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Ausgabe:

1938

Spalte:

1-7

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Theologische Aufsätze 1938

Rezensent:

Wendland, Johannes

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES, Göttingen, und Prof. I). Dr. GEORG WOBBERMIN, Berlin

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt, bearbeitet von Bibliotheksrat Lic.Dr.phil. REICH, Bonn, und Bibliothekar Lic. E. STEINBORN, Berlin.

Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

Manuskripte and (jclclirte Mitteilungen sind a u s ■ c h 1 i e 11 i ch an Professor D. BAUBB in Göttinnen, Düstere Eichenweg 14, tu senden,
Rezensionsexemplare ausschlietilich an den Verlag. Gewahr für Besprechung von unverlangt gesandten Kezensiona-
• exemplaren, besonders noch bei Zusendung nach Güttingen, kann nicht übernommen werden.

Frinted in Gcrmuny.

J. C. HINRICHS VERLAG, LEIPZIG Cl_

6.1 JAHRGANG, Nr. 1 3. J ANUAR 1938

Spalte

Bardtke: Katechet. Ki*derpredigten (Schian) 22

Berichtigung (Duensing)............24

Bornhäuser: Tage und Stunden im Neuen

Testament (Jeremias).............18

Buber: Königtum Gottes (Ratschow) .... 16
The CtlltnnÜ Heritage of India (v. Glasenapp) 8
D u s s a u d : Les Decouvertes de Ras Shamra

(Ugarit) et l'Ancien Testament (Baumgartner) 12
H e i n s c h : Vorzeitliche Ortung in kultgeome-

Spalte

trischer Sinndeutung (Clemen)....... 9

Lutherische Kirche in Bewegung (Schian) . . 20
Nigg: Geschichte des religiösen Liberalismus

(Reich)....................'8

Palm: Wendische Kultstätten (Clemen) ... 10
Papesso: Chändogya-Upanisad(v.Glasenapp) 7
Reallcxikon der Assyriologie (Gustavs) .... 12
Rendtorff: In der Gewalt Gottes (Schian) 23
Schulemann: Die Botschaft des Buddha

Spalte

vom Lotos des guten Gesetzes (Merkel) ..11

Theologische Aufsätze (Wendland)...... 1

Theologische Studien und Kritiken (Schian) . 1
U 1 m e r: Predigtbuch der Lutherischen Kirche
(Schian).................21

Vahiduddin: Indisch-moslemische Werterlebnisse
(Mensching)............ 9

Walch: Prophet and priest in Old Testament
(Jeremias) ..............15

Theologische Studien und Kritiken. Hrsg. von D. Otto Eißfeldt 18 we"erf Namen nennt die würdig befunden wurden,
u. D. Gerh. Heinzelmann. Jahrg. 1936. 107. Band. N.F.II. 6. Heft, emen Bettrag zu dieser Festschrift zu liefern, aber aus
Leipzig: Leopold Klotz. Zeitmangel verhindert waren, der Aufforderung zu folgen
.

Nachdem E. Brunner und F. Gogarten aus der Schule ausgeschlossen
wurden, hat diese eine größere Einheitlichkeit und Geschlossenheit gewonnen
, auch wenn die einheitliche Marschrichtung für die selbständige
Bewegung des einzelnen Raum läßt. Nur der 2. Beitrag von Heinrich
Scholz („Was ist unter einer theologischen Aussage zu verstehen?") ist
von einem Freunde Barths verfaßt, der nicht Anhänger dieser Theologie
ist, ihr aber von außen her mit Achtung und Verständnis folgt. Er
richtet als „logistischer Logiker" einige Fragen an Barth. Nach Barth
ist unter einer theologischen Aussage (anders als bei Schlciermacher) ein
Satz zu verstehen, der eine Aussage über Gott enthält oder in eine

Die immer wieder neues Leben zeigende, nun im
107. Band erscheinende Zeitschrift bringt in diesem
Heft außer einem Aufsatz von Georg Eichholz über das
zwar letzthin zurückgetretene, aber niemals verschwindende
theologische Problem der Geschichte bei Lessing
einen längeren sachkundigen Aufsatz des Halleschen
praktischen Theologen Karl Eger über die Deutsche
Evangelische Kirche, ihr Wesen und ihr Werden, ihre Verantwortung
. Dieser Aufsatz geht aus von der Besprechung
des Buches des früheren preußischen Kirchenkommissars
August Jaeger, „Kirche im Volk", läßt sich aber ab- solche Aussage umgeformt werden kann; und zwar eine auf nicht-

, ,i • Lr J er- il -i ■ rr „i„r i__ rationalem Wege gewonnene Aussage. Somit sieht Scho z in dem Kampf

sichtlich nicht, auf Einzelheiten ein Eger urteilt daß Jae- Barths eegen ejne rationale Theologie das Wesen der Barthischen ThX
gers Buch „im Ansatz wie in der Durchführung so , logie. [Der Aufsatz von Scholz würde noch fruchtbarer seirii wenn er
ausgesprochenermaßen unter dem von ihm [J.J selbst j von vorne herein das positive Gegenstück in den Blickpunkt seiner
betonten Primat des Willens des Verfassers [steht], j fragenden Erörterung gestellt hätte: ein theologischer Satz ist nach Barth

eine Aussage über die in Christus geschehene und im Worte Gottes
immer neu aktuell werdende Offenbarung Gottes.] Innerhalb der dialektischen
Theologie nimmt Bultmann eine stärkere selbständige Stellung

daß dieser Wille nicht nur über entgegenstehende An
schauungen, sondern auch über gegebene Tatbestände
selbst ohne Schwierigkeit hinwegschreitet" — eine in

An,- {„„„ji^u r-L,o^ol-+0ri-cf;t In rW Hannt- i ein- Daher lst es v'ellc'cht kein Zufall, daß sein wertvoller Aufsatz über

der Form sehr freundliche Charakteristik.In der Haupt ; ^ und Hades jn der ^ deg g ^ dne

sache schildert E. dann sehr knapp aber eindringend ] ddt( dje mchr am Rande der Theologie steht So kann es auch nicht
den Tatbestand des deutschen evangelischen Kir- , Wunder nehmen, daß Bultmann's Auffassung, es gebe ein „Vorverständ-
chenwesens vor allem unter dem Gesichtspunkte des j nis" des Wortes Gottes auch bei dem, der noch nicht innerlich von der

Wahrheit desselben gewonnen ist, scharf abgelehnt wird in dem tiefgründigen
Aufsatz von K. H. Miskotte-Haarlem („Das Problem der theologischen
Exegese"). Gelegentlich wird sogar an K. Barth leise Kritik
geübt, so wenn Miskotte findet, der Vorwurf, den Barth an die Adresse
der Biblizisten richtet, daß sie .an der Hand der Bibel" einer Seihst-

KtohTz^lÄt^ he^'ichkeit frÖhnen"' Sd UnbiUig- De Quervain <»Das ^eite Gebot

r - in der dogmatischen Arbeit") kritisiert die mathematischen Formeln, die

Barth zur Verdeutlichung seiner Anschauungen in der 2. Aufl. seines
Römerbriefs — später aber nicht mehr — braucht: sie verstießen gegen
das Bilderverbot der reformierten Kirche (!) Aber man hat doch bei der
Lektüre der Festschrift den Eindruck, daß die Schule eine starke innerlich
geschlossene Einheit bilde.

Verhältnisses von Glaube und Ordnung. Er gibt eine
Skizze des geschichtlichen Werdegangs nach großen
Gesichtspunkten, wobei scharf herausgehoben wird, daß
die kirchliche Ordnung sich lediglich unter dem Gesichtspunkt
der Erfüllung der geistlichen Aufgabe der

satz ist vor einigen Monaten geschrieben — noch der
Hoffnung Ausdruck geben, daß wir mit den Kirchenwahlen
an der Schwelle der Zeit stünden, in denen
die peinvollen Auseinandersetzungen zu einem klaren
Ergebnis führen.

Sibyllenort. M. Schian. Es scheint mir richtig, wenn meine Besprechung nicht sämt-

Es scheint mir richtig, wenn meine Besprechung sämt-

Theologische Aufsätze. Karl Barth zum 50. Geburtstag. München: liehe Beiträge der Reihe nach analysiert, sondenTzusam-

Chr. Kaiser 1936. (622 s.) gr. 8°. rm 15 —; geb. 16.50. menfassend fragt: was ist die Besonderheit

Eine Heerschau der prominenten Vertreter der dia- j dieser hier auftretenden theologischen

lektischen Theologie: 38 Aufsätze, nachdem aus äußeren ■ Schule?

Gründen ein 39. schon im Inhaltsverzeichnis angegebener j 1. Mit großer Einmütigkeit würden alle Vertreter der

Aufsatz von Hans Asmussen über „K. Barth und die i Dialektischen Theologie sagen: wir sind keine besondere

Bekennende K>rcne entfernt werden mußte. Daß : Schule und wollen es nicht sein. Wir wollen nur das

eine solche neerschau beabsichtigt war, geht daraus eine Anliegen vertreten, das im Zentrum der Theologie

hervor, daß der Herausgeber Ernst Wolf im Vorwort | steht und jedem evangelischen Christen Kern und Stern

IrB.TÜB.