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Ausgabe:

1935 Nr. 1

Spalte:

269-270

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Schmidt, Hans

Titel/Untertitel:

Die Psalmen 1935

Rezensent:

Meinhold, Johannes

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Seite 1

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269

Theologische Literaturzeitung 1935 Nr. 15/16-

270

muß es heißen 1 Sam. 6, 17, da erst in vs 17 Askalon genannt wird. — ja zutreffen — sicher ist es nicht. Immerhin: wenn

Sp. 75: Für Gen. 28,17 den 28,12, da in vs 12 von der Himmelsleiter Duhm hier an Simon den Maccabäer und seine Bestä-

die Rede ist. Sp. 86 z. 5: Statt l Kön. 5,11 muß es heißen l Kön. 5, 25. tigung im Priesteramt denkt (141. a. Ch.) und dafür

— Als Belegstelle für Gemüsekost ist Sp. 87 Absch. 8 Z. 4 f. nur Sprüche aucn das Akrostichon (lb- 1». 2. H. 3 -J 4.-|. - p^w)

15,17, nicht aber 15,1 anzuziehen. --In der Inhaltsangabe des Art.^s go Einvvurf) daß diese Buch-

,Baum- und Gartenkultur" Sp. 83-87 ist nur die Zahl von 7 Ab- s >. Anfnn0- H(>r hrvhr-iisrhpn «anffwil«!

schnitten vermerkt, während der Artikel 8 Abschnitte hat. Es fehlt der Stäben nicht „am AnTang der hebräischen bangzeilcn

Vermerk über Abschnitt 7: „Die Dattelpalme". - Sp. 89 Z. 19 könnte stehn" nicht gar SO Viel ZU bedeuten. Das trifft doch

es statt i Sam 13 21 schon l Sam. 13,20 f. heißen, da kardöm schon nur bei V. 1 zu, in dem natürlich die Einführung mrr csa

invs 20 vorkommt. - Sp. 91 Z. Ii f: Statt Dtn. 20,19ff! nur Dtn. 20, für das Akrostichon nicht in Frage kommt. Es beginnt

19 f; das Kap. hat nur 20 vs. — Sp. 99 Z. 28: Esr. 2,28 ist das Rieh- vielmehr mit lb. W1? — Bedenklicher ist bei Duhms

tige gegenüber Esr. 2,38. — Sp. 108 s. v.Bett Z. 4 ff: Statt Spr. 7,16ff. Verständnis, daß dann die Verse 5—7 als anderswoher

genügt 7, I6f., da nur noch vs 17, nicht aber mehr vs. 18 ; gekommene Zutat zu streichen wäre. Aber die scheinen

in Frage kommt. - Sp. 109 Z. lf: Statt Ex. 22, 26f. muH es entweder jn der Tat ^ Situation vorauszusetzen

Ex. 22,25 f. oder Ex. 22, 26 heißen; vs 27 bringt einen ganz neuen a(g Verse _

?epanken, "t^VÄ^Ä"!« itg24-! : Eine kleine Unstimmigkeit scheint mir S. 169 zu

heißen. Sp. 123 Z. 35 Jes. 15,3 statt Jes. lb, y. sp- *~ *»; 171 .n „„ 1_. .. ° „. ... .

Statt jer. S, s muß es lauten er. 13,18. - SP. 129 s. v. Dolch Z. 9: 71 (Ps. 90, 17) vorzuliegen. Die Ubersetzung bietet

FürRi 3 12 f müßte es genauer heißen Ri. 3,16f. - In Sp. 138, Z. 2 ; (S. 169). Siehe auf das Werk unserer Hände, denkt

v. u. Sp. 139 z. ll v. o. ist für Jes. 28,17 Jes. 28, 27 zu lesen. — Sp. ; also wohl an rn statt des ersten rqcfP in M.,

141 z. 12. v. u.: Ri. l, 8 ist falsch, dafür Ri. l, 18. — Sp. 149 z. 3: was s. 171 („richte auf das Werk unserer Hände")

Das erste der beiden Amoszitate in Zeile 3 Am. 5, 12 ist für die an- ( doch vorausgesetzt Und festerehalten wird

gegebene Sache wohl unrichtig. — Sp. 154 Z. 17: Es muß Gen. 41, 42 1 &

heißen. Sp. 160 „Feldzeichen" Z. 4 muß es heißen Nura. 10, 14 oder | J. Mein ho ld.
10, 13 f. da die Sache erst vs. 14 erwähnt wird. Z. 15 lies für Jes. 13, 12
13, 2. — Im Literaturverzeichnis s. v. „Asdod" hätte noch J. Lewy,
Forschungen zur alten Geschichte Vorderasiens 1925 zitiert werden
können

Wendel, Dr. theol. Adolf: Das freie Laiengebet im vorexi-
lischen Israel. Leipzig: E. Pfeiffer 1932. (288 S.) gr. 8°. RM 15—.

Da einige Artikel wie — a« ; ^^^^T^^^^^t

umfangreichere Aufsatze verweisen darf nan den kom- der Herr Verfasser seinen beiden Büchern über das
menden Lieferungen des BRL mit Spannung und Freude 0pf€r und das r^,^ jetzt eme ß ^ §t

entgegensehen.

Marktgölitz (Thür.). Hans Bardtke.

Schmidt, Hans: Die Psalmen. Bogen 11 — 17. Tübingen: J. C.
B. Mohr 1934. (S. 161-258) gr. 8°. = Handbuch zum A.T.Hrsg,
von O. Eißfeldt. 1. Reihe, 15. 3. Liefg. RM 4.60; in Subskr. 4.20.

Es ist erfreulich, daß die 2. Hälfte von Schmidts
Psalmenauslegung so schnell der ersten gefolgt ist, so
daß die Studierenden zum kommenden Sen:ester schon
das ganze Werk benutzen können. Und es ist zu wünschen
, daß sie es fleißig tun. Denn was von dem ersten
Teil gesagt ward, gilt auch vom 2., der die Psalmen
von 85—150 bietet. Die Gabe des Verfassers, sich in
die Lage der Betenden und Singenden zu versetzen, tritt

auch hier vorteilhaft heraus. Vor allem wird auch hier I cnn**r+ A^iTXZT T7 J~* —

—i—i „...p a»„ nwrricM^n phnrntw rW i U. I ?°n_ere,_Ar ,o J5f Vr™sse.rs s£h<™ erschienen ist, das

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dienreihe folgen, die das Gebet behandeln soll. Der erste
der geplanten drei Bände liegt hier vor und will das
freie Laiengebet = Volksgebet (im Unterschied vom Prophetengebet
und dem kultisch gebundenen gottesdienstlichen
Gebet), worunter auch Führergebete (von Richtern
und Königen) verstanden werden, in seinen formengeschichtlichen
Elementen zur Darstellung bringen. Daß
hiermit auch eine frömmigkeitsgeschichtliche Untersuchung
über das Gebet, die bisher noch fehlte, verbunden
wird, ist nur geeignet, der Arbeit einen besonderen Reiz
zu verleihen. Verfasser behandelt der Reihe nach das
Bittgebet (S. 9—99) mit den Untergliederungen: Gebetswünsche
, Wortzauber, Beschwörung, Segen, Fluch,
Schwur, das Gelübde (S. 100—122), worüber eine be-

<Wi*trf Wlwt auf den liturgischen Charakter der Lie- I kTagegebet (S. 123-143), das Bußgebet (S. 144-169),
Gewicht gelegt imSQottesdienst. Gewiß steht I das Preisgebet (S. 170-194), das Dankgebet (S. 195 bis

^LIhI hi^r in der Nachfolge von Gunkel, Mowinckel , 214), das Orakelgebet (S. 215-255), das Omengebet

(S. 256-277) und endlich das Ordalgebet (S. 278 bis
286). Jede dieser Arten — der Ausdruck „Gattung"
ist hier zu vermeiden, da er die Sache nicht ganz trifft
— wird behandelt unter den Gesichtspunkten Einführung
und (gewöhnlich) Darbietung des zu behandelnden Materials
, Frage nach dem „Sitz im Leben" (Untersuchung
von Person, Zeit und Ort), Untersuchung der Form und
des Inhalts, um dann in der „Würdigung" die besondere
und der Art eigene Frömmigkeit unter Beibringung
von Parallelen zu erfassen.

Aus dieser Inhaltsangabe mag der Leser erkennen,
wie weit Wendel für seine Arbeit den Rahmen gespannt
hat. Aber die Frage drängt sich hierbei sogleich auf,
inwieweit ist das, was Wendel behandelt, überhaupt
als G ebete anzusehen. Religion ist etwas Persönliches;
und erst recht das Gebet, das immer ein ganz bestimmtes
Vertrauensverhältnis zwischen dem einzelnen Beter
und seinem Gott unbedingt als Voraussetzung hat. Im
Gebet spricht immer ein „Ich" zu einem „Du"; es ist
immer gerichtet an eine Gottheit, die in der 2. Person
angeredet wird. All die Materialien bei Wendel, in denen
Gott nur in der 3. Person vorkommt, wo also von
einem „Er" gesprochen wird, gehören streng genommen
nicht in die Gruppe „Gebet". Nach diesem Maßstabe,
der durchaus berechtigt ist, scheidet Manches aus, was
Wendel als Gebet ansieht.

u. a. a., ohne dabei aber seine Selbständigkeit, sein
eigenes Urteil zu verlieren. — Die Einleitung, die über
das Buch als Ganzes („Gesangbuch der nachexilischen
Gemeinde") unterrichtet und die Überschriften betr. die
angeblichen Verfasser, die Melodien, die Sängerklassen
behandelt, auch von den einzelnen der üesamtsamm-
lung vorangehenden kleineren Liederbüchern („David"
„Asaph" „Korachiten" „Wallfahrtsliederbuch") berichtet
, hätte nicht zum Schaden der Sache etwas ausführlicher
sein dürfen. — Gewiß wird man dem Verfasser
zustimmen, daß nicht wenige vorexilische Lieder vorliegen
, so z. B. die, welche einen König voraussetzen, aber
kaum darin, daß man makkabäische Gesänge nicht mehr
annehmen könne, weil die Sammlung schon dem Verf.
von 1. Chron. 16, 6ff. als Ganzes vorgelegen habe (also
etwa in der Zeit von 400—350). Aber ob der Verfasser
des Einsatzes von 1. Chron. 16, 8—36 in so frühe Zeit
zu setzen ist, darf man doch wohl fragen. Ebenso
scheint mir nicht ausgeschlossen, daß auch noch später
beliebte geistliche Lieder irgendwie Aufnahme in die
Sammlung finden konnten. So drängt sich doch bei
Ps. 44. 74(?). 79 immer wieder die Vermutung auf,
daß sie den makkabäischen Nöten ihre Entstehung verdanken
. Und wenn der Verfasser bei dem Ps. 110, den
er als ein Lied auffaßt, das „bei einer wiederkehrenden
Gelegenheit, zum Eingang einer Kultushandlung, eben
der feierlichen Beteiligung des Königs an der Gottes-
procession, am Feste der Thronbesteigung Jahwes, seine
ursprüngliche Stelle gehabt haben wird", so mag das

„Der Herr sei Richter zwischen dir und mir" (Gen 16 5 • 31 41
53; I. Sam. 24, 13-16) gilt bei Wendel als .Gebetswunsch'". Einfache
Wünsche, in denen der Name Gottes vorkommt, wie „Der Herr gebe