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Ausgabe:

1974

Spalte:

158-160

Kategorie:

Missionswissenschaft

Titel/Untertitel:

Sent into the world 1974

Rezensent:

Krusche, Günter

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157

Theologische Literaturzeitung 99. Jahrgang 1974 Nr. 2

158

Meditationsstil in der Nähe des indischen Yoga und des
japanischen Zen (8.53), eine kurzschlüssige Polemik gegen
das „rationale Verstehen" (S.28, 35), aber auch eine
ungebrochene Wertschätzung der Rhythmen des Kirchenjahres
und der „kanonischen Zeiten" (S.94) eine mit
den grundsätzlichen Betrachtungen von Moes kaum noch
in Einklang zu bringende Wertung zu erfahren. Im Beitrag
von A. Stökl ist wenigstens andeutungsweise gezeigt
, daß das Geheimnis der Strahlungskraft von Taize
grade auf junge Menschen und Nichtchristen darin besteht
, daß diese Gefahren in Taiz6 vermieden werden.

FQratenwsldo/Hpree (lüntcr Jacob

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MtSSIONSWISSENSCHAFT, ÖKUMENE

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Wie von jeder ökumenischen Großveranstaltung durfte
man auch von der V.Vollversammlung des LWB 1970
in Evian einen zusammenfassenden Bericht erwarten. Im
Gegensatz zu den Berichten vorangegangener Vollversammlungen
jedoch hat sich der Herausgeber in diesem
Falle zu einer Kurzfassung in handlichem Format entschlossen
. Während die voluminösen Berichtsbände von
Helsinki 1963 (dt. Ausgabe 607 Seiten) und Uppsala (dt.
Ausgabe 524 Seiten) mit minutiöser Genauigkeit alle
Plenums- und Kommissionssitzungen samt allen Verfahrens
- und Haushaltsdebatten dokumentarisch festhielten,
hat man sich im vorliegenden Band auf das Wesentliche
und für die kirchliche und theologische Öffentlichkeit
wirklich Wichtige beschränkt, so daß das Interesse des
Lesers nicht in der Fülle des in seiner Aktualität unterschiedlichen
Materials erstirbt. Der Herausgeber, bislang
Editor von „Lutherische Rundschau/Lutheran World"
hatte vor allem das Ziel, den Bericht so schnell wie möglich
in die Hände der Leser gelangen zu lassen, auch dies
Merkmal einer neuen Publikationsstrategie, die bemüht
ist, Prioritäten zu setzen und eine entsprechende Auswahl
zu treffen.

Am Anfang steht ein Rückblick („Evian in Retro-
spect") aus der Feder von Andre Appel, Generalsekretär
des LWB, der die spannungsgeladene Atmosphäre dieser
Vollversammlung noch einmal lebendig werden läßt.
Durch die kurzfristige Verlegung des Tagungsortes vom
brasilianischen Porto Alegre an die stillen Ufer des Genfer
Sees war ja eine Kontroverse ausgelöst worden, die deutlich
machte, wie wenig vorbereitet die lutherischen Kirchen
auf politische und gesellschaftlich relevante Entscheidungen
waren und sind. Auch von der Zusammensetzung
her war diese Vollversammlung etwas Neues:
„This Assembly was not dominated by tue theologians"
(10). Auch die geistliche Atmosphäre war in charakteristischer
Weise geprägt: durch ökumenische Kontakte,
besonders zur katholischen Kirche, durch die spannungsvolle
Einheit des Weltluthertums und durch die Verknüpfung
theologischer Probleme mit ihren Implikationen
für die Mission der Kirche in der Welt. Abschließend
faßt A. einige Fragen zusammen (12ff.), die dem
LWB von Evian her aufgetragen sind und deren Beantwortung
noch aussteht : Die Frage nach der Struktur und
Arbeitsweise von Vollversammlungen überhaupt, das
Problem des gesellschaftlichen Kontextes der Verkündigung
, die Einheit des Weltluthertums und die ökumenischen
Beziehungen des LWB.

Im Unterschied zu früheren Dokumentationen ist auf
den Abdruck gehaltener Bibelarbeiten und Andachten
verzichtet. Lediglich die Eröffnungspredigt von Marc
Lienhard (Strnßburg) über Apc. 21,1-6 gibt stellvertretend
das geistliche Klima wieder. Sie beginnt mit dem
bezeichnenden Satz: „Lake Geneva may be calm, but the
world is in unrest." Der Anklang an das Thema von
Uppsala, „Siehe, ich mache alles neu!" war sicher beab
sichtigt. Auf die Eröffnungsansprache des damaligen Prä
sidenten des LWB, Fredrik A.Schiotz, in der die Problematik
der Vollversammlung und die Relevanz des Themas
„Sent into the World" entfaltet werden, folgen die
großen Referate der Vollversammlung:

1. Heinz Eduard Tödt: Creative Discipleship in the
Contemporary World Crisis (31 ff.). Dieses Referat wurde
inzwischen mehrfach abgedruckt (dt. Schöpferische Nachfolge
in der Krise der gegenwärtigen Welt) und attackiert.