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Ausgabe: | 1963 |
Spalte: | 1 |
Autor/Hrsg.: | Ratschow, Carl Heinz |
Titel/Untertitel: | - 10 Gottes Geist und personales Denken Leipzig, 1963 |
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Cljeologtfdje itteraturjettung
Ifeonatsfd&tift für Da* gefamte (Bebtet Zier Cijeolooje unD Kel.gionslmffenfdjaft
Begründet von Emil Schürer und Adolf yon Harnack
HERAUSGEBER: PROFESSOR D.ERNST SOMMERLATH. LEIPZIG
NUMMER 1 88. JAHRGANG JANUAR 1963
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Gottes Geist und personales Denken. Colpe, C: Die religionsgeschichtliche Schule Schütz, P.: Parusia (O. A. Dilschneider) . . n
Von C.-H. Ratschow 1 (K. Rudolph) . . . . . . " - Im Erblicken des Unschaubaren. P.Schüt,
En vergessener Aspekt de, frühchristlichen Crowfoot, O. M et * BenoM, P » mnl 70. 0eb. gewidnut(0. A. Dilschneider)
u_* ,, , . . „ Dallmayr, H.: Die großen vier Konzilien . ' __. . „, .
Herrenmahles. Von A.Adam....... 9 (H.-D. Altendorf).............. 51 Semmelroth, O.: Wirkendes Wort
Der gegenwärtige Stand der Erforschung! Eckart, K.-O.: Untersuchungen zur Tradition»- (W.Tnllhaas ) . ... . . . . ■ •
j *• n i- »• £ Liiuimmnj geschichte der Mechiltha (Q. Wallis) 34 Stockmeer, P.: Leo I. des Oroßen Beurteilung
der in Palästina neu gefundenen hebra- gescnicnte u v Wallis) . 34 der kaiserlichen Religionspolitik (C. Andresen) 47
ischen Handschriften. F rJ *'a T" R^df"J'rl,nUf,s,ät'e- hrs*- *••>•
47. Die vier Höhlen von Murabba'St. Hermelmk u. H. ]. Marguli. n. (w. Holsten) 75 S tu pperi eh. R.: Der unbekannte Melanchthon
Von R.Meyer............... 19 Orohmann, A., s. Benoit, P. .......19 (H.Volz)..................»
Bauer, W.: Qriechisch-Deutsches Wörterbuch. Hengel, M.: Die Zeloten (Q. Delling) . . 38 Urner, H : Oottes Wort und unsere Predigt
5. Aufl. Lfg. 1-9. (O.Friedrich)..... 37 Hermelink, J., s. Freytag, w........75 (W.Tnllhaas).............../l
Benoit, P., Milik, J.T., et R. de Vaux.avec Jahrbuch für Antike u. Christentum Jg. 3/1960 Val"c• R de- s' Benoit* P"
Q. M. et E Crowfoot, A. Orohmann: (H. v. Campenhausen) ........... 46 v_ Christ und Weltnachdem Neuen
tEtt&Stäfälgfo'1* ,9 J^rbucl^der Caritasw.ssenschaf* ,959/6! ^ Testament (E. Lohse).........40
Biard, P, La puissance de Dieu (W. Eichrod,) 33 Lo.sky V.: Die mystische Theologie der mor- ^/b^^ffit
Birnbaum, W.: Christenheit in Sowjetrußland genWndischen Kirche. Ubers. v. M. Prager (A. Strobel) ..........34
(K.Rose)........... 58 (K. (Jnascn)................ 55
11... p.m. « j-. „ . ., . Lutherisches Missionsjahrbuch 19fii Wilken, W.: Macht die Oemeinde stark
Bizer,E.:F.desexAud.tu. 2. Auf'.fH. Beintker) 52 (A.Lehmann).....74 (H.-O. Wölber)...............68
Bte1™tita'^^;,ll?D<?l", ~ Margull, H. J., s. Freytag, w. 75 Zimmermann, H.: Ecclesia als Objekt der
the Oreat Religion» (H. v. Olasenapp) ... 27 Milik, J. T., s. Benoit, P. ... . „ Historiographie (H.-D. Altendorf) . 44
Brunner, E.: Dogmatik III: Die christliche Mirgeler, A.: Rückblick auf da* «h-nrlliin
Lehre von der Kirche, vom Olauben und von dische Christentum (H.-J. Diesnerl aDenuld 44 _ ... „ . , .
der Vollendung (C.-H. Ratschow) 1 Palmqvist, A.: Kyrkans enhet och narjalismen Von den Theologischen Fakultäten . 75
- Offenbarung und Vernunft. 2. Aufl. (H. Schlyter)...... papansmen ^
(C.-H. Ratschow).............. 10 Prager, M., ,. Lossky, V. U Neue Bücher .............. 77
Gottes Geist und personales Denken1
Von Carl-Heinz Ratschow, Münster/W.
Der III. Band der Dogmatik E. Brunners ist von den bei- Sem Bande auch wichtig, denn uns scheint gerade hier für
den ersten Bänden nicht nur zeitlich weit entfernt erschienen, Brunners seitheriges Vorgehen in der Dogmatik Neueß vorzu-
sondern er ist ihnen auch methodisch nicht sehr nahe. Die liegen. Ja, es scheint manches so neuartig, daß es den Grund-
Meisterschaft des Stils und der Darstellung verbindet diesen Sätzen des I. Bandes wohl gar widerspricht. So sieht sich
Band den beiden ersten allerdings eng. Ja, man hat den Ein- Brunner selbst veranlaßt, auf Grund seiner Darlegungen z. B.
druck, die Geschlossenheit der einzelnen Teile sei hier noch im- die Frage nach der Schrift hier nochmals aufzugreifen und
ponierender als es früher schon bei Brunner der Fall zu sein ..Gesichtspunkte für ein neu zu formulierendes Schriftprinzip'"
Pflegte. aufzustellea
Brunner stellt in diesem Bande seine Lehre von der Kirche
gemäß seinem Werke: „Das Mißverständnis der Kirche" und A. Ekklesia und Kirche
seine Lehre von der Eschatologie gemäß seinem Werke „Das Der Kirchenbegriff, den Brunner vorträgt, erweist sich als
Ewige als Zukunft und Gegenwart" dar. Das bedeutet, daß eine der kongregationalistischen Auffassung analoge Fortsct-
diese beiden Teile keine theologischen „Neuigkeiten" mitteilen. zung des altreformierten Ansatzes. Natürlich ist mit so einer
Der mittlere Teil aber vom Glauben stellt Materialien zusam- ..Einordnung" ak solcher wenig oder nichts gesagt. Aber sie
m^en, die bisher so von Brunner nicht erörtert wurden. Ein sol- kann gleichwohl nicht unterbleiben, da sie zum Verständnis
ches Werk, in dem so gewaltige Gebiete wie die Lehre von der eben doch viel austrägt. Die Auffassung Brunners von Taufe
Kirche, die Lehre vom Glauben, von der Rechtfertigung, Be- und Abendmahl z B ist ja nur von der reformierten Sakramcnts-
kehrung, Wiedergeburt, Heiligung und die Eschatologie mit der Lehre aus völlig begreiflich und konsequent, wie denn nur
Meisterschaft eines Emil Brunner, einleuchtend und interessant, unter dieser Voraussetzung einsichtig wird, wie die Besprechung
spannungsreich und weitgespannt zu schreiben, abgehandelt des „Amtes" in dieser Ekklesia-Lehre völlig fehlen kann -
werden, macht es dem Rezensenten zur Qual, seine Bespre- abgesehen davon daß deutlich wird, daß die „Bruderschaft" an
SnlS wesentlicher Erkenntnisse - uner- die Stelle des Verkündigenden treten soll.
M^^^**™*?**"™ ZU Sehen' Man wird «4 Wenn w r uns über die Methode in diesem Abschnitt klar
grundsatzhdh auf eine Frage eingrenzen müssen. Das aber muß werden wollen üf Grund deren die weitreichenden S^lüsse
itLtrJ i^ n dem. meth°d-*en Vorgehen «ein. Die gezogen ^rden so ist nur schwer Zugang zu gewinnen. Im
noen ertaut, gescnweige denn diskutiert werden. Das metho- die Kirche bestimmen will (S. 20-39). geht er so vor, daß er-
dische Vorgehen aber laßt «ich wohl erörtern. Das ist bei die- «en, ein rein SwizistTscnes Verfahren" (22) mit Recht verworfen
wird. Allerding« ist das nicht nur grundsätzlich gemeint,
. J.,!runne'r1Erl: ^»rik Uli Die AristliAe Lehre von sondern dadurch bestimmt, daß es eine „einheitliche und klare"
Zvingh v;rU,"li96Öl °0rS *" Vo,,«"d'""«- Zürich-Stuttgart: Anschauung vom Geiste Gott* in der Bibel nicht gibt,
vingn vertag [i960]. 503 «,. i. Brunner meint ec «ei daher zweiten« die Aufgabe zu zeigen.
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