116 S.) M. 4.70. — 3. Das Neue Teftament. Bearbeitet von Holtzmann
, Knopf, Weiß. (III, 91 S.) M. 4.70. — 4. Kirchen-
gefchichte. Bearbeitet von Preufchen, Clemen, Koch, Köhler,
Arnold, Werner, Iffel, Krüger. (X, 446 S.) M. 18.20. —
5. Syftematifche Theologie. Bearbeitet von Neumann, Titius,
Chriftlieb, Hoffmann. (VI, 231 S.) M. 9.75. — 6. Praktifche
Theologie. Bearbeitet von Everling, Smend, Lülmann,
Meydenbauer, Stuhlfauth, Spitta. Totenfchau, bearbeitet von
Neftle. 1905. (V, 200 S.) M. 8.45. — Regifter. Bearbeitet von
Funger. (155 S.) M. 6.45.

Diefe beiden Bände des Jahresberichts find von 25
(26) Gelehrten ausgearbeitet. Die Mitarbeiter des 22. Bandes
haben, außer Baentfch und Meyer, auch für den
23. Beiträge geliefert. Hinzugetreten find Arnold (Kirchen-
gefchichte) und Volz (A. T.), und Holtzmann hat feine
langjährige Mitarbeit wieder aufgenommen (N. T.: Allgemeines
, Evangelien, Leben Jefu), wofür er des allgemeinen
Dankes gewiß fein darf. Der bedeutend geringere
Umfang des 23. Jahrgangs im Vergleich mit dem 22. ift
nicht durch eine erheblich geringere Anzahl von Publikationen
im J. 1903 bedingt, fondern durch knappere Be-
richterftattung. Daß die Redaktion fich diefe angelegen
fein läßt, ift notwendig, foll der Preis des Werks nicht
unerfchwinglich werden. Er ift fchon fehr hoch, aber
man erhält hier auch ein Hülfsmittel für das Studium,
dem weder in Deutfchland noch im Auslande etwas an

die Seite geftellt werden kann. Der Wert diefer umfallenden
und forgfamen Berichte wird von Jahr zu Jahr
fteigen, und jeder Befitzer wird fich glücklich fchätzen,
mit leichter Mühe fich fortlaufend über die theologifche
Literatur orientieren zu können. Den felbftverleugnenden
Herausgebern Krüger und Köhler gebührt der wärmfte
Dank. Was bedeuten alle redaktionellen Mühen, von
denen wohl ein Jeder von uns einen Teil hat, gegen diefe
Arbeit!

Berlin. A. Harnack.

McNeile, A. H., B.D., An introduction to Ecclesiastes. With
notes and appendices. Cambridge, University Press
1904. (VII, 170 p.) 8° 7 s. 6 p.

, The following pages have been zuritten with two
chief aims: firstly, to disentangle the Strands which go to
form the „three-fold cord" of the writing; and secondly, to
estimate the position which Kolieleth oecupied with regard
to the religious and phüosophical thought of Iiis day' —
fo äußert fich der Verfaffer felber in feiner Vorrede. Angeregt
ift feine Analyfe durch Siegfrieds Kommentar.
Während aber Siegfried eine fünffache Sigle Q benötigt
hatte, um mit feiner Aufteilung zu Ende zu kommen,
bedeutet fein eigener Verfuch die Rückkehr zu größerer
Einfachheit. Nur einen dreifachen Faden (wozu fich ihm
natürlich 412 als ungezwungenes Motto feiner Schrift
bietet) meint er aufzulöten zu haben, und zwar follen fich
als Beftandteile ergeben: 1) Koh.s Originalfchrift, 2) die
Überarbeitung eines Chakam (vgl. Siegfrieds Q3) und
3) die eines Chafid (vgl. Siegfrieds Q'), während als
fpätere Gloffen bloß 2 2übß und 7 r, b angenommen werden.
— Mit vollem Recht fcheint mir in diefer Analyfe Siegfrieds
Q2, d. h. fein epikuräifcher Gloffator, ausgefchaltet;
denn fo leicht fich nachträgliche Umbiegungen der Originalfchrift
in orthodoxem und fchriftgelehrtem Sinne begreifen
laffen, fo fchwer verftändlich wären folche in heterodoxem.
Damit habe ich fchon ausgefprochen, daß mir die Annahme
fehr plaufibel ift, es habe ein Chafid (wenn es
nicht mehrere waren!) die Hand im Spiele gehabt, um
das kühne aber unwiderftehliche Geiftesprodukt des ein-
famen Denkers durch orthodoxen Firnis jüdifcher Bedenklichkeit
annehmbar zu machen. McNeile fchreibt feinem
Chafid zu: 228 3 ub. 17 417—56 7 mb. aeb. an 82b. sa. 5. 6a.
11-13 II nb 12 ia. i3f. Wenig richtig fcheint mir dabei, daß
417—5 6 als Ganzes Koh. abgefprochen wird; warum wird
andererfeits 2ae von V. 24 b f. getrennt? Dagegen dürfte
in der Annahme, daß innerhalb 82-0 ein Teil Koh. zugehört
, McNeile Siegfried und Haupt gegenüber im Rechte
fein. Die Zuteilung von 12 ia an den Chafid bedeutet die

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