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Ausgabe:

1929

Spalte:

241-243

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Revue d‘Histoire et de Philosophie religieuses. Jg. 2 (1922) Nr. 6 bis Jg. 8 (1928) Nr. 6 1929

Rezensent:

Haas, Hans

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Theologische Literaturzeitung

Begründet von Emtl Schürer und Adolf von Harnack
Herausgegeben von Professor D. Emanuel Hirsch unter Mitwirkung von
Prof D Dr. G. Hölscher, Prof. D. Hans Lietzmann, Prof. D. Arthur Titius, Prof. D. Dr. G. Wobbermln

Mit Bibliographischem Beiblatt in Vierteljahrsheften, bearb. v. Priv.-Doz. Lic. theol. K. D.Sch m id t u. Lic. H. Kittel, Göttingen.
Jährlich 26 Nrn. — Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50. — Verlag: J. C Hinrichs'sche Buchhandlung, Leipzig.

Manus)(ripte „nd gelehrte Mitteilungen sind ausschließlich an Professor D. Hirsch in Güttingen, 1.5 ,nilQ2«

54. Jahrg. Nr. 11. Hai^ Rezensionsexemplare ausschließlich an den Verlag. i'lal IVZV.

-------- Spalte] sPalte

Revue d'Histoire et de Philosophie reli- Cänaan: Mohammcdan Saints and &U1C-
Kevue uiiisio. 24]| tuaries m Palestine (Dalman).......24a

The'jöurna oftV Palestine Oriental Society ko^meyer: Kyrios Jesus (Windisch) . 246

i ne journai oi 243 v. Dobschutz: Der Apostel Paulus (Beyer). 248

(Dalman) . • • • • • ■ ' " Vogels: Vulgatastudien (Fascher)..... 250

Jahrbuch der Jud.sch-L.teranschen Gesell ^™jercq. LaVie Chret. Primitive (Harnack) 252

DaSlmfan Arbeil 'und Shte' in ' Palastina > "o'^»»^ Kaiser als Marschall des ^
(Staerk)................. | ______

Spalte

Brenneke: Vor- und nachreformatorische
Klosterherrschaft und die Geschichte der
Kirchenreformation im Fürstentum Calenberg
-Güttingen (Cohrs)..........254

Schrempf: Sören Kierkegaard (Hirsch) J
Voigt: Sören Kierkegaard im Kampfe mitWg
der Romantik, der Theologie und der]
Kirche (Dens.)...............)

Revue d'Histoire et de Philosophie religieuses. Publice par wird euch frei machen" sich stellend, Religion und
la Faculte de Theoiom'e protestante de l'Universite de Strasbourg Wissenschaft zeitgemäß vermählen wollen.
Jg. 2 (1922) Nr. 6 bfs Jg. 8 (1928) Nr. 6. Strasbourg (l b, Qua. Ais Eduard Reuß seinerzeit da ran ging, in der alten
Saint-Thomas): Bureau de la Revue, gr. 8». • Revue sich ein Organ zu schaffen — ins Leben gerufen
Das Erscheinen der ersten Nummer der Neuen ] hat es, ihm zuvorkommend, T. Colani — lag ihm an,
Straßburger Revue, wie man die von der protestan- von vorneherein darauf zu sehen, daß dieses nicht eine
tischen Theologischen Fakultät der französisch geworde- ■ Straßburger Zeitschrift oder ein Organ seiner damals
nen Straßburger Universität 1921 begründete „Revue ; jn Bildung begriffenen Schule werde, sondern möglichst
d'Histoire et de Philosophie religieuses" nennen mag, ] the Vertreter aller Gruppen für sich gewinne, die zu seiist
in der Theol. Literaturztg. 1922, Heft 14 kurz regt- ] ncm Erfolge beizutragen versprachen. Auch dem Re-
striert worden. In alle zwei Monate in 6-Bogen-Stärke < daktionsausschuß der neuen Revue, deren spiritus rector
ausgegebenen Heften erscheinend, ist sie mittlerweile ; bei der Gründung der bald danach dahingegangene P.
bis zum VIII. Jahrgang gediehen. (Die Leipziger Uni- Lobstein war, gehören nicht nur Mitglieder der prote-
versitätsbibliothek, der, als sie an die Anschaffung ging, ; stantischen theologischen Fakultät Straßburg an (der
die völlig vergriffene Nr. 2 des Jahrgangs I nicht mehr | vormalige Gießener G. Baldensperger, E. Ehrhardt, A.
zu erlangen war, würde sich zu Dank verpflichten, wer ; Causse, F. Menegoz, R. Will, Ch. Hauter und außerdem,
ihr die Lücke füllen könnte und wollte. Mittlerweile j j„ e. Vermeil, ein Mitglied der Straßburger Faculte de
sind, wie ich erkunde, auch die Hefte II. Jahrg. 1921, j Lettres), sondern auch Henri Monnier, Maurice Goguel,
3—III. Jahrg. 1922, 5 vergriffen.) Nachdem all die e. de Faye von der Ecole des Hautes-Etudes und der
Zeit von diesem wissenschaftlichen Organe weiter Notiz , Faculte de Theologie protestante de Paris, Ad. Lods von
hier nicht genommen worden ist und es nun doch lange der Faculte des Lettres der Universität Paris und J. Brei-
genug gelebt hat, um seine Physiognomie herauszubil- j tenstein, Professor der protestantischen theologischen
den, dürfte es geboten sein, auf die neue Gründung die ; Fakultät der Universität Genf.

Aufmerksamkeit der deutschen Theologenwelt zu lenken. , Die Mitarbeiter rekrutieren sich aus der ganzen
Eine Straßburger Revue hat schon einmal existiert: j protestantischen Welt, nicht nur aus den Ländern fran-
die Revue de Theologie et de Philosophie chretiennes. i zösischer Zunge. Mit Genugtuung bemerkt man,
Es ist auch wohl nicht vergessen, daß dieses nach 18- j wie in ihren Darbietungen die deutsche Theologie weit-
jährigem Bestehen im Dezember 1869, also schon vor ] gehende, man muß geradezu sagen vorherrschende BeAusbruch
des deutsch-französischen Kriegs, erloschene j rücksichtigung findet, mögen es nun französische oder
Organ nicht ohne starken Einfluß auf die moderne ; belgische oder Schweizer oder Holländer oder nordische
Theologie in Frankreich gewesen ist. (Siehe Ernest j oder amerikanische Autoren sein, von denen die Beiträge
Rochat,&La Revue de Strasbourg et son influence sur la i herrühren.

theologie moderne, Geneve 1904, ein Band von an die ] Nicht beifallen lassen darf ich mir schon aus Raum-
400 Seiten, besprochen in der Th. Lz. 1905, 129f. von | gründen, auf diese Beiträge selbst hier einzugehen, nach-
H. Holtzmann.) Überprüft man, wie ich das getan habe, , dem von der Zeitschrift jetzt doch schon ganze 48 Hefte
die bis zur Stunde vorliegenden Hefte der periodischen : vorliegen. Mir selber, für die allgemeine und verglei-
Publikation, so ist nicht zu verkennen: mit der neuen i chende Religionswissenschaft, wirft die Revue in den
Gründung ist es darauf abgesehen, die Wissenschaft- ; bisherigen Jahrgängen gar nichts ab. Dem Ersuchen,
liehen Traditionen der alten Revue wiederaufzuneh- ihre Besprechung für die Theol. Literaturztg. auf mich
men, durch deren 32 Bände hin Eduard Reuß seinerzeit j zu nehmen, habe ich gleichwohl mich nicht versagen
(seit 1S50) in einer langen Reihe bedeutender Abhand- ■ zu dürfen geglaubt, dies darum nicht, weil mir ganz
lungen dem französischen Protestantismus die deutsche i überraschend von der Theologischen Fakultät der Unikritische
Bibelwissenschaft zugeleitet hat, um der da- ! versität Straßburg, zu der ich bis dahin keinerlei Be-
mals noch herrschenden calvinischen Grammatolatrie j ziehung gehabt hatte, 1903 eine der größten Beden
Boden abzugraben und eine Revision der alten I glückungen meines Lebens durch die Ernennung zum
Dogmen zu erwirken. Der ersten Nummer der neuen Dr. theol. h. c. geworden ist, eine Beglückuno-, die ich
Revue fehlt ja zwar, was jeder zunächst wohl in ihr j mir auch dadurch nicht vergällen lasse, daß an'ihr jetzt
suchen wird, ein formuliertes Programm; nicht zu ver- i theologische Kollegen anderer Nationalität dozieren die
kennen aber ist, daß ihre bisherigen Mitarbeiter, ge- { uns nun doch verbunden bleiben durch das Band' des
flissentlich unter das Wort Joh. 8,32: „Die Wahrheit ; Glaubens. Habe ich nicht zurückgehalten mit der Her-

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