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Ausgabe:

1937

Spalte:

42-43

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Vogt, Joseph

Titel/Untertitel:

Ciceros Glaube an Rom 1937

Rezensent:

Breithaupt, G.

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HEBMANN DÖBRIES, Göttingen, und Prof. D. Dr. GEORG WO BBERMIN, Berlin

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D.WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt, bearbeitet von Bibliotheksrat Lic.Dr.phil. REICH, Bonn, und Bibliothekar Lic. E. STEINBORN, Berlin.

Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

M w • , d Beiehrte Mitteilungen sind a n s s c h l i e i 1 i ch an Professor D. BAUER in Göttingen, Düstete Eichenweg 14, zu »enden,
Manuskripte u"°^ .>[( ausschließlich an den Verlag. Gewähr für Besprechung von unverlangt gesandten Kezensions-

ezension eiei^p|>reI1 Deso„ders noch bei Zusendung nach Gottingen, kann nicht übernommen werden.

Printed in Germany.

J. C. HINRICHS VERLAG, LEIPZIG Cl

62. JAHRGANG, Nr.3 30. JANUAR 1937

Spalte

St. Basil et Deferrari (v. Campenhausen) . . 52

Fülöp-Miller: Leo XIII. und unsere Zeit
(Lerche)...................55

Geyer: 50 Jahre Auslanddeutsche Missionsarbeit
(Lerche)................56

Hafa: Die Brüdergemeine Sarepta (Lerche) 52

Herte: Die Lutherkommentare d. Joh.Coch-
laeus (Lerche)................54

Höltker: Das Sündenbewußtsein bei den
Azteken im alten Mexiko (Merkel).....41

Kapp I er: Maccabaeorum über I. (Eißfeldt) 46

Spalte

K o p p e r s: Der Totemismus als menschheitsgeschichtliches
Problem (Merkel)......41

Krieck: Völkisch - politische Anthropologie
(Schulze)...................57

Lindhardt: Konfirmationens Historie i Danmark
(Achelis)................55

Luce: The Gospel according to St. Luke
(Michel)...................47

Mackinnon: From Christ to Constantine
(v. Campenhausen)..............48

Nebe: Die Ehre als theologisches Problem
(Eisenhuth)..................61

Spalte

Rah mann: Gottheiten der Primitivstämme

im 'nordöstlichen Vorderindien (Merkel) . . 41
Das Rom. Martyrologium (v. Campenhausen) 52

Sc hebler: Die ReOrdinationen (Hennecke) 50
Silverstein: Visio Sancti Pauli (Hennecke) 49
Sternberger: Der verstandene Tod (Eisenhuth
).....................58

Vogt: Ciceros Glaube an 'Rom (Breithaupt) 42
Volzu. Rudolph: Der Elohist als Erzähler,
ein Irrweg der Pentateuchkritik? (Kühl) . . 43

Höltker, Georg: Das Sündenbewußtsein bei den Azteken im
alten Mexiko. St. Gabriel-Mödüng: „Anthropos" 1936. (S. 213
— 233) Lex.-8°.

Rah mann, Rudolf: Gottheiten der Primitivstämme im nordöstlichen
Vorderindien. Ebda. 1936. (S. 37- 96) Lex.-8°.
Koppers, Wilhelm: Der Totemismus als menschheitsgeschichtliches
Problem. Ebda. 1936. (S. 159—176) Lex.-8°.
Aus dem XXXI. Band der .Internationalen Zeitschrift
für Völker- und Sprachenkunde' (hgb. von P.
W. Schmidt) liegen uns drei religionswissenschaftliche
Abhandlungen vor; so zunächst die sehr nützliche von
Gg. Höltker über: ,Das Sündenbewußtsein bei den
Azteken im alten Mexiko', da seit den Untersuchungen
von K. Th. Preuß und Ed. Seier von keiner Seite her
mehr das Problem erörtert wurde. Vorsichtig abwägend
bemerkt der Verfasser, daß er „die Aussagen der ersten
spanischen Missionare und Eroberer in Mexiko für seine
Arbeit ablehne, da er den Verdacht nicht los werde,
daß ihre Angaben allzu stark durch die mönchischabendländische
Auffassung der Berichterstatter beeinflußt
" seien. Neben den alten mexikanischen Bilderschriften
werden vor allem die Texte Bernardino de
Sahagun's, wie sie durch die Ausgabe Ed. Seiers zugänglich
geworden sind, verwertet. Leider hat diese einzigartige
Quelle zur Kenntnis der aztekischen Religion noch

sog. Munda-Völlkern, und erörtert zunächst nach dem
Vorbild P. Wilhelm Schmidts die Hochgottvorstellungen
dieser Völker, woran sich eine Darstellung der niederen
Gottheiten anschließt. Freilich muß er selbst zugeben,
daß die Vorstellung eines Hochgottes als Sonnengott
„den mundasprechenden Völkern nicht ursprünglich, sondern
von den benachbarten Drawida-Stämmen übermittelt
" sein dürfte. ,Den Totemismus als menschheitliches
Problem' behandelt in einer weiteren Studie der
Wiener Völkerpsychologe Wilh. Koppers, indem er
sehr ausführlich die Ergebnisse der neueren Totemis-
musforschung vorführt und des Weiteren auch die Prähistorie
zur Klärung des Problems heranzieht. „Die
Urheimat der totemistischen Kultur" vermutet er „mit
großer Wahrscheinlichkeit im Innern des südlichen
Asiens". Diese mehr ethnologisch gehaltenen Ausführungen
sollen später durch eine Abhandlung: .Der Totemismus
als psychologisches Problem' ergänzt werden.
München. R. F. Merkel.

Vogt, Joseph: Ciceros Glaube an Rom. Stuttgart: W. Kohlhammer
1935. (VII, 101 S.) gr. 8°. RM 4.50.

Die Idee des ewigen Rom darzustellen, wie sie
sich in Ciceros Schrifttum spiegelt, ist das Ziel dieser
keine uesamtausgabe erhalten und bleiben wir nur auf ! Monographie. Ihr Verfasser glaubt, damit eine Vorarbeit

die wenigen Kapitel angewiesen, die aus Selers kritischer für eine etwaige künftige Darstellung des antiken Rom

Ausgabe bisher veröffentlicht werden konnten (vgl. da-

gedankens zu leisten, eine Vorarbeit, die den Vorzug hat,

zu meinen Aufsatz .Anfänge der Erforschung ameri- den Anfängen der Idee näher zu stehen als gleiche

kanischer Religionen' in ,Studi e Materiali', Bologna, j Studien über die augusteische und spätere Kaiserzeit

ri L u ff"' sow'e A. von Gall ,Die Natur i in der der Glaube an Rom in der Apotheose der Stadt

des Menschen und sein sittliches Handeln im Glauben J sich vollendet. Aus sorgfältiger Sammlung und Zu-

i«9 « iff "V '!ma&° Dei< (G- Krüger-Festschrift, | sammenfügung der einzelnen Bausteine, deren Herkunft

h a■ c h r • ^na'VS€ des Begriffs Sünde habe 1 durch Anmerkungen gekennzeichnet wird, efhebt sich

n- i,^aufschlußreiche Untersuchung von G. Mensching j vor den Augen des Lesers ein reizvolles Denkmal das

,Uie Idee der Sünde' (1931) vermißt, die wegen ihrer auf drei Pfeilern ruht: Bewahrung der Verganp-enheit

religionspsychologischen Einstellung manche Klärung j Deutung der Gegenwart, Ahnung des Ewigen

natte bieten können. Eine weitere Abhandlung von Ru- | Wir hören zunächst von der Macht der&G e s c h i c h-

d°! d-a!l-m?.:nn beschäftigt sich mit den .Gottheiten | te bei-den Römern. „Die Tradition lastete schwer, man

«er I nmitivstamme im nordostlichen Vorderindien', den | nahm dankbar ihr ganzes Gewicht auf sich verlor da-

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