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Ausgabe:

1930

Spalte:

385-386

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Furlani, Giuseppe

Titel/Untertitel:

La Religione babilonese e assira. Vol. II: I miti e la vita religiosa 1930

Rezensent:

Gustavs, Arnold

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Seite 1

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Theologische Literaturzeitung

BEGRÜNDET VON EMIL SCHÜRER UND ADOLF VON HARNACK

unter Mitwirkung von Prof. D. HERMANN DÖRRIES und Prof. D. Dr. GEORG V/O BBERMIN, beide in Göttingen

HERAUSGEGEBEN VON PROFESSOR D. WALTER BAUER, GÖTTINGEN

Mit Bibliographischem Beiblatt in Vierteljahrsheften. In Verbindung mit Prof. Lic. K. D. SCHMIDT, KIEL, bearbeitet von
Lic. Dr. REICH und Magister theol. H. SEESEMANN, beide in Göttingen. — Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50

Manuskripte und gelehrte Mitteilungen »ind aimachüefilich an Professor D. BAUER in Göttingen, Düstere Eichenweg 46, au senden

Hcaensionsexemplare a u ss c h 1 i e h 1 i c h an den Verlag

VERLAG DER J. C. HINRICHS'SCHEN BUCHHANDLUNG, LEIPZIG C 1
55. JAHRGANG. Nr. 17 16. AUGUST 1930

Spalte

Annual of the American Schools of Oriental

Research (Dalman).............388

Beer: Welches war die älteste Religion

Israels? (Rudolph).............388

Bornhausen: Die Offenbarung (Stehunann) 402
Brackmann: Die Entstehung der Andechser
Wallfahrt (Koch) .........392

c o u 1 a n g e: Catechisme pour adultes

(Fr. W. Schmidt)..............401

Denkmäler altrussischer Malerei (Luther) . . 408
Devaranne: Konfuzius in aller Welt (Haas) 385
Eberhard: Die Pädagogik der Gegenwart

und der Religionsunterricht (Heckel) . . . 398
Eger: Von Gottes Kraft und Gnade (von
der Goltz).................407

Spalte

Furlani: La Religione babilonese e assira

(Gustavs)..................385

Grensted: The Atonement in history and

in Life (Runestam).............405

Heim: Stille im Sturm (von der Goltz). . 407
Kleinknecht: ITAN0EION (H.Kittel). 386
Klugkist Hesse: Adolf Ciarenbach

(Schornbaum)...............398

Köhler: Das Marburger Religionsgespräch

1529 (von Muralt).............I3g3

— Das Religionsgespräch zu Marburg 15291

(Ders.)...................'

Landersdorfer: Die Bücher der Könige

(Rudolph) .................389

Spalte

S c h 1 a 11 e r: Sechs Predigten (von der Goltz) 407
S c h o n f i e 1 d: The lost „Book of the Nati-

vity of John" (Hennecke).........392

Seyferth: Die christlichen Kirchen wider

den Alkohol (Heyne)...........400

Specimina,Codicum NoviTestamenti (H.Kittel) 391
Stephan: Die systematische Theologie

(Mulert)...................401

Vuilleumier: Histoire de l'Eglise refor-

mee du Pays de Vaud sous le regime

bernois (Staehelin)............397

Weiser: Religion und Sittlichkeit der

Genesis (Rudolph).............389

Wuttke: Melchisedech, der Priesterkönig

von Salem (Ders.).............390

Devaranne, Theodor: Konfuzius in aller Welt. Ein tragisches
Kapitel a. d. Gesch. d. Menschengeistes. Leipzig: J. C. Hinrichs
1929. (IV, 128 S.) 8°. RM 5-.

Die ersten 40 Seiten (Kap. 1) dieses Hefts geben einen in der
Z. M. R. Jahrg. 38 (1923) S. 353- 378 und Jahrg. 39 (1924) S. 1—9
erstmals erschienenen Aufsatz des Verf. wieder: „Konfuzius und der
Westen". Auch das 2. Kap. (S. 41—90): „Konfuzius in Japan" war
in der gleichen Zeitschrift in Jahrg. 40 (1925) S. 307—351 bereits zu
lesen. Neu zugekommen ist, soviel ich sehe, nur auf S. 38 f. ein Passus
über Goethes Stellung zu der Chinaschwärmerei seiner Tage. Was Devaranne
da anführt, ist ihm von dem 1923 erschienenen Buche Reichweins
: „China und Europa" angeliefert worden. Neben diesem deutschen
Werke müßte sich dem Verf. ein älteres französisches sehr diensam
erwiesen haben, auf das Interessenten aufmerksam gemacht seien: Pierre
Martino, L'Orient dans la Litterature Francaise au XVII. et au XVIII.
siecle (Paris 1906). Das 3., letzte Kap. „Konfuzius im heutigen China",
von S. 96 bis S. 128 gehend, ist wohl anderswo vorher noch nicht
gedruckt gewesen. Zu dem Urteil des Verf., Konfuzius habe in China
seine Rolle ausgespielt, — daher auch der Untertitel: „Ein tragisches
Kapitel aus der Geschichte des Menschengeistes" — habe ich schon an
anderem Orte kurz bemerkt: Qui vivra verra.

Leipzig. LI. Haas.

Furlani, Giuseppe: La Religione babilonese e assira. Vol. II:

1 miti e la vita religiosa. Bologna: N. Zanichelli 1929. (X, 434 S.)

8°. = Storia delle religioni, Vol. IX. 30 L.

Schnell hat Furlani dem ersten Bande seiner Darstellung
der babvlonisch-assyrischen Religion (bespr.
Jahrg. 1929 Sp. 457) den zweiten Band folgen lassen.
Er behandelt die Mythen und das religiöse Leben. Da
wir bei keiner Religion des Altertums so genau über

ihre Riten und Zeremonien Bescheid wissen wie gerade • ständlich, daß in einem 1 jährigen Kursus nicht die Ein

Begräbniszeremonien; das Leben nach dem Tode; die
Priester; die heiligen Zahlen; die theophoren Eigennamen
; die Tempel. Jedem Kapitel sind ausführliche
Anmerkungen angehängt, welche die Belege für die vorgetragene
Darstellung bieten. Am Schlüsse befindet
sich ein Index für Band I und II.

Da das große Werk von Morris Jastrow über die
Religion Babyloniens und Assyriens längst vergriffen
ist, wäre es wünschenswert, daß wir im Deutschen
ein ähnliches Buch hätten, wie es Furlani hier seinen
Landsleuten darbietet. Bis zu einem gewissen Grade
füllt ja der zweite Band von Bruno Meissners Kulturgeschichte
„Babylonien und Assyrien" diese Lücke aus,
da er von der babylonischen Wissenschaft handelt, die
eben immer und durchaus theologisch war.
Hiddensee. Arnold Gustavs.

Kleinknecht, Hermann: ITAN0EION. Religiöse Texte des
Griechentums. In Verbindung m. Gerhard Kittel u. Otto Weinreich
hrsg. Stuttgart: W. Kohlhammer 1929. (XVI, 115 S.) 8°. geb. RM 6—.

Dieses Bändchen Texte aus der griechischen Religionsgeschichte
soll einer ganz speziellen Notwendigkeit
in der gegenwärtigen evangelischen Theologenausbildung
dienen. Die Tatsache, daß immer mehr unserer
Studenten sich ihre gr. Sprachkenntnisse erst auf der Universität
in einem meist nur 2 semestrigen Kursus erwerben
müssen, zwingt die Fakultäten, sich der Vertiefung
des Verständnisses der Antike bei diesen Studenten
energisch anzunehmen. Denn es ist selbstver-

bei der babylonischen, so ist es Furlani möglich ge- j sichten in das Wesen der antiken Kultur- und Religionswesen
, eine ins einzelne gehende und farbenreiche Schil- i geschichte erarbeitet werden können, die für den heuti-
derung zu liefern. Vor allem bei der Mantik und Magie : gen Betrieb des wissenschaftlichen Theologie Studiums

kann man tiefe Blicke in die religiöse Betätigung der
breiten Masse des Volkes tun, der dagegen die theologischen
Spekulationen der Priesterschaft ferne liegen.
Die Kapitel des Buches behandeln: die Mythen und die
Legenden; das Schicksal; die Mantik; die Magie; Beschwörungen
und Zauberei; den kultischen Kalender;
die religiösen Feste; die Zeremonien und die Riten; die

unbedingt Voraussetzung sind. Und ich möchte hinzufügen
, daß auch die Absolventen der humanistischen
Gymnasien in einem noch zunehmenden Maße empfindliche
Lücken in ihrer Vorbildung aufweisen. Denn auch
die humanistischen Gymnasien leiden, wie alle höheren
Schulgattungen, unter den Folgen der vielen organisatorischen
und methodischen Experimente der letzten

Liturgien; die Mysterien; das Gebet; Eid und Gottes- ! Jahre. So werden jetzt von den theologischen Fakul-
urteil; das Opfer; die Sünde; das Begräbnis und die | täten allenthalben obligatorische Proseminare ge-

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