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Ausgabe:

1930

Spalte:

506-508

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Grimme, Hubert

Titel/Untertitel:

Texte und Untersuchungen zur safatenisch-arabischen Religion 1930

Rezensent:

Baumgartner, Walter

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES und Prof. D. Dr. GEORG WOBBERMIN, beide in Göttingen

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt in Vierteljahrsheften. In Verbindung mit Prof. D. K. D. SCHMIDT, KIEL, bearbeitet von
Lic. Dr. phil. REICH und Mag. theo!. H. SEESEMANN, beide in Göttingen. — Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

Manuskripte und gelehrte Mitteilungen sind ausschließlich an Professor D. BAUER in Göttingen. Düstere Eichenweg 46, au senden

Rezensionsexemplare ausschließlich an den Verlag

VERLAG DER J. C. HINRICHS'SCHEN BUCHHANDLUNG, LEIPZIG C 1
55. JAHRGANG, NR. 22 25. OKTOBER 1930

Spalte Spalte

Adler: Studien zu Phflon von Alexandreia [Krause: Die Kelten (Kauffmann).....506

(Yv'indisch)................. 509jKriedte: Deutsche Bibelfragmente in Prosa

Aithaus: Theologische Aufsätze IFrick) . 523) des XII. Jahrhunderts (Schröder).....517

Beer: Faksimile-Ausgabe des Mischnakodex ;Leu be: Geschichte d. Tübinger Stifts (Bossert) 519

Kaufmann A 50 (Rengstorf)....... 515

Boehmer: Analekten zur Geschichte des

Franciscus von Assisi (Lempp)...... 517

Deutschland, Das relig., d. Gegenwart (Schian) 520

Eger: Gott in Christus (Niebergall) .... 527
Galling: Die israelitische Staatsverfassung

in ihrer vorderorientalischen Umwelt (Jirku) 515
Grimme: Texte und Untersuchungen zur

safaten.-arabisch. Religion (Baumgartner). 506

von Lüpke: Jugendglaube (Niebergall). . 526
Maurenbrecher: Der Heiland der Deutschen
(Schian)...............522

Rosen: Juden und Phönizier (Hempel) . . 510
Sa Iva t orel 1 i: S.Franc, e Frate Elia(Lentpp) 518
S c h e 11 e r: Grundlagen der Erkenntnislehre

bei Gratry (Knittermeyer).........523

Schröder: Altgerntanische Kulturprobleine
(Kauffmann)................505

Spalte

Schröder: Die Germanen (Kauffmann) . . 506
Sethe: Antun und die acht Urgötter von

Hermopolis (Wiedemann).........508

Steinberg: Grundfragen der Sozialethik

(Piper)...................525

Vuilleumier: Histoire de l'Eglise reformee

du Pays de Vaud sous le regime bernois

(Stachelin).................519

Wieser: Friedrich Gogarten (Merkel) . . . 526

Zeitschrift, Biblische (Windisch).......514

Zwingliana, Mitteilungen z. Gesch. Zwingiis

u. d. Reformation (Bossert)........518

Schröder, Prof. Dr. Franz Rolf: Altgermanische Kulturprobleme.

Berlin: W. de Gruyter & Co. 1929. (VII, 151 S.) 8°. = Trübners
Philolog. Bibliothek, 11. RM 6-; geb. 7—.

Der Verfasser hat jene Einzelprobleme altgermanischer
Religion (bzw. Mythologie) wieder aufgerührt,
die er 1924 unter dem Titel „Germanentum und Hellenismus
" bearbeitet hatte (S. 73 f.). 21 nur wenige Seiten
zählende Aufsätzchen — aus Vorträgen entstanden —
bilden den Inhalt des neuen Buchs: die Entlehnungsfrage
(J. Grimm, K. Möllenhoff und S. Bugge), die
germanische Völkerwanderung (A. Dopsch), die Goten
(Kulturen am Schwarzen Meer), die altgermanische
Tierornamentik (und die Stabreimdichtung), Runenschrift
(Odin und die Runen; Thor; der Schreibergott,
Ogmios), die Heruler, die Germanen und Rom, das
Christentum, die orientalischen Mysterienkulte, Gestirnkult
, Gnosis (Zahlenmystik), Claudian und Stilicho,
Planetenkult und Planetenwoche (Mithras-Kult, Hirn

Schröder, Prof. Dr. Franz Rolf: Die Germanen. Tübingen:
J. C. B. Mohr 1929. (VI, 77 S.) gr. 8°. = Religionsgeschichtl. Lesebuch
, 2., erw. Aufl., H. 12. RM 3.80; in Subskr. 3.40.
Krause, Prof. Dr. Wolfgang: Die Kelten. Tübingen: J. C. B.
Mohr 1929. (VI, 46 S.) gr. 8°. = Religionsgeschichtl. Lesebuch,
2., erw. Aufl., H. 13. RM 2.50; in Subskr. 2.20.
Für das Krauseheft muß ich mich des eigenen Urteils
enthalten und z. B. auf die Deutsche Literaturzeitung
1929 Sp. 2186 verweisen.

Schröder hat hauptsächlich aus altnordischen Quellen
, von denen die meisten in deutschen Übersetzungen
bequem zugänglich waren, eine Auswahl getroffen und
eine philologisch möglichst genaue Wiedergabe der
Mythen in deutscher Sprache angestrebt. Außerdem sind
aus altnordischen Sagas eine Reihe Stellen einbezogen,
die über den „Kultus" Aufschlüsse geben (S. 58—70).
Auf die nordischen Zauberlieder folgen die Merseburger
Zaubersprüche und der angelsächs. Flursegen sowie als

melsreise der Seele), die Weltsäule (Völuspä; vgl. S. Ausklang das sächsische und das fränkische Taufgelöb-

78f.); Heimdall eine Germanisierung des persischen i nis, endlich (noch Ares Isländerbuch) die Einführung

Mithrks (S. 118), die nordische Trinität (Mithras-Kult), ; des Christentums auf Island und (nach der Olafssaga)

die nordische und iranische Schöpfungsgeschichte, Ymir die Geschichte von Thor und Olaf Tryggvason. Der

(Manichäismus), Island und Hellas. j Zweck derartiger Veröffentlichungen will mir um ihres

Altbekanntes wird redselig wiederholt, dazwischen j fragmentarischen Zustandes willen nicht einleuchten,

werden Zitate aus zeitgenössischen Veröffentlichungen | Kiel. Friedrich Kauffmann.

in Parade gestellt und als Beweise ausgegeben, auch ;---.-

wenn sie noch so weit von dem eigentlichen Arbeitsfeld
sich entfernen. Für dieses wird sowohl der Orient
(Iran, Schwarzes Meer) als auch der Occident (Kelten,
Rheinland der Römerzeit) in Kontribution gesetzt. Das
trübe Ergebnis wird etwa so formuliert: es ist gar nicht
anders denkbar, als daß zwischen dem Christentum und

Grimme, Prof. Dr. Hubert: Texte und Untersuchungen zur
safatenisch-arabischen Religion. Mit ei. Einführg. in d. safaten.
Epigraphik. Paderborn: F. Schöningh 1929. (191 S. m. 15 Taf.)
gr. 8°. — Studien z. Gesch. u. Kultur d. Altertums, 16. Bd., 1. H.

RM 28—; geb. 32—.
Die Inschriften der östlich und nordöstlich vom

den Mystenenkulten auf der einen und der germanischen i Hauran sich erstreckenden vulkanischen Steinwüste der

Religion auf der andern Seite starke Wechselbezieh- j Harra und der von ausgebrannten Kratern starrenden

ungen stattgefunden haben müssen (S. 71); vor allem > Safa, sind seit 1857 in steinendem Umfang bekannt

S dlLCn+B7^ehiU9^enw^Ur P7sisch,n 3*¥im' ZUm ! geworden; Wetzstein, de Vogüe, Dussaud, Littmann
KraSw Ii' SZrn Mem ^leiChfal/laiorPre/; a- verdankt ma" den heutigen Bestand von über 2000

«scher Wurzel erwachsenen Manichäismus (S. 136 ff.) | Ko ien abzüglich der Dublerfen. Die aus 28 Zeichen be-

so bedeutsam daß ein Zusammenhang nicht abzuweisen j stenende Schsrift dJ . der thamudischen und Hhja.

f üsse auf n e norclische R& nischen zus«n den nördlichen Zweig der südsemi-

Ph.lolo^P 148ff ReIl£lon- Zeitschr. f. deutsche ; tiscben Alphabete bildet, ist durch Halevy, Prätorius

K i und Littmann entziffert. Die Sprache ist ein nordara-

——--Friedrich Kauffmann. j bjscher Dialekt, der aber im einzelnen sich vom

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