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Ausgabe:

1899 Nr. 18

Spalte:

510-513

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Stave, Erik

Titel/Untertitel:

Ueber den Einfluss des Parsismus auf das Judenthum. Ein Versuch 1899

Rezensent:

Bousset, Wilhelm

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509

Theologifche Literaturzeitung. 1899. Nr. 18. 510

„■ , „ . . , . . M-ui datk a siveet dafs ihre Arbeit das Intereffe für Affyrien in weiteren

la/L^Z S {T K ä^Jst ^^du Kreifen üeutfchlands wachrufe. Ihr Wunfeh dürfte längft

palatemake u. s. w.) - 6,7. am« TW? jj■ s ■ W™n p] in Erfüllung gegangen fein. Hoffen wir, dafs ihre Hoffnung

rinen Freund gewinnft (nicht: hast ihm gf'™J™™& 'nicht zu Schanden werde.

Tn h nn^°th,?x;ft;fst ?yw • Zit m wie ihr Nam? Das Ich habe die Ueberfetzung nicht genauer controllirt.

an bei den Worten: ^^ff^^J^^^S Der Titel erweckt, wie man fleht, kein günftiges Vor-

heifst nichts anderes als: die W^ZnZ^ Z 12 ZklL urtheil dafür. Allein das Buch felbft beftätigt dies doch
(und darum verliehen diel hören de nicht,).-- 12,5 Kam. T7in,Pih»it»n
Cnb l«o doch wohl nur heifsen: die Waffen des Bredes. , nur in Einzelheiten.

— 12,15. babam »b = er wird nicht (länger) an fich halten , Marburg. Jenfen.

- 13,17 (1) wird b3£«5 ,fich vergefellfchaften' (= Arab. wa?ala)
bedeuten und cn ff. »i« zu lefen fein. - JJk* TTT» * »
heifst: gemäfs (refultirend aus) Hochmuth (nicht: m the

niouth 0f arrogancy). - 14,"- »=»n ift N:fall7"/6'8- ^3
tnb heifst: der Aufenthaltsort Lots (nicht: that so;ourned
with Lot) - 30,25 heifst ^b* nbr Iba«»!: und feine

Stave, Docent Erik, Ueber den Einfluss des Parsismus auf
das Judenthum. Ein Versuch. Leipzig, Harrassowitz,
1898. (279. u. X S. gr. 8.) M. 6.—

Der Verfaffer hat mit feinem Werke ein Problem wieder
Speife kommt auf ihn d.h. f,e fchlagt bei ihm.aMn^ auf„enommen, das in einer Zeit, in der fich faft fämmt-
^htsfoodtsagreeableu^hm-^ g u lJf , lich°e namhafte Religionshiftoriker auf ihr eigenes Gebiet

Q'td Iiis food is agrceable unto kitn). — 31,7 Deueuici tuyf 1 ----......

" er rennt dagegen (und fällt darüber). Ebenfo 32,15; j liehe namhafte Religionshiftoriker auf ihr eigenes Gebiet
EBl auch 41,2 (op3 Variante ©p!3) und 32,20 (niopi» "JT1). , zurückzogen und gerade durch diefe Befchränkuncr ihre
.yermuthlich liegt uberall Op3 zu Grunde. Lagarde con- Meifferwerke zu Stande gebracht haben, zunächft
Jicirte Jes. 8,u Cpttb für Cipab. — 32,2 bedeutet -©lH gänzlich in den Hintergrund getreten iff. Man hat fich
PL Hr. evxoOfila) den Anftand, d. h. zunächft die Mäfsig- lange Zeit mehr und mehr damit begnügt, den Ent-
die der Vorfitzende beim Gaftmahl beobachten foll wickelungsgang der israelitifchen und jüdifchen Religion
y8'- 37,3i). — 35,18. ,Er nimmt nicht Partei gegen (b« = by) wefentlich in fich zu verftehen und zu erforfchen; jetzt
denArmen'(nicht:/^7M/Y not slieiv favour toivardthe poor); j drängt (ich mehr und mehr wieder die Erkenntnifs auf,
gl. 4,22. — 36,8. n3>i73 TpB heifst ,beffelle die Zeit', dafs | dafs diefe Entwickelung wenigffens in ihren letzten
~e nämlich eintritt (nicht: visit the appointed time). — | Phafen, nicht verffändlich wird und werden kann ohne
7SU 3<5,i7b vergleicht Schechter mit Recht Ps. 1064. — . die Annahme eines Einfluffes fremder religiöfer Factoren,
3V pbn heifst hier fchaffen, wie 39,25. 40,1. 44A aber 1 in erfter Linie der an geiffiger Höhenlage dem Judenthum
Ucn 7,15. Co naheftehenden perfifchen Religion.

iä r„u- nrntpe Facfimile des Blattes j Es iff fehr erfreulich, dafs der erfte erneute Verfuch

einer

r"-" 7,15. „ r ., nipffpc Es ff fehr erfreulich., dals der erite erneute vi

Beigegeben iff ein fehr gutes Ficfl«te*s Blattes t *s ^ahn zu brechen> mit

der Mrss Lewis und Gibfon._ Inzw.fchen kommt^es «ET ^„^.^ Kenntnif| des einfchlägigen Materials und

namentlich mit rühmenswerther Vorficht und Befonnen-
heit unternommen iff.

Der Verfaffer bahnt fich durch zwei umfangreiche

r,> «irss i^ewis unu u.uiou. »--------

^notographie, die ich der Güte der Damen verdanke,
d°ch nicht völlig gleich. Es iff übrigens dringend zu
^unfehen, dafs fämmtliche Blätter in photographifcher

Fachbildung und zwar entweder in Kohledruck oder in I Der Vertailer batint licn ouren zwei umiangreicne
gewöhnlicher, aber nichtaufgezogener Photographie, die Vorunterfuchungen den Weg zu dem von ihm behan-
■"ansparentes Lefen geftattet, allgemein zugänglich ge delten Thema. Die ganze Frageffellung erfcheint zunächft
^acht werden. ; bedroht durch die neuerdings von dem nur zu früh ver-

,. Schechter hat fich durch feine Entdeckungen um fforbenen Darmefteter aufgeftellte Hypothefe vom Alter
d!e gefammte biblifche Wiffenfchaft ein bleibendes Ver- des Aveffa. Nach Darmefteter foll die ganze Avefta-
d'enft erworben. Ihm gebührt um fo gröfserer Dank, : Literatur erft in allmählicher Abfolge unter der Herr-

.j_„ mwu,-af> Gelehrfam- fchaft der Arfaciden und Saffaniden entftanden fein

--"ii erwomen. uh" b^"-"** ,,° ft Gelehrfam- fchaft der Arlaciden und satianiaen entitanaen lein.

a's er mit dem Glück des^PInders ihatkratt, ueieuna ^ GathaS( die bisher als der ältefte Beftandtheil des

Avefta und fomit als uralt galten, fetzt Darmefteter
feiner Hypothefe gemäfs in die Jahre 54—78 p. C.
Weitere Hinzufügungen zum Avefta fanden dann unter

, - ^-l Ulli UCII1 vjv-c »

ke»t und Umficht vereinigte,
ngen.

Göttinr- R- Smend

S,*<ith, George, Entdeckungen in Assyrien. Ein Bericht

Ardashir Papakan, dem Gründer der Saffanidendynaftie

r . _ . tri___.... tt (___ _-

■■■111, ueorge, Diiiueviuny^..... —,------ ..... 1 -------- e------, ----- 7. tt / ,

der (!) Unterfuchungen und Entdeckungen zur Richtig- (226-4o) und dem gewaltigen Shapur EL Ö<*>~79)
V9 wiucriuc b g und ■ ftatt_ _ Leider mangelt hier der Raum, um auf die Be-

ftellung der Lage von Ni ve .n den <J gründung, die Darmlfteter feiner Hypothefe giebt, und

1874. Mit Abbildungen. Mit Erlaubnis des veneg &uf die &Gegengründe> die Stave in umf.chtiger Weife
überfetzt von Emilie Freifrau von Boecklin, geb. Kau. zufammenftellti naher einzugehen. Es fei hier nur
Leipzig E Pfeiffer, 1898. (X, 512 S. gr. 8.) M. 15.— hervorgehoben, dafs Stave bis jetzt wenigftens mit

£ Das Original erfchien in 7ter und letzter Auflage 1883. ( der entfehiedenen Verwerfung der''HypothefelD's. fich in
U|!He!lthält vor Allem die Berichte über G. Smith's Reifen Uebereinftimmung mit fämmtlichen Iranologen ohne
fet Entdeckungen in den Jahren 1873 und 1874 und Ueber- j Ausnahme befindet. Ferner aber mufs auch Darmefteter
Wernngen zahlre'cher affyrifcher Infchriften. Diefe find, fo i felbft zugeben, dafs die meiften religiöfen Ideen des
rth.voll fie auch feiner Zeit waren, natürlich längft im Ein- Parfismus nach den Zeugnifsen der Griechen fehr alt feien
k, len antiquirt und überholt worden. Wenn man es daher ja zum älteften gehören, was wir vom Parfismus wiffen'
nahm"!" Act huldigender Pietät mit fympathifcher Theil- Dahin gehört aber die Lichtgeftalt des Ahura-Mazda'
Öeri u bekrüfsen darf' dafs die Ueberfetzenn G. Smith s deffen Gegenfatz gegen Angras Mainyu, die Idee der
lchte über feine Erlebnifse deutfehen des Enghfchen 1 Weltfchöpfung durch Ahura, vor allem aber die perfifche

ünUCnt,e "her feine Erlebnifse deutl

annPk " dle Muhe mit ihnen machte, wenn man nicht den wichtieften Punkten werden a,.m' 11 oenuff
SS*??«« dürfte, dafs fie von dem lediglich ephemeren , die Beziehungen des Ädestr^ u»d^U^Äflb"
°arakter folcher Arbeiten keine Ahnung hat. bleiben können felbft SSSwS^^i IZ*™* ftehen

LeutMe,gelehrte Dame wu"^ht in der Vorrede, dafs fich Eine wiX?&««^ £Zb2 ^rh ZZ recht hatte-
,aS unef r daf V°[k 'der Dkhter Und Zenker''von Eng- < Angelologie^und D^onoS vor allen '"^ ffUr d'e
"icht u rrankreich auf dem Gebiete der Affyriologie perfifche Anfchauuuno- von JK«fc u!. auch fur die
überflügeln laffe und wagt es fchüchtern zu hoffen, Amesha-Spents Alle diefe 1 7hl ■ u Lrz.engeln, den

cnren ln 'hrer gegenwärtigen