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Ausgabe:

1972

Spalte:

317-318

Kategorie:

Missionswissenschaft

Autor/Hrsg.:

Müller-Römheld, Walter

Titel/Untertitel:

Zueinander - Miteinander 1972

Rezensent:

Althausen, Johannes

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Seite 1

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Theologische Literaturzeitung 97. Jahrgang 1972 Nr. 4

318

absehen k6nMB, d.ß die Fakte», die die Studie „übe, Deutung und ^Ä'tÄ^'^SÄS taSS

menische Programm zur Bekämpfung des Rassismus von ökumenischer Kirchen vergegenwärtigen,
den Mitgliedskirchen in der BRD und in der DDR
nicht realisiert werden.

Berlin Johannes Althausen

erlln Johannes Althausen

Allmen, Jean-Jacques von, Prof.: Une reforme dans l'üglise.
Possibilite - criteres - acteurs - etapes. Gembloux: Duculot
[1971]. 90 S. gr. 8° = Recherches et Syntheses, Section
M„ d'Oecumenisme, I. ffr. 180.—.

«üller.Römheld, Walter: Zueinander-Miteinander. Kirchliche Campenhausen, Axel Freiherr von: Religionsfreiheit. Oku-
^usammenarbeit im 20. Jahrhundert. Frankfurt/M.: Lern- menische Bestandsaufnahme nach dem II.Vatikanischen

beck 1971. 196 S., 39 Abb. a. 16 Taf. 8°. DM 9,50. Konzil. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht [1971]. 39 S.

„ . 8° = Bensheimcr Hefte, hrsg. vom Evang. Bund, 43. DM

Ls ist sehr dankenswert, daß der Verlag Otto Lembeck 3,—.

"eben seinen Bemühungen um eine angemessene deutsch- Javierre, Antonio M.: Louvain 1971. El movimiento de Fe y
sprachige Publikation des beim ökumenischen Rat der Constitucion en una hora crucial de su trayectoria (Salesin-

^rcheu entstehenden Schriftturas auch eigene Veröffent- T Tm«n s-4997?20). n ^ _ ,

^hungen herausgibt, die sein Hauptanliegen unter- Jo*n'M-R = The ^fe^T^ * ( Ch"rch

stÜt7P>, r» n- ii > i v i ^n.r-i v. -i. j History Review 4, 1970 s. 147-161).

VerW n w wf£ ^ Mitarbeiters des Lanne> rfmmtlnwh La Commission de „Foi et Constitution■•

sicKt • u' I: Walter Muller-Romheld, gibt eine Uber- ^ Louvain (Revuo Theologique de Louvain 2, 1971 S.465

^uc Uber die Aktivitäten des Ökumenischen Rats der bis 468).

VON PERSONEN

Heinrich Vogel zum 70. Geburtstag
am 9. April 1972

^irchen. Vf. war selbst jahrelang im Verlagswesen des
j^tes tätig und bekam dadurch den nötigen Ein- und
I "^erblick in die Vielfalt des verzweigten Materials. Seine

"formation ist eine knappe Darstellung, die Wichtiges
Ul?n Unwichtiges ganz geschickt voneinander trennt. Sie

lU nicht vollständig sein, sondern nur eine Einführung

etern, die Hinweise zum Weiterstudium gibt. Die Informationen
sind korrekt, darum kann man sie mit gutem
Gewissen empfehlen. Das Register - in manchen Teilen

Seßr knapp - hilft zum Einstieg. Sehr verehrter Herr Kollege!

Der Fachmann wird allerdings an vielen Stellen Fragen In herzlicher Verbundenheit gratulieren wir Ihnen zur

nahen. So ist z.B. die Disposition des Buches zu all- Vollendung Ihres 70.Lebensjahres und wünschen Ihnen

geinein. Der gesamte Aufriß wirkt flächenhaft. Auch die noch viele Jahre eines segensreichen, schaffensfreudigen

■Ankündigung der Einleitung, sich an der politischen Ge- Wirkens.

8chichte zu orientieren, wird nur recht unvollständig ein- Ihr theologisches Werk ist heute genau so aktuell wio

Selöst. Der vom Vf. dargestellte Einschnitt der Geschichte in den vergangenen Jahrzehnten zuvor. Als Hochschul-

üer ökumenischen Bewegung bei 1966 wird nicht genü- lehrer und als Forscher sind Sie stets unseren Studenten

gend charakterisiert, geschweige reflektiert. wie auch der reiferen Theologengeneration ein von echt

, Wer auswählt, sollte die Prinzipien der Auswahl protestantischem Geist geprägtes lebendiges Vorbild ge-

^"undtun. Wenn man knapp informiert, ist es um so wesen. Ihr Denken und Forschen hat in einer außer-

Wichtiger, die Hauptgrundzüge herauszustellen. In dieser ordentlichen Fülle literarischen Schaffens seinen bleiben-

Winsicht fehlt dem Büchlein das Profil. Dazu nur die eine den Niederschlag gefunden.

frage: Warum fehlt in der Darstellung der Abteilungen Mit Ihrer Dogmatik „Gott in Christo" und mit Ihrer

Kapitel V die Abteilung für Weltmission und Evangeli- „Christologie" haben Sie ein eigenständiges theologisches

Ration? Ihre Erwähnung unter dem Gesichtspunkt der Werk vollbracht, mit dem Sie das reformatorische Erbe

"tegration von Mission und Ökumene ist kein Ersatz, wahrten und doch verhärtete, von orthodoxem Denken

2Umal die Integration nur institutionell dargestellt wird gezogene Frontlinien sowohl auf lutherischer als auch auf

Un°- die theologische Durchdringung, die sich nach 1961 reformierter Seite durchbrachen. In diesem Sinne haben

ergab und in der Organisation des Stabes in Genf ihren Sie auch jahrzehntelang mit Ihrem Freunde Karl Barth

^•ederschlag - wenn auch noch unvollkommen - fand, eine echt dialogische Partnerschaft gepflegt.

Praktisch unberücksichtigt bleibt? Akzentverschiebungen, Mit Ihrem Buch „Grundfragen des Studiums der Theo-

'e der Sache nicht dienen, ergeben sich hier und da auch logie" haben Sie vielen jungen Theologen geholfen, den

adurch, daß die Frage nach der Funktion ökumenischen schwierigen Beginn ihres Studiums und die oftmals daraus

gandelns zu selten gestellt wird. Die KKIA-Tagung in erwachsenden Anfechtungen zu meistern,

.^eu Haag ist z.B. vor allem für die Arbeitsweise der In den Zeiten des Kirchenkampfes gehörten Sie zu den

KlA wichtig und insofern eine charakteristische Wende- Theologen, die im Status confessionis der Kirche in

"arke in der Arbeit des Ökumenischen Rates (vgl. Barmen das Bekenntnis zu der alleinigen Offenbarung

' "*20). Gottes in Christus ablegten und damit zu den Initiatoren

Irn letzten Kapitel, das die Vierte Vollversammlung viel der Bekennenden Kirche. Mit der ganzen Kraft Ihrer Per-

r| breit behandelt, vermißt man das ökumenische Pro- sönlichkeit setzten Sie sich damals gegen die Verfälschung

frarnni zur Bekämpfung des Rassismus. Gerade der des Evangeliums durch die deutsch-christliche Häresie

fj'.t&ndpunkt des Laien, von dem her der Vf. schreibt, zur Wehr. In den Jahren Ihres Dekanats an der Theo-

vftte es nahegelegt, die Tragweite desselben für das logischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

erständnis von Ökumene zu erwähnen. 1956-1958 war es Ihr Verdienst, daß dem Lehrkörper und

Zusammenfassend: Das Buch ist gefällig aufgemacht, den Studenten entscheidende Denkanstöße vermittelt

ff'pb bebildert und leserlich geschrieben. Es informiert wurden, die ein gesellschaftliches Engagement ohne theo-

eißig un(j korrekt aber ich hätte mir mehr Reflexion, logische Prämissen und Vorbehalte in echter evange-