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Ausgabe:

1938

Spalte:

169-174

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Die Ostgermanen 1938

Rezensent:

Baetke, Walter

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

u»>ter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES, Göttinnen, und Prof. I). Dr. GEORG WOBBERMIN, Berlin

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt, bearbeitet von Bibliotheksrat Lic.Dr.phil. REICH, Bonn, und Bibliothekar Lic. E. STEINBOKN, Berlin.

Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

M...... Uhu min frlrUrtr Mitieilunpcn sind a 1111 r h 11 e 11 i ch an Profewor D. BAUER in Göttingen, Düstere Eichrnwrg 14, iu senden,

Kcrrn*ion*r«cninlnre | u I ■ c h 1 i e 11 i t h an den Verlag. Gewlhr fflr Besprechung von unverlangt gesandten Henennionii-
nemplirn), besonders imch bei Zusendung nach Güttingen, kann nicht filtern ommen werden.

l'rinted in Germany.

J. C. HINKICHS VERLAG, LEIPZIG Cl

63. JAHRGANG, Nr. 10

Spalte

Arnold: Zur Frage des Naturrechts bei

Martin Luther (Wolf)........... 180

»Ohne: Zeugnisse altnordischen Glaubens

(Baetke)................... 169

Dokumente z" Hegels Entwicklung (Zeltner) 189

Eckhardt: Irdische Unsterblichkeit (Baetke) 169

Härder: Die Religion d. Germanen (Baetke) 169

7. MAI 1938

Spalte! Spalte

175

(Baumgartner)................

Herrmann: Hebräisches Wörterbuch zu

den Psalmen (Baumgartner)........175

Hudson: The Epistle to the Hebrews

(Michel)...................175

v. der Leyen: Die Götter der Germanen

(Baetke)...................169

HJ'm: Altgermanische Religionsgeschichte '-ö»1"'1 Jac°b Burckhardt (Vorwahl) . . . 189

Hemn^-m u- .: 1- »16Q,Luther: Vom unfreien Willen (Dörries). . 179Schnürer: Katholische'Kirche und Kultur

Hebräisches Wörterbuch zu Jesaja Meinhold: Die Genesisvorlesung Luthers in der Barockzeit (Kalthoff). 181

und ihre Herausgeber (Wolf).......170

Newman: Evangeliska Alliansen, en studie
i protestantisk enhets - och frihetssträvan

^Sentzke)..................185

N i n c k: Götter und Jenseitsglauben der

Germanen (Baetke).............169

Olympiodori philosophi in Piatonis Gorgiam
commentaria (Breithaupt).........174

Helrn, Karl: Altgermanische Religionsgeschichte. 11. Band: des nur auf die hypothetische Vorgeschichte; auch /eigen

Die nachrömischc Zeit. Teil l: Die Ostgermanen. Heidelberg: gerade die Ausführungen über die gotischen Ansen, mit

Carl Winter 1937. (76 S) 8° = Germanische Bibliothek I.Abt. 5. welcher Zurückhaltung H. von dieser (heute doch wohl
Reihe 2. Bd. Ii; Reiigionswissenschaftiiche Bibliothek V. Band Ii. rm 2.40. ; veralteten) Anschauung Gebrauch macht (S. 33). Vor

N'nck, Martin: Götter und Jenseitsglauben der Germanen, einer Überschätzung der Jordanes-Stelle (semideos id est

Jena: Eugen Diedrichs 1937. (231 S.) 8". rm 3.40; geb. 4.80. ansis) wird mit Recnt gewarnt Auch die Nachrichten

C H BeckTo^R rnffÜ6 Sm?* i**?n der üriechen und Reimer werden mit kritischer Vorsicht

u. " neck IQ38. (XII 322 S 27 Abb) 8 . UM 5-; geb^öso. beluinde|t Oberhaupt erfreut auf jeder Seite des Buches
n a rd e r , Hermann : Die Religion der Germanen. Leipzig: Phihpp „„„„-„;„„„„„„„„„„ cui; ,i.i,„-t j i ;

Redau, 937. (133 S., Abb.) kl. 8« - Reclams Univerisal-Bibliothek Jj^SS n Sachlichkeit m. der das vor-

Nr 7383 4 RM - 70• geb i io handene, sehr dürftige Quellenmatenal gedeutet und allen

Eckhardt, Karl August: Irdische Unsterblichkeit. Germanischer Versuchen gewehrt wird, mehr in es hineinzulegen, als in

Glaube an d. Wiederverkörperg. in d. Sippe. Weimar: Böhlau 1937. '"'» enthalten ist. Uatur geht der Verf. umso gründlicher

^—j:._ d„„ui„ „r,H Ppiiainns. allen Zeugnissen nach — von

Glaube an d. Wiederverkörperg. in d b,PPe. wem ar. Uen ZeUgnissen nach - von den bronzezeitlichen Fun-

(VIII, 130 S., 2 Taf.) gr. 8» = Studien zur Rechts- und Religion^ , ^ ^ B ulfüas.Bibej und den Bekehrungsberichten

ohne^Pro"Gerhard - Zeugnisse altnordischen Glaubens. Für -, die uns von den religiösen Vorstellungen 3er Ostger-

üen UnterrTcht au g wählt und erläutert. Leipzig: Julius Klinkhardt i manen Kunde geben. Auf diese Weise erhalt der Leser

1937. (116 s i Abb 5 Ktn.) 8". RM 3.40; geb. 4.20. ein erschöpfendes und zugleich klares Bild von dem,

■ en erster l eil vor einem viertel ja n; ei„ ^ner Vorzug gerühmt werden In nicht weni-

sch,e„ fast aufgegeben hatte, bedeue_t daErscheine. die Forschung entscheidend gefördert,

aSSSSSJ^A ItSFJtSJLiSu fflr ^ OedST- auch manche vielumstrittene Frage in überzeugender

Überraschung. Es zeugt nachträglich fu. «eUedJKen _ * hervorzuheben

t Z Z fnf!ru ht dT w ninÄer Wis- - die Identifizierung des Stammesheros Gattt (üapt) mit

In« IT?- Hp 2p ! t7a! fS des über- Odin abgelehnt um! die Theorie von den „südöstlichen

?enschaf in ^Jt^JSS^S^eM^^S^ Einflüssen" und der vermeintlichen Vermittlerrolle der

aus reichen Schrifttums auf dem Gebiet dei_germam Fragwürdigkeit beleuchtet; Beachtung

der Verf nur in wenigen Punkten seine früheren An- Hinweis, daß, selbst wenn die Goten gewisse Erzähl-

sichte. , Io S Iint Ve Anordnung des stoffe (wie die Ragnarökmythen) vom Osten übernom-

Stoffes ist im wesentlichen dieselbe wie im ersten men hatten, das noch gar nichts für ihre Religio« besagt

Bande zuerst werdend! gern so genannten „niederen"' Am wenigsten zu überzeugen vermag Helms These, daß

«ta'JSStoP EnSStSSgU d£ Religion, Wie See: Odin den Ostgermanen, zumindest den Goten, ursprung-

lenvm^i i t teu.u n m,,npn«liul-e Zauberei lieh unbekannt gewesen sei; er hält an seiner im 1. Bande

SW?Ä I°S rL^ÄeKult und Mythus, vorgetragenen Auffassung von der Geschichte dieses

beh-.min? ' " t ~ ru Wpr Hfn H in der alten evolu- Gottes fest und will in Tius den Kriegsgott der Goten

SffiLW>2SLÄh£r ISä^Aff^äu sehen obgleich dieser Gott eine ganz hypothetische

auch vercSi/elt ^ BemerLn^n erkennen lassen, so z B Gestalt ist, dagegen gerade die gotischen Zeugnisse (ktt-

die <s -»■) , t 1 ^L.,„ A„„i ,„n Hflfl die mensch ch besondere Jordanes V, 41) auf Wodan weisen. Auch

geestaS^ ein gotischer „üewittergott« ist mit nichts auch nur

teils aus dein Dämonenglauben „emporgewachsen" seien, wahrscheinlich zu machen. Ebenso unterliegt die Er-

Dm ist ebenso .rrig wie die Ansetzung eines vorge- Schließung eines gotischen julfe ste s (aus dem Monats-

schichtlichen „Sonnenkultus", immerhin bezieht sich bei- namen fruma Jiuleis) doch wohl einigen Zweifeln. Solche

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