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Ausgabe:

1937

Spalte:

337-339

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Hermetica ; Volume IV: Testimonia with Introduction, Addenda and Indices 1937

Rezensent:

Bauer, Walter

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLE VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES, Göttingen, und Prof. O. Dr. GEORG WOBBERMIN, Berlin

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Heiblatt, bearbeitet von Bibliotheksrat Lic.Dr.phil. REICH, Bonn, und Bibliothekar Lic. E. STEINBORN, Berlin.

Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

M.ii 11 ■ L -. i-1 < and prelehrie Mitteilungen imd • u • * c h 1 i e I1 i ch an Frofesaor D. BAUER in Göttinnen, Dotiere Eichenweg 14, zu •enden,
He»rni>ionnrxemplare aunnchliefilich an den Verlag. Gewlhr für Besprechung von unrerlangt gesandten Rezensionsexemplaren
, besonders noch bei Zuwendung nach Güttingen, kann nicht übernommen werden.

Printed in German*.

J. C HINR1CHS VERLAG, LEIPZIG Gl
62. JAHRGANG, Nr. 19 IL SEPTEMBER 1937

Spalte

Bohlin: Der Unabweisbare (Wobbermin) 337
Brooke, McLean, Thackeray: The

Old Testament in üreek (Katz)...... 341

C a w 1 e y : The Transcendence of Jesus

Christ (Schneider)............. 348

Hermetica (Bauer).............. 337

Spalte

Hopwood: The Religious Experience of
the Primitive Church (Schneider).....349

H u d al: Kurze Einleitung in die heil. Bücher
des Alten Testamentes (Meinhold t) . . - 339

Leipoldt: Der Gottesdienst der ältesten
Kirche (Steher)...............348

Spalte

Merkel: Christentum u. Sexualethik (Katz) 350

S a 1 o m i e s: Der Halleschepietismus in Rußland
zur Zeit Peters des Grollen (Leubc) 350

Shunami: Bibliography Jewish Biblio-
graphies (Duensing)............345

Thomas: Le mouvement baptiste en Pale-
stine et Syrie (Kümmel)..........345

Bohlin, D. Dr. Torsten: Der Unabweisbare. Eine Einführung in Erscheinen des dritten Bandes ist er 1925 gestorben,

die religiöse Frage. Aus dem Schwedischen von Ilse Meyer-Lüne. J Da muß es als ein großes Glück betrachtet werden, daß

München: Paul Müller. (149 s.) I sich der Aberdeener Professor A.'S. Ferguson bereitfand,

Der Titel dieser ausgezeichneten Schrift des bekann- j nicht nur den dritten Band im Drucke fertigzustellen'

ten schwedisch-lutherischen Theologen erklärt sich aus sondern auch den abschließenden vierten Band auf

folgendem, im ersten Kapitel entwickelten Gedanken- Grund des hinterlassenen Materials mit einem sehr

gang: Uas religiöse Bedürfnis des Menschen, von dem erheblichen Einsatz eigener Zeit und Kraft für die

der Natur der Sache zufolge jeder Versuch einer Ver- Öffentlichkeit zu bearbeiten.

ständigung über die religiöse Frage auszugehen hat, ist Der Band enthält vor allem jestimonia, die samt

auf die Dauer unabweisbar; diese Iatsaene ist aber : dazugehörigen Noten wesentlich aus dem hinterlassenen

letzten Endes darin begründet, daß Gott selbst der Manuskript Scotts stammen, und Indioes. Dann jedoch

Unabweisbare ist. auf p. 352—492 zahlreiche Addenda zu den früheren

Diese grundlegende These wird dann tn den weiteren Bänden, besonders zu dem ersten, der die Textausgaben

acht Kapiteln im Einzelnen durchgeführt: das Entweder- ■ vorgeiegt hatte. Diesem eigentlichen Inhalt geht eine

Oder des Lebensglaubens; die Majestät des Gewissens; ! [n,troduction voraus (p. IX—XLIX)

der Lebenswert des christlichen Gottesglaubens; die r ' ■

Sehnsucht der Dogmen; der christliche Lebensweg; die febt die Forderung hervor, die die Hermeti-

n7m«Wliift der Seelen sclie." Studien durch R- Reitzenstein und W. Bousset

Auf den Gesamtinhalt und die entscheidende Grund- ; erfahren haben und weist darauf hin, daß Ferguson nicht

tendenz gesehen läßt sich die Schrift am besten so , a"e" stucken die Linie Scotts einzuhalten vermocht

kennzeichnen - Neue Reden über die Religion an die Ge- ™b£ da cr ~ und das gewiß mit Recht - dessen

bildeten unter ihren Verächtern. Den? die Analogie : JgJ«J« Zn^'t-T^ A '^i**U&Um

zu Schleicrmachers berühmten „Reden" drängt sich fast mc." «eilen konn5- UF- lehnt die Ansicht ab, in diesem

te jeefe! ES uiid unter jedem Gesichtspunkt auf. *° f die

Nicht als ob äußerlich an Schleiermacher angeknüpft , ^ u"d ^'^l/äf^S^J entwickelt werden,

würde. Sein Name wird gar nicht genannt. Aber sein ; ;'™[ "*<r der ^ung, daß eine Schultradibon

Geist beherrscht durchweg Fragestellung und Gedan- vermittelt wird ohne den Versuch, das Einzelne einem

keriuhEn^ ebenso, ja erst recht eu£nZus™2"g und ««« logischen Ordnung ein-

der Geist Luthers zur vollen Geltung. Die ganze Schrift 5 ";^",;%;^ÄrEWÄ bftrfachten und

liest sich wie eine Auslegung der evangelisch-refor- {^Veh^ d innerhalb der Überlieferung sein

matorischen Einsicht, daß Glaube und Gott „zu Haufe" ,nna" gehöre.

gehören Und mit ihr hängt dann wieder die Forderung . Uie Behandlung ausgewählter Abschnitte des Ascle-

des allgemeinen Priestertums der Gläubigen aufs engste P'us und der Kore Kosmu geben F. Gelegenheit, sei-

zusammen nen Standpunkt eingehender darzulegen und genauer

Deshalb ist der Schrift auch in Deutschland weiteste zu begründen.

Verbreitung zu wünschen, wie sie solche in Schweden be- Asclepius ist, so stellt sich heraus, eine Kompila-

reits gefunden hat. tion, für deren Entstehung verschiedene Beobachtungen

Berlin O. Wobbermin. ■ (p. Xff. XXVI) die ersten Jahrzehnte des zweiten nach-

---- christlichen Jahrhunderts nahelegen. Sie gibt aus der

Hermetica. The ancient Qreek and Latine Writings, wich contain reli- | Schultradition heraus die richtige Antwort auf allerlei

Eious or Philosophie Teachings ascribed to Hermes Trismegistus, edi- 1"rf£en, sodaß man eine zusammenhängende Lehrentted
with english Translation and Notes by Walter Scott. Volume j entwicklung hier gar nicht erwarten und suchen darf

IV: Testimonia with Introduction, Addenda and Indiccs by A. S. Fer- ! ohne in die Gefahr ZU geraten, bei der ErklHrnno- «HrLr

guson. Oxford: Clarendon Press 1936. (XLIX, 576 S.) 30s. [ fehlzugreifen. iKlärung suir*

W. Scott hat die Vollendung seines großen Werkes i Man tut deshalb gut daran, sich auf die Angabe des

über die Hermetica nicht erleben dürfen. Schon vor ; Inhaltes und das Verständnis des Einzelnen sowie den

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