Recherche – Detailansicht

Ausgabe:

1934

Spalte:

393-395

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Studi e materiali di storia delle religioni ; N.F. 1934

Rezensent:

Clemen, Carl

Ansicht Scan:

Seite 1, Seite 2

Download Scan:

PDF

Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES und Prof. D. Dr. GEORG WOBBERMIN, beide in Göttingen

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt in Vierteljahrsheften. Bearbeitet v.Bibliotheksrat Lic.Dr.phil. REICH, Bonn, u.Lic.H. SEESEMANN. Göttingen

Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

Manuskripte und gelehrte Mitteilungen sind ausschließlich an Professor D. BAUER in Göttingen, DüBtere Eichenweg 14, zu senden,
Rezensionsexemplare ausschließlich an den Verlag. Gewähr für Besprechung oder Rücksendung von unverlangt gesandten Rezensionsexemplaren
, besonders noch bei Zusendung nach Göttingen, wird nicht übernommen.

VERLAG DER J. C. HINRICHS'SCHEN BUCHHANDLUNG, LEIPZIG C 1
59. JAHRGANG, Nr. 22 27. OKTOBER 1934

Alt, Begrich.vonRad: Führung zum
Christentum durch das Alte Testament
(Duensing).................399

Breit: Die Predigt des Deiiteronomisten
(Wendel)..................397

Grabmann: Studien über den Einfluß der
aristotelischen Philosophie (Lempp) .... 404

Hegel: Die kirchenpolitischen Beziehungen
Hannovers, Sachsens und der norddeutschen

Spaltej Spalte
Kleinstaaten zur römischen Kurie 1800 -
1846 (Lerche)...............405

Kegel: Das Alte Testament ein Freund oder
ein Feind unseres Volkes? (Duensing) . . 399

Kell ett: A short History of Religions
(Berichtigung)...............408

Plinval: Recherches sur l'oeuvre litteraire
de Pelage (Koch).............402

Rose: Beiträge zur Kenntnis des sivaitischen

Spalte

Namenglaubens nach den Puränen (Haas) 395
Schumacher: Kraft der Urkirche (Molland) 401
Schwamm: Das göttliche Vorherwissen
bei Duns Scotus und seinen ersten Anhängern
(Lempp)..............404

Studi e Materiali di Storia delle Religioni
(Clemen)..................393

W e i n r e i c h: Menekrates Zeus und Salmo-
neus (Breithaupt).............396

Studi e Materiali di Storia delle Religioni pubblicati dalla scuola
di studi storico-religiosi della r. universitä di Roma. Anno 4—8
(Nuova Serie 1—5). Roma: Anonima romana editoriale 1928, Casa
editrice'Optima' 1929 30; Bologna: N. Zanichelli 1931/32. (312,
314, 312, 254, 268 S.) 250 L.

Seitdem ich hier (1928 Sp. 425 f.) die drei ersten
Jahrgänge dieser Zeitschrift besprochen habe, ist von
ihr an derselben Stelle nicht wieder die Rede gewesen;
es wird also, zumal eine zweite Serie zu erscheinen begonnen
hat, Zeit, von neuem auf sie hinzuweisen. Doch
beschränke ich mich, wie in jener früheren Anzeige,
auf eine Besprechung der größeren (italienisch, deutsch,
französisch oder englisch geschriebenen) Artikel und
lasse die rassegne e appunti, sowie die längeren und
kürzeren Rezensionen bei Seite.

Sünder in Babylonien und Assyrien vollziehen mttlite". Weiterhin schildert
er (6, 177 ff.) die Neujahrsprozession in Uruk zur Zeit der Seleu-
ciden und (5, 83 ff.) das Fest des heiligen Feuers in Babylon, mit dem
die ähnlichen Feste in den Mittelmeerländern direkt oder indirekt zusammenhängen
. Auch die Panzer der orientalischen Götter der römischen
Kaiserzeit kommen nach ihm (7, 24 ff.) aus Mesopotamien, während
die neubabylonischen Götter der Tage und Monate (S. 136 ff.) aus Ägypten
hergeleitet werden.

Auf die israelitische Religion bezieht sich zunächst (4, 17 ff.) der
vorläufige Bericht von Hildebr. Hommel über „neue Sinaiforschungen
", d. h. die Lokalisierung der Gesetzgebung in Petra durch Ditlef
Nielsen. Cassuto sucht dann (8, 125ff.) zu zeigen, daß die mit El
zusammengesetzten Gottesnainen in der Genesis auf keinen alten Gottes-
nanien dieser Art hinweisen, sondern Zeugnis für die Religion Israels
nach der Eroberung Canaans ablegen. Auch in dem Artikel von Z o 11 e r
über den Ritus des Namenswechsels im religiösen jüdischen Denken
(6, 215ff.) ist zunächst vom Alten Testament die Rede; außerdem stellt
Beginnen wir dabei mit den das ganze Gebiet der Religions- er (7,48 ff.) „religionsgeschichtliche Betrachtungen über das Buch Jona"
geschichte behandelnden Arbeiten, so wurden hier (4, 28 ff. 307 ff. an und schreibt (S. 144 ff.) über „die Bedeutung der Gemälde in den
5 258 ff. 2S7. 6, 62 ff. 146ff.) zunächst die später in Buchform (und | jüdischen Katakomben in Rom". Motzo behandelt (4, 84 ff.) den Text
danach in französischer Übersetzung) erschienenen Untersuchungen | des Buches Esther bei Josephus und (6,223 ff.) den ersteren überhaupt,
Pettazzonis über das Sündenbekenntnis veröffentlicht. Außerdem be- I Marmorstein (8,37ff.) den Gebrauch des Spiegels im jüdischen
handelt Schnitzer (7, 157ff.) zum Teil im Anschluß daran die Erb- < religiösen Leben.

sfmde im Lichte der Religionsgeschichte, indem er dabei „besonders I Über die religiösen Verhältnisse im vorchristlichen Äthiopien han-

auch die Auffassungen zu Rate zieht, wie sie über die Sünde im Schöße
der Naturvölker im Schwange sind oder bis vor kurzem noch waren".

Speziell auf die primitiven Religionen oder genauer den in ihnen
gefundenen Monotheismus oder Hochgottglauben beziehen sich die hier

delt (4,49 ff.) Rossi unter dem Titel: Gad und der Mondgott, von
denen freilich der erstere nur erschlossen wird. Furlani gibt(8,166ff.)
den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Bericht des Dominikaners
Garzoni über die Yezidi wieder.

(5, 157 ff. 173 ff. 180 ff.) abgedruckten Vorträge, die Maröt, Dangel ■ w'^*ZTi t" j~'"'r> v u.

und ich selbst auf dem religionsgeschichtlichen Kongreß in Lund ge l r^-IÄ anfBd!e Sgfif 'ff ™,bez,eht sich auf dem

halten hatten. Von ,hnen behandelt der erste jene Frage als „ein Pro- ■ sowie e „ AH ,^ * » g ÄlWftrM L° m m eI (5, 5ff.),

blem der Gestaltpsvchologie" und will gegenüber der Unterscheidung I Budi Zn T Petta,zzonl <6'2°4 ff^ dem er sein früheres

von zweierlei Typen von Gottheiten, einem „katexoehen gedanklichen" Uno * f^™ komg.ert. D,e Gestalt des Zohak führt

und „erlebten" nur von „mehr-erlebten" und „mehr-gedachten" Gott- l auf den (f, 56 ff.) außer auf einen indogermanischen Himmelsmythus

heilen reden. Andrejs von Dangel erscheinen hier (7, 128 ff. , JuLSLÄST^! lüt« ftÄ^^' Ausbildun& <»«

8, 23ff.) auch seine auf dem Amerikanistenkongreß in Hamburg gehal- Feuer in R h P^Uaro (5, 237ff.) zu der Verehrung der drei

tenen Vorträge über den Kampf der Kraniche mit den Pygmäen bei den n,„ ez,eMU"£-

Indianern Nordamerikas und über Napiden Alten, den Schöpfungs- und Korn^R ^ Re"f °" bcha"del" .dle auf dem ersten etruskischen

Kulturheros der Blackfoot. K Und ,greß m Horenz gehaltenen Vortrage, von denen der

Den sog. Monotheismus in Babylonien und Assyrien behandelt ein
ebenfalls in Lund gehaltener und hier (5, 214 ff.) veröffentlichter Vortrag
von Furlani, nach dem sich die monotheistischen Spekulationen
in der letzten Zeit der religiösen Geschichte des alten Mesopotamiens

von van

en (4 286ff) in jener eine Entwicklung (wenngleich nur des Geschmacks
) 'annimmt. Pettazzoni sieht (S. 207 ff.) in dem von Varro
als Hauntgott Etruriens bezeichneten Vortumnus eine Form des Tmia
und i'n ihm einen Himmclsgott - ausführlicher wird er darüber in dem
hoffentlich bald erscheinenden 2. Band seines Dio handeln. Zielinski
übertriebenen Verherrlichung der Macht und Herr- I glaubt (S. 179 ff.), dal! in der etruskischen Eschatologie Charon mit der
zum Teil aus de_.ubertnebenen Vern K ^ ^ ^ dDelM bösen, Fata zu einem guten Geist geworden Sd Den

schaft der wichtigsten Gotter d« ^ Identifizierung griechischen Einfluß überhaupt stellte Messersch m. d t (5, 21ff.) dar,

von den Priestern heologis*~r™« habc Jgg* ! während Leopold (S. 33ff.) auch ältere Elemente: nachweist. Einen

der wichtigsten r^f* VrfE« schreibt dann direkten Einfluß der babylonischen Leberschau au die etruskische b>

«^rüngheh in A^pten stoth.«n^ Furlani (4. 243 ff.) und auch ich führe (S. 235 f f.) d,e etrusk-

(4, 5 ff auch 30^) J«2 erklärt sie im Gegensatz zu Dombart, , sehe Säkularrechnung nur in letzter Urne auf ein babylonisches VorNeujahrsfestes
taBjW»^am er ^ k dieder zerknirschte | bild zurück. Weinreich spricht steh (S. 198 ff.) über das Verhalt-
Langdon und Zimmerei "'"»>■"

393

394