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Ausgabe:

1973

Kategorie:

Missionswissenschaft

Titel/Untertitel:

Neuerscheinungen

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153 Theologische Literaturzeitung 98. Jahrgang 1973 Nr. 2 »4

ments" (11). Dabei geht es nicht bloß um mehr Freundschaft theologischen Erbe und den gegenwärtigen Herausfordcrun-

->"d Bruderschaft (.las wäre eine Unterschätzung), auch nicht gen verpflichtet; bereit «umHaren („Zuhören ist «las erste,

nur um einen Kompromiß wie beim Pferdehandel (das wäre das wir lernen müssen!" [29]), kurz: eine Ermutigung zum

«in Mißverständnis), sondern es geht um die Vertiefung un- Dialog: „Hut in Irue dialog, where partners trust eacl. other

«res Glaubens. Als Antwort auf Gottes Liebe („The key and are open to learn from the other, one cannot help but

Word is love") hat die ökumenische Bewegung zwei Seiten: gain new insights and new ways of secing Illings (III), n.

-Liebe zu den Brüdern" und „Liebe zur Wahrheit" (18). stellt bohrende Fragen, läßt jedoch den Honzon ihrer Bc-

* „ i- c. , . . • P.._U/m..»'i lintworlui.g bereits ahnen: imdit in der Rückkehr (return) zu

Aus dieser Sicht, wird untersucht, was im Gange Ut(What s tioncn°(ler Vergangenheit, sondern in der Erneuerung

<-°."g On?) Auf allen Ebenen hat der ökumenische Dialog ^ ^

begonnen. Althergebrachte Mißverständnisse werden ge- „7.7 ucl . . . .

Üftrt, das Gemeinsame wird wiederentdeckt, die theologische <*•« W.edervere.n.gung (reunion).

Relevanz der Situation aufgespürt. Am Beispiel „Substanz" Lückendorf Oftnter KnueM
wird gezeigt, daß die Einheit in der Sache, um die es beim
Abendmahl geht, trotz unterschiedlicher Sprache nicht ver-

Wenzugehen braucht: „Someti.nes wc discover that another ^ ^ ( Con|ieluu§> ^ Euchiiristi and Union (The

jnurchissayingthesamethingas we, only saying it in a dil- American Ecclesiastical Review 164, 1971 S. 3G5-372).

Went way" (30). „Wahrheit" und „Theologie" sind nicht Harding, Leonhard, u. Heide Traeder: Krisenherde in Afrika,

"'•issclbe. Die Wahrheit liegt nie hinter uns, sondern vor uns. Mjt e;ner Einleitung von F. Ansprcnger. München: Kaiser;

Nachdem anhand signifikanter Beispiele gezeigt wurde, Mainz: Matthias-Griinewald-Verlag [1972]. 113 S. 8" mm

was eint und was trennt (What Unitcs? What Divides?), Entwicklung u. Frieden, 2. DM 8,80.

»«ndich: Lehre (Beispiel: Luthertum), Amt und Struk- Hillman, Eugene: The ^£?Jf?£fä&* Ame""

£ (Beispiele: AnglLner, Katholiken), <>ottes;Henst ^^^0^«^, Ameri-

1 Fromm igke.t und - nicht zu vergessen - 101 nie K(.d(.siastical Review i64j 1971 S. 373-383).

«toren, ilic oft eine beschämende Rolle gespielt haben, Kandier, Karl-Hermann: Lutherische Kirche - quo vadis?

Anreitet der Vf. die genannten Bereiche ab und zeigt Wege jjj, „,,',„,,, Aufgaben des Lutherischen Weltbundes und der

zur Überwindung der Spaltung im Bereich der Lehre (54ff.), ökumenische Auftrag der Reformntion (Lutherische Blät-

deR Amtsverständnisses und der Kirchenstrukturen, „the ter 24, 1972 S. 39-56).

f'.test hang-up in the church", (78ff.) sowie des Gottes- Kerame Greste (The Basis btaH»^hmtiaill (Jour-

:;•»;»'• *" Krömmigkeit (97ff.). Dabei formuliert er n. of Eciimani.d Stu .s 8 LW1 9 7HMM9). ^ ^

J* Reihe „heißer" Fragen und .st mit hilfreichen D, feren- ^^ J, (The Am,.rican Ecclesiastical Review 164,

«Wrangen zur Hand. Das Ganze ist eine Bejahung des ge- lg?1 <, 395^3^

8c"ichilichen Weges der Kirche, ein Bekenntnis zur Einheit Quitslund, Sonya Ä.: „United Not Absorbed." Does It. Still

tr°tz und in der Vielfalt, zur Sendung und zur Verantwor- Make Sense? (Journal of Ecumenical Studies 8, 1971 S.

**,ng für das Ganze der Welt (118). Denn im Dienst an der 255-385).

Welt und den Menschen im Sinne von Mt. 20,28 wird die Skibbe, Eugene M.: Conscience, Ecttmemsm and the Bucha-

Ki"hc ihre Einheit in Christus finden. Es wäre Heuchelei, rist (The American Ecclesiastical Rev.ew lb4, 1971 S.

S KirchG de" Friedcn P^inierte und Swtue^Lconard: The Ecumenical Problem Today: Papal

£>«den unter ihren Gliedern (120). Einhe.t und D.enst ge- ^S^^^! of Ecumenical Studies 8, 1971 S.

'"'•'n zusammen. 751-767).

Es ist ein hilfreiches Buch, das man sich ins Deutsche über- TeSelle, Eugene: Nature and Grace in the Forum of Eeuineni-

"**« wünschte. Es vermittelt zwischen heute und morgen: cal Discussion (Journal of Ecumenical Studies 8. 1971

offt'n für die Tradition der Kirche wie ihre Zukunft, dem S. 539-559).

Referate über theologische Dissertationen in Maschinenschrift

Zu^' ^nr'8loP'': literarische Eigenart von Lk 1,5—38. des Fixierens eines bestimmten Textgegenstandes unter Ver-

m Sprachstil der Evangelien. Diss. Jena 1972. XX,58 Wendung bestimmter literarischer Mittel entsprechend einer

"' 'Aul. bestimmten Intention eines Autors.

rjjc , Als Ausgangsbasis einer Erarbeitung der I. E. dient der UT

Klag V ' '11 n,'lnunt sicn 11 m oinc htcratur-theoretische jn sciner vorliegenden Form als eines literarischen Gebildes,

"'fizie' jZIW]u,1B "n,'s begrenzten Evangelientextcs. Die Klas- das zunächst nicht mit Personen, Ereignissen, Wahrheiten

suchu,Urng ISt <l<!m "ls Modellfall zugrunde gelegten Unter- usw. konfrontiert, die sich in ihm zeigen. Vielmehr stellt sich

»en Ii"g8te.Xt (= ,]T) unter <1, m Aspekt der Frage nach des- dag betreffende literarische Gebilde dar als einheitlicher Zu-

(|"feu ?*n,cher Eigenart (= 1. E.) versucht worden, von sammenhang wahrnehmbarer Elemente aus Sprache, der die

'm Uin, p""Uvorl"nK grundlegende Konsequenzen besonders absichtsvolle Gestaltung eines Autors erkennen läßt.

U8cr " ' "llf eine sachgerechte Aiifnahmeweise durch den Auf Grund der Sprachverwendung, die als Materialisation

^»ter" ,""K'Ksind. Die Arbeit versteht sich als philologische |. E. nachzuweisen war, wurde der UT zunächst grundsMt/

Cnen1|S"i< "'nK C'neS 9Pcz'L'"<in Textmerkmales und ist entspre- |jch ]„ ,icr j„ Frage stehenden Hinsicht erfaßt, womit zu-

Regcln' j" vo" ''er Philologie erarbeiteten Methoden und gleich eine nähere Bestimmung seines Sprachstils er/iell

Uta," ."rcl'(;,'ruhrt worden. Eine Bestimmung der I.E. des wurde. Es zeigte sich hierbei folgendes Ergebnis: Der UT

v°n m 'V" '( m M,lUc nio(?''c,1> WH' Kategorien zum Erfassen iosl allein mittels sprachlicher Kräfte einen Vorstcllungszu-

ten gef, tlcn '- E' kon8t'tu'uroll(lcn Komponen- sammenhang in der Phantasie des Lesers aus und schafft da-

8o,i'li. "!"U'n wurden und anwendbar waren. Hierzu ist bc- mjt eine Gegenständlichkeit ganz eigener Art. Eine außer-

'Vlu'ichc " I,""slmrgs Handbuch der literarischen Rhetorik, textliche Gegebenheit als llezugspunkt läßt sich nicht er-

cn 1960, ausgewertet worden. kennen. Weiter veranlaßt der Autor durch bestimmte ge-

cl,Unr """Omen der I.E. wurde zum Zwecke der Unterau- stalterischc Mittel <len Leser, betrachtend bei diesem

" "'"'iniert als der spezifische literarische Niederschlag sprachlich konstituierten Vorstellungsbild zu verweilen.