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Ausgabe:

1938 Nr. 6

Spalte:

111

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Welt des Gesangbuchs; Heft 6,9

Titel/Untertitel:

10,11,12,13 1938

Rezensent:

Luther, Wilhelm Martin

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Seite 1

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111 Theologische Literaturzeitung 1938 Nr. 6. 112

knappen, trotz spürbarer Zurückhaltung von Verallgemeinerungen
nicht gänzlich freien Würdigung Speners
und seines Werkes, gedacht als Gabe an die deutsche
evangelische Christenheit aus Anlaß des Spetier-Jubiläums
1935.

Halle a. S. E.Wolf.

Welt des Gesangbuchs. Die singende Kirche in Gabe und Aufgabe.
H. 6. P1 a t h , Joh.: Liederdichter der Weihnachtszeit. Mit 6 Abb.

(110 S.) 8°. RM 1.85; geb. 2.70.

H. 9. Gabriel, Paul: Das Frauenlied der Kirche. Mit 11 Abb.

(79 S.) RM 1.60; geb. 1.80.

H. 10. Brüssau, Ad.: Martin Rinckart 1586 — 1649 u. sein Lied

„Nun danket alle Gott". Mit 8 Abb. (72 S.) RM 1.50.

H. 11. Marx, Rudolf: Zinzendorf und seine Lieder. Mit 10 Abb.

(52 S.) RM 1.40.

H. 12. Hindenlang, Friedrich: Konstanzer Reformatoren und ihre I

Kirchenlieder. (59 S.) RM 1.60. j

H. 13. Brodde, Otto: Johann Crüger. Sein Weg u. sein Werk.

Mit 4 Abb. (54 S.) RM 1.70. |

Leipzig 8t Hamburg: Gust. Schloeßmanns Verlagsbuchh.

Die in der Theologischen Literaturzeitung (1936 Nr.
18) bereits ausführlich besprochene Reihe „Welt des j
Gesangbuchs" ist um weitere sechs Eiuzelarbeiten be-
reichert worden, die sich dem bisherigen Rahmen gut einfügen
.

Johannes Plath widmet sich dem Weihnachtslied „im
Kirchenton" aus der vorreformatorischen Zeit bis hin zu
den Schöpfungen Arndts und Max von Schenkendorfs j
und geht in einem zweiten Teil auf das im „geistlichen
Volksgesang" beheimatete weihnachtliche Lied ein.
Der wenig beachteten Frage nach dem Anteil der Frau
am Kirchenlied geht Paul Gabriel mit der gewohnten
Sorgfalt nach. Zinzendorfs großes Liederwerk umreißt
Rudolf Marx und führt dem Leser die einzigartige Situation
des Herrnhutischen Gemeindeliedes anhand zahlreicher
Aussprüche seines Schöpfers lebendig vor Augen.
Die Lieder der Konstanzer Klarer und Zwick würdigt
Friedrich Hindenlang; leider tritt die musikalische Seite
im ganzen allzusehr in den Hintergrund. Auf die zwei
Monographien über Rinckart und Crüger sei zum Schluß
noch besonders hingewiesen. Vor allem gibt Otto Brodde
über die Einzelarbeiten E. Fischer-Krückebergs hinaus
zum ersten Mal ein geschlossenes Bild von Leben und
Werk des Meisters. Er stellt Crüger in den theologischen
und musikgeschichtlichen Zusammenhang seiner Zeit und
würdigt ihn als eine der großen schöpferischen Gestalten
des 17. Jahrhunderts.

Göttingeil. W.M.Luther.
Berichtigung.

In meiner Abhandlung: „Das Konnubium mit den Nichtjuden im
antiken Judentum" (in : Forschungen zur Judenfrage II S. 30—62) ist
auf S. 40 Mitte ein Satz über Origenes gesagt, der eine von B. F. West-
cott (Dictionary of Christian Biography IV S. 97) und J. Juster (Les
Juifs dans l'empire Romain II S. 45 f. Anm. 5), wie auch von anderen
Gelehrten (vgl. z. B. E. Preuschen in Prot. Real-Encycl., 3. Aufl., XIV
S. 473 Z. 5) vertretene Meinung über die möglicherweise jüdische Herkunft
der Mutter des Origenes weitergibt. Ich habe mich überzeugt, daß
in der zugrunde liegenden Briefstelle des Hieronymus (Epist. 39, 1) das
Wort „matre" nicht die Mutter des Origenes, sondern eine Christin des
Vierten Jahrhunderts namens Paula, die Mutter der Blaesilla, meint. Die
Beziehung der Aussage auf Origenes beruht auf einem Mißverständnis
des Zusammenhanges, was übrigens — worauf ich von einem Freunde
hingewiesen werde — schon A. von Harnack (Die Chronologie der Altchristlichen
Literatur II S. 28, Anm. 4) festgestellt hatte.

Der ganze Satz meiner Abhandlung über Origenes ist demgemäß
zu streichen.

Tübingen, 1. Februar 1938. Kittel.

Soeben erscheint:

DIE METANOIA

ALS

ZENTRALBEGRIFF
DER
CHRISTLICHEN
FRÖMMIGKEIT

Eine systematische Untersuchung
zum ordo salutis
auf biblisch-theologisch er
Grundlage

Von Lic. HANS POHLMANN

Koimstorialrat in Scbneidemtthl

VIII, 1 16 Seiten. 8"
Preis geheftet RM 6.—

Untersuchungenz um NeuenTestament
herausgegeben von E. Klostermann
Heft 2 5

Die protestantische Theologie steht vor
der Aufgabe, sich in dem geistigen Neuwerden
unseres Volkes neu auszurichten.
Die vorliegende Untersuchung greift diese
Aufgabe an, indem sie bei demjenigen
Begriff einsetzt, der sowohl für den nationalsozialistischen
Kampf als auch bis
jetzt für die christliche Frömmigkeit der
entscheidende ist, nämlich der Begriff des
Glaubens. Sie tut das im Rahmen des
letzten und tiefsten christlichen Anliegens
, des ordo salutis. Das Ergebnis, zu
dem die Untersuchung führt, ist die These,
dafj nach dem Zeugnis des Neuen Testaments
nicht der Glaube, sondern die
metanoia der Zentralbegriff christlicher
Frömmigkeit ist. In dieser eingehend begründeten
Erkenntnis liegt der Ansatz
für einen völligen Neubau der Dogmatik.
Auch das deutet die Untersuchung in
einem letzten Teil an und versucht dadurch
, einen Eindruck von der Gegen- .
wartsnähe des gefundenen Ergebnisses
zu geben.

3E

J. C. HINRICHS VERLAG
LEIPZIG C 1

Die nächste Nummer der ThLZ erscheint am 26. März 1938.

Verantwortlich: Prof. D.W.Bauer in Göttingen, Düstere Eichenweg 14.
J. C. Hinrichs Verlag, Leipzig C 1, Scherlstraße 2. — Druckerei Bauer in Marburg.