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Ausgabe:

November/2011

Spalte:

1129-1144

Kategorie:

Aufsätze

Autor/Hrsg.:

Werner Thiede

Titel/Untertitel:

Fegfeuer – Endgericht – Allversöhnung
Der Gerichtsgedanke im Licht protestantischen Rechtfertigungsglaubens

1. Einleitende Überlegungen zum »Sitz im Leben« des Gerichtsgedankens heute


Im Neuen Testament ist eindeutig gesagt, dass den Menschen »einmal zu sterben, danach aber das Gericht« bestimmt ist (Hebr 9,27). Die Frage nach dem göttlichen Richten am Ende des Lebens und am Ende dieser Weltzeit ist jedoch heutzutage in unserem westlichen Kulturkreis vielen Menschen entschwunden. Der Horizont ihres Daseins liegt nicht mehr in ihrem gedanklichen Horizont. Das dürfte mit zwei soziologisch zu beobachtenden Phänomenen zu­sam­menhängen. Das eine ist noch recht neu: die Zersplitterung des Ich in multiple Identitäten. Wo keine in sich klare Subjektivität, sondern nur noch ein gleichsam oder real digitales Konglomerat von pluralisierten Ich-Fragmenten in Primär- und ...


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