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Ausgabe:

1929 Nr. 18

Spalte:

412

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Blake, Robert P.

Titel/Untertitel:

The Georgian text of Fourth Esdras from the Athos M S 1929

Rezensent:

Violet, Bruno

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Seite 1

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411 Theologische Literaturzeitung 1929 Nr. 18. 412

mit dem Titel Menorat ha-maor „Der lichtspendende ! wissenschaftliche Mischna-Konkordanz großen Stiles. In

Leuchter", als deren Verfasser Isaak Aboab genannt der Anordnung des ungeheuren Stoffes folgt sie im

wird, kam 1514 in Konstantinopel zum ersten Male aus Wesentlichen der Mandelkernschen Konkordanz zum

der Druckpresse und fand seither in vielen Auflagen . .

immer neue Verbreitung. Auf Grund des Inhaltes stellte A-T- Sl€ ordnet im Sinne d€r jüdischen Lexikographie

Zunz fest, daß der im 15. Jahrhundert lebende bekannte "ach Stammen, bucht also nicht jedes Derivat einzeln,

Autor dieses Namens als Verfasser hier nicht in Frage sondern unterstellt die grammatischen Bildungen unter

kommen könne, und glaubte daher einen gleichnamigen den anzunehmenden Stamm. Z. B. unter tf/j« »werden

Autor für die Zeit um 1300 annehmen zu müssen. Nach ..

den Darlegungen Enelows ist diese Annahme unrichtig. samtliche grammatischen Formen von BflJN, D'BttN,
Vielmehr hat der bekannte Aboab wesentliche Teile HERN, HBuK, D^J mit ihren vorkommenden Verbinseines
Stoffes aus der Quelle geschöpft die uns jetzt in du ^summiert, dagegen hat fr* seinen beson-
dem gleichnamigen Werke el-Nakawas, gest. 1391 in , ,.
Toledo, vorliegt Wertvoll ist der Codex überdies noch Artikel erhalten.

dadurch, daß er mancherlei Auszüge aus alten, sonst Von besonderem Werte ist die vollständige Aufverschollenen
Werken in sich faßt. In seiner yorzüg- Zählung der syntaktischen Beziehungen, in die ein Wort
liehen Ausgabe macht Enelow einleitender Weise den in de|. Mjscnna tritt, in Teilartikeln. So findet man unter
Leser bekannt mit der Entstehungszeit, dem Verfasser

und den literarkritischen Fragen des Werkes. Als Text TWH die Verbindungen von PE'N mit 3tf flX, tTH,

bietet er dann den Eingangspiut, die Vorrede und das erste "OH, }i"D, }*")Nn"D^; unter U&R die Verbindungen

Kapitel, welches in acht Unterteilen ausführlich von der ■ ,.u,n niSn n^nn niSvt» tntvn

Wohltätigkeit handelt. Der Kommentar enthält vor Ii«* v '■'vu a" ei t

allem reiche Quellenangaben. Wer sieh in den leicht HBT! i i II W. Nur so war es möglich, den Stott

lesbaren Text vertieft, wird das Lob gerechtfertigt fin- der einzelnen Artikel übersichtlich zu gestalten. Bei den

den, welches der Herausgeber dem Werke nach Inhalt Partikeln freilich muß man eine scheinbare wirre Stoff-

und Anlage zollt, und wird mit ihm und Buber in dem samm, in Kauf nehmen. So wird "PN und "PNI

Wunsche zusammentreffen, es mochten auch bald die 6 , , , _ ., ...... 1

noch in Oxford schlummernden übrigen 19 Kapitel auf 22 enggedruckten Seiten abgehandelt, dann erst

recht bald aus ihrem Dornröschenschlummer erlöst kommen die grammatischen Abwandlungen der Partikel

werden. in den suffigierten Formen zur Sprache. Die Differen-

Hamburg. Vi'. Windfuhr. zierung geht hier soweit, daß der Unterschied zwischen

~~ ~ ~~ ~, TT" '■ ^ r den eigentlichen Objektsformen und den abundierenden
Kaiser, Alfred: Wanderungen und Wandlungen in der Sinai-

wüste (1886 1927). Vortr. geh. in d. Thurgauer Naturforschenden Bildungen wie UV7 IPX durch besondere Teil-

Oesellsch. 1928. Weinfelden: A.-O. „Thurgauer Tagblatt" 11929]. artikel sichtbar gemacht wird.

(67 S.) 8 . Kleinere Versehen sind in Menge stehen geblieben.

Uber die früheren Arbeiten Kaisers, dieses Spezial- , „ ...... ... ° .......

kenners des Sinaigebietes, ist hier in Nr. 7 dieses |ahr- und es W1'"d fur einen s-ateren Neudruck der rechtze.ti-
gangs, Sp. 149f., berichtet worden. In dieser neuesten Sen sorgfaltigen Sammlung derselben durch die BeVeröffentlichung
schildert er die Eindrücke seiner letzten nutzer der Konkordanz bedürfen, wie s. Zt. bei
Reise (1926/27) unter stetem Vergleich mit dem Be- Mandelkern. Aber aufs Ganze gesehen ist uns
fund seiner früheren Reisen und Aufenthalte, was den mit diesem Wefk ein Hilfsmitte, mm Stadium de,
besonderen Wert dieser kleinen Schrift ausmacht. Die ... . , , , ■ ,. , , ,

Reise führte ihn von Ägypten über den Küstenort et-Tor, j Mischna geschenkt, für das die gelehrte Welt dem
der sich zur Quarantänestation entwickelt hat, zum j Bearbeiter und dem hinter ihm stehenden i"pp- "Tsyl

□THDfröKQ p'TiN '»bDIDKl großen Dank schuldet.
Je»a- W. S t a e r k.

Katharinenkloster. Der Bericht bietet wieder viele wert
volle Beobachtungen. So seine neuesten, von mir a. a. O.
bereits mitgeteilten Ergebnisse in der Mannafrage (S.

21 ff.); die eher pessimistisch beurteilten Nutzungsmög- ,

lichkeiten der Halbinsel (S. 29ff.), in diesem Zusam- ! Blake, labert P : The Georgian text of Fourth Esdras from

rnenhang eine Aufzählung der dort akklimatisierten ™e . An"og<i M?; J^"8,,m^ ^^"i^"'' Vol 'XX11,

kt j. ■ l. /c j o j ■ i u • i No. 1 Uanuary 1929.) Cambridge (Mass.). (73 S.)

Nutzgewachse (S. 33ff.); aus dem Beduinenieben inter- " *• v ; v '

essante Ausführungen über Rechtspflege, Besitz- und . ^er "eißige amerikanische Gelehrte dessen Herausgabe des

tk* j . -i, . ■ .• 1 ,= .... ,. . Jerusalemer georgischen Manuskripts vom IV. Fsra hier 3. Sept 19'j7

Wandverhaltnisse, die man nur noch ausführlicher , ,„ ,.hm ,7 1(y, Q„ „„ ' , 1 ■, 7 „„„ . TT .

,v, ,77 i__l_c__i r j a i - ... ■ Gz. Jahrg. No. 18) Sp. 412 angezeigt wurde, hat nun auch das zweite

wünschte; Wallfahrtsfeste auf dem „Aaronshugel" in • Manuskript auf dem Athos durchforecM und teilt auf S. 33/56 zunächst

der Nahe des Klosters (b. 58 ff.), dabei U. a. der Hin- 1 Allgemeines über den Athos-Codex mit, um dann S. 57/105 den geor-

weis auf die schon aus dem alten Ägypten bekannten gischen Text des IV. Esra nach diesem Mskrpb zu besprechen. Außer

und hier noch gebräuchlichen „Straußstäbe" oder „bou- deutlichen Irrtümern stimmt O (so nennt er den Athos-Codex) mit J

quets montes" (S. 62). Im ganzen muß er eine Ver- ! (Jerusalem) überein, soweit dessen Text reicht. Sein Hauptwert besteht

schlechterung der Lebensverhältnisse, einen Rückgang darin' da(i er auch Teüe des Textes besitzt, die in j fehlen,

von Flora, Jagdwild und Vogelwelt feststellen, deren - „ uSehr dankenswert ist in dieser Veröffentlichung eine Reihe von

Hauptursache er in der seit 30 Jahren eingetretenen ^^^^^U^J^ B^^J^,^^0^

, ,} ,, . , j xi- j Li - ■ i j. /c , nat teststellen können. S. 70 bietet er noch eine Liste von Fa eu, wo

fühlbaren Verminderung der Niederschlage Sieht (S. der Georgier die in meiner Ausgabe gemachten Rückschlüsse auf den

30 t.). , griechischen Text unterstützt oder entwertet.

Giessen. VV. Baumgartner. Berlin. Bruno Violet.

Kassovsky, Haim Joshua: Concordantiae Totius Mischnae. _ . . .. r»-_ ■> ~„ .

Omnes voces sex librorum mischnae secundum ordinem alphabeticum Bu tmann, Rrof. D. Rudolf: Der Begriff der Offenbarung im

continentes vocalibus adscriptis, locis ubique excerptis. 2. Vol. ; Neuen Testament. Tübingen: J. C. B. Mohr 1929. (48 S.) gr. 8*.

Frankfurt a. M.: J. Kauffmann 1927. (X, 1868 u. 39 S.) 4°. = Sammlung gemeinverstandl. Vorträge u. Schriften a. d. Gebiet d.

RM 120—; I.wd. 145 — ; Hldr. 155—. Theologie u. Rel.-Gesch., 135. RM 1.80; in Subskr. 1.50.

Dieses Werk jüdischen Gelehrtenfleißes, das den , Der eigentlichen Erörterung über den Begriff

Na,„en des High Conan.issioner Sir Herber, Samuel als i Jj^Jt *gfJS, vorlus^^t zur !Sng T

Widmung tragt, des Ehrenpräsidenten des Komitees zur ( Frage" dienen. 1. Unsere Frage nach der Offenbarung

Herausgabe einer Talmud-Konkordanz, ist die erste im N. T. ist geleitet von einem Vorverständnis des Be-