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Ausgabe:

1931

Spalte:

337-338

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Die noch bestehenden Religionen 1931

Rezensent:

Haas, Hans

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Seite 1

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES und Prof. D. Dr. GEORG WOBBERMIN, beide in Göttingen

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt in Vierteljahrsheften. Bearbeitet von Lic. Dr. phil. REICH und Mag. theol. H. SEESEMANN, beide in Göttingen.

Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

lfm Uli 'IIIS und gelehrte Mitteilungen sind auaaehlieSlieh an Profeaaor D. BAUER in Güttingen, Düstere Eichenweg 46, au aenden,
Reaenaionaeaemplare auaaehlieSlieh an den Verlag. GewShr für Beaprechung oder Rückaendung von unverlangt geaandten Reaenaioua-
exemplaren, beaoudera noch bei Zusendung nach Güttingen, wird nicht übernommen.

VERLAG DER J. C. HINRICHS'SCHEN BUCHHANDLUNG, LEIPZIG C 1
56. JAHRGANG, NR. 15/16 18. JULI 1931

Spalte

Anderson: Die Seele und das Gewissen

(Heinzelmann)...............38

Badcock:TheHistory of theCreeds(Heger) 349
[Binder-Festschrift]: Rechtsidee und Staatsgedanke
(Meyer)..............376

Brilioth: Eucharistie faith and practice

Evangelical and Catholic (Goetz).....363

B r u n n e r: Gott und Mensch (Macholz) . . 369
Clemen: Religionsgeschichte Europas (Haas) 337
Cuthbert: Der heil. Franz v. Assisi (Lempp) 355
Eißfeldt: Die Komposition der Samuelis-

bücher (Weiser)..............341

Erbt: Der Anfänger unseres Glaubens (Schlier) 345
Gerber: Die Idee des Staates in der neueren
evangelisch-theologischen Ethik (Piper) . . 378

Spalte

Goguel: Au seuil de 1' evangile. Jean-

Baptiste (Bultmann)............345

Husserl: Nachwort zu meinen „Ideen zu
einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen
Philosophie (Winkler) . . . 368
Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische
Forschung (Ders.)........367

Internationale kirchl. Zeitschrift (Kattenbusch) 365
Knevels: Das moderne Drama (Schian). 383
Kranefeld: Die Psychoanalyse (Neumann) 383
K r i s t e 11 e r: Der Begriff der Seele in der

Ethik des Plotin (Knittermeyer)......348

Krueger: Philosophie der Gemeinschaft

(Heinzelmann)...............382

Michel: Der Gang der Reformation in
Franken (Alt) ...............356

Spalte

Nigg: Franz Overbeck (Bauer)......361

Oppermann: Plotins Leben (Kniftermeyer) 348

Orient und Occident (Kattenbusch).....366

Palästinajahrbuch (Horst)..........340

Poschmann: Die abendländische Kirchenbuße
im frühen Mittelalter (Koch) .... 351
S o m m e r 1 a t h : Sakrament und Gegenwart

(Weber)...................382

Tyrrell-Green: Baptismal Fonts (Goetz) 350
Werth: Geschichte der Ev.-Ref. Gemeinde

Barmen-Gemarke 1702-1927 (Bauer). . . 360
Wiesenhütte r: Die Passion Christi (Macholz) 357
von Wilamowitz-Moellendorff: Die

Kttöapuoi des Empedokles (Bultmann). . 338
Zorell: Lexicon Graecum Novi Testamenti
(Debrunner)................344

Clemen, Carl: Religionsgeschichte Europas. 2. Bd. Die noch 1 men bietet, hoch, sehr hoch über der dortigen Leistung

bestehenden Religionen. Heidelberg: Carl Winter 1931. (VII, 335 steht. Aufgefallen ist mir bei Clemen, daß ihm, wo er

S. m 23 Textabb.) 8°. = Kulturgeschichtl. Bibliothek, begr. v. W. I von der Christianisierung der Germanen spricht Dr

Foy t. II. Reihe: Bibliothek d. Europäischen Kcdturgesch., 2. J Kummers Buch ))MidgardS Untergang" entgangen ist'

Irgendwo wohl werde ich schon auf den l^Band ?ine, Publik£tion von besonderem Werte, neben der'

dieses neuen „Clemen" aufmerksam gemacht haben. de,r s*hr, gelegene Aufsatz Hanns Ruckerts „Die

Was ich da gesägt haben werde, das muß gewesen sein, | kulturelle Bedeutung der Mission.erung Germaniens für

daß mir die im Titel indizierte Abgrenzung ein Unding I fe"ts,che Vo k (im Luth- Missionsb. f. d. Jahr

sein will. Es ist das ein Bedenken, das auch andere yj ;. iesen ist

geäußert haben, für das übrigens der Herr Verf. selbst
schon in seinem Vorwort vollstes Verständnis bekundet.

Leipzig. H. Haas.

Eben das aber muß es jedem Rezensenten verbieten; W^^prftnV,^0e'^ndorff' Ulrich von: Die:Ka9ae|lo(

von dem Bedenken weite/ Aufhebens zu machen. Hat I Ä^^^vi TSJtt

Clemens „Religionsgeschichte Europas" im 1. Bande 1 wiss. (w. de Gruyter & Co. in Komm.) (38 s.) gr. 8" ' rm 250

die vorgeschichtliche Zett, dann diet vor- und nfcht-ger- Der Verf. entwickelt an der Hand der Interpretation

^ Iberer?1^ ÄgrÄ^^fÄdSt I te ™f s™e^™ ™
und weiterhin dann nach einer Darstellung der urindo- rezensiert wi d seine Anschauung von den haVa^oi
germanischen Religion den einzelnen indogermanischen < des Empedokles, faßt sie dann emdrucksvoll zusammen,
Religionen (der der Griechen, der Römer, der Skythen, stellt die Lehre der Käß den Üvotxa gegenüber und
Sarmanen, Alanen und Osseten, der Thraker, der Kel- | versucht sie aus dem Leben des Emp. zu begreifen,
teil, der Germanen, der Slaven) kurze Abschnitte gewid- I Die Interpretation, die sich mit einer Ausnahme (Fr.
met, so waren ihm für den 2. Band das Judentum, das 77/78) an die von Diels den Käß. zugewiesenen Frag-
Christentum der Islam und — der Lamaismus verblie- j mente halt, ist bestrebt, sich von der spätantiken Ausben
. Auf den letzteren entfallen nur die Seiten 316—322. ' legung frei zu machen. So gilt dem Verf. z. B. der
Dem Judentum des Altertums, des Mittelalters und der j Mtgitov Fr. 121 nicht als unsere Erde, wie
Neuzeit aber sind 96, dem Christentum 168, dem Is- j etwa E. Rohde nach der spätantiken Tradition erklärt
lam (in Spanien, Italien, Südrußland, in den Balkan- j hatte, sondern als jene Wiese im Hades (Piaton rep.
ländern) 49 Seiten eingeräumt. Mit Bezug auf das I 614Äff.), auf der die Seelen ihre Einkörperung erChristentum
sagt Clemen, es sei in ausführlichen Allge- warten. Ob mit Recht, ist mir fraglich; denn wenn auch
meinen Religionsgeschichten bislang nur in dem von ihm ; die alten Erklärer die Neigung hatten, ihre Philosophie
selbst herausgegebenen Werke „Die Religionen der in den Text einzutragen, so muß man doch andrerseits
Erde" (1927) von Erich Seeberg und in dem (1929 er- j bedenken, daß sie den vollständigen Text vor sich
schienenen) Sammelbande von Balcz u. a. mitbehandelt. 1 hatten.

Dieser Konstatierung gegenüber verweise ich auf Die Gesamtauffassung weicht zunächst nicht von

die 1930 erschienene Allgemeine Religionsgeschichte i der heute traditionellen ab. Dem Aufbau der Ka ß.t

des Grazer Professors Anton Michelitsch, ein Werk so wie ihn der Verf. vornimmt, ordnen sich die Frag-

von 824 Seiten, das S. 737—798 eine Skizze des Chri- mente in der Reihenfolge bei Diels ohne viele Um-

?tentums gibt. Ich würde das nicht hervorheben, wenn Stellungen ein. Der erste Teil des Wertes muß in An-

>ch nicht gleich dazu bemerken könnte, daß, was Cle- 1 lehnung an die Nekyien in der Form des Berichtes

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