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Ausgabe:

1928

Spalte:

433-436

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Titel/Untertitel:

Recherches de Science Religieuse. Tome XVII, 1 - 6 1928

Rezensent:

Koch, Hugo

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Theologische Literaturzeitung

Begründet von Emil Schürer und Adolf von Harnack

Herausgegeben von Professor D. Emanuel Hirsch unter Mitwirkung von
Prof. D. Dr. G. Hölscher, Prof. D. Hans Lietzmann, Prof. D. Arthur Titius, Prof. D. Dr. G. Wobbermin

Mit Bibliographischem Beiblatt in Vierteljahrsheften, bearbeitet von Priv.-Doz. Lic. theol. Kurt Dietrich Schmidt, Göttingen
Jährlich 26 Nrn. Bezugspreis: halbjährlich RM 22.50. — Verlag: J. C. Hinrichs'sche Buchhandlung, Leipzig.

Cl lohn? Mf 10 Manuskripte und gelehrte Mitteilungen sind ausschließlich an Professor D. Hirsch in Oöttingen, je eai.fomL0, 1070
Uö. Jdnrg. IXT. iy. Hainholzweg 62, zu senden, Rezensionsexemplare ausschließlich an den Verlag. oCpiemDcr I74VÖ.

Spalte Spalte
Pal Iis: Notes ort St. John and the Apo- 'H ad or n : Die deutsche Bibel in der Schweiz
calypse (Dibelius)..............44öj (Blanke)...................452

Haas- Bilderatlas zur Religionsgeschichte Robinson: Greek and Latin Inscriptions Jahrbuch des Evangelischen Vereins für west-
(Clemen)...................439

Spalte

Recherches de Science Religieuse (Koch). . . 433
Ricerche religiöse (Ders.)...........436

Pieper: Die ägyptische Literatur (Wiedemann) 440

Thomsen: Die Palästina-Literatur (Dalman) 441
AI beck: Untersuchungen über die halakischen

Midraschim (Sander)............ 442

Goetz: Petrus als Gründer nnd Oberhaupt

(Bauernfeind)................ 444

from Asia Minor (Ficker).......... 448j fälische Kirchengeschichte (Hashagen). . . 452

Geffcken: Der Brief an Diognetos (Koch) 44S|steinweg: Die Innere Mission der evan

Hünermann: Bulie und Bulidisziplin im

christlichen Altertum (Ders.)........448

The Monasteries of the Wadi'n Natrün

(Leipoldt)..................L4Q

The Monastery of Epiphanius at Thebes)
(Ders

Greydanus: De Openbaring des Heeren 'Regesta pontificum romanorum (Ficker). . . 451
aan Johannes (Windisch).......... 445|Strunz: Johannes Hus (Ders.).......451

gelischen Kirche (Schian)..........453

Freiherr von Tun kl: Kurze Geschichte der
Klöster, ihrer Beraubung und Vernichtung

(Ficker)...................454

Militia Christi (Wiesenfeldt)..........454

Wörterbuch zum Codex Juris Canonici

(K. D. Schmidt)...............454

Corinth: Selbstbiographie (Stuhlfauth) . . 455

Recherches de Science Religieuse. Tome XVIL Paris VIIe
(Place du President Mithouard 5) 1927. (576 S.) gr. 8«. 25 fr.

Den Jahrgang 1926 dieser von Professoren des

will in der Untersuchung über „Die Verwandtschaft
Jesu" (S. 127—138) nicht wieder dartun, daß die „Brüder
Jesu" Geschwisterkinder gewesen seien — das sei

Institut catholique von Paris herausgegebenen Zwei- vollständig erwiesen —, sondern versuchen, die Ver
monatschrift habe ich in dieser Ztschr. 1927, Sp. ) waridtschaftsverhaltnisse naher zu bestimmen: Clopas

323 ff. angezeigt. Der lange sich hinziehende Aufsatz
von Cales über die Psalmen Asaphs geht in H.2
zu Ende und wird abgelöst von einem solchen über die
„Stufenpsalmen" oder „Aufstiegspsalmen", wie
sie C. nennt (H. 3 ff.).

In H. 1 stellt Janot „die Eucharistie in
den abendländischen Sakramentarien" dar
(S. 5—24), indem er die im Leonianum, Gelasianum,
Gregorianum, im Gothicum und Gallicanum vetus, sowie
im Liber Mozarabicus Sacramentorum niedergelegten
eucharistischen Gedanken unter sachlichen Gesichtspunk-

(odei Cleophas), der Bruder des hl. Josef, habe aus
erster Ehe zwei Söhne gehabt, Simon (oder Simeon) und
Judas, dann habe er Maria, eine Schwester der Mutter
Jesu, geheiratet, die ihrerseits zwei Söhne aus erster Ehe
vielleicht mit Alphäus) mitgebracht habe, Jakobus den
Kleinen (oder Jüngeren) und Jose (oder Joseph). Daß
der bei dieser Annahme sogar entfernter mit Jesus verwandte
Jakobus ständig udektfög heißt, während der
näher verwandte Simeon von Hegesipp ausdrücklich als
dvetpiög bezeichnet wird, stört unsern theologischen
Standesbeamten nicht im mindesten.

ten zusammenstellt und in den Anmerkungen die Stellen J s. 146 führt Foulquie eine „Materie u. Form" bei der Eucha-
im lateinischen Wortlaut anführt. ristie beleuchtende Stelle aus Augustin an, die der auf die Taufe bezüg-

S. 29— 33 untersucht Malvy die Frage, ob die guten Glaubens
Außenstehenden Glieder der Kirche seien, und löst sie in „ire-
nischem Sinne" mit gewissen Unterscheidungen.

Im 2. H. sucht de Grandmaison in seinem
Aufsatz „Dieux morts et ressuscites" (S. 97

liehen und meist allein angezogenen in Joann. tract. 80,3 (Mi. 35, 1840)
genau entspricht: Sermones inediti VI, 2 (ed. Denis S. J. Wien 1792)
bei Mi. 46, 836.

In dem Doppelheft 3/4 gibt Lanversin S. J.
eine „Exquisse d'une Synthese du sacrifice'

bis 126)"möglichst große Unterschiede zwischen den (s- 209), indem er die Vorzüge und Schwachen
Mysterienvorstellungen und den christlichen Gedanken • des Opferbegriffs in dem großen Werke von M. L e p i n,

herauszubringen- so fehle beim Osirismythus die Auf- L'idee du Sacrifice de la Messe d'apres les Theologiens

erstehung, wenn'sie auch gerne vorausgesetzt oder ein- dePuls l'ongine jusqu' a nos jours (1926) aufzeigt,

getragen werde (Dabei sagt de Gr. selber, daß diesen Mit dem Opferbegriff und seiner Anwendung auf die Messe ist

Mythen allen der Wechsel von Winter Und Frühling, cs in der so traditionsstolzen römischen Kirche eine eigene Sache.

also von Vergehen und Werden, Tod und Auferstehung f* ,l^fca' daß dl , M*2* cin wahres "nd *^nUid*f °Pfer *i,

zu Grunde fierlelt A..M, hei nionvsos 7aoTeii<; «ei dass«lbc °Pfer wie der Kreuzestod Jesu. Aber worin nun der

ZU Urunde Hege!). Auch bei Ulon>SOS ZagreUS sei 0pfercharakter" liege, weiß kein Mensch, auch der Papst nicht,

nicht von einer eigentlichen Auferstehung die Rede, son- c , . ..' . *

dem nur von der den Göttern eigenen, bei ihm unter- _ .S- .2.10-.22.9 bespncht Jouon „Einige dem

brochenen und dann wieder aufgenommenen Unsterblich- O r i e c h i s c h d er Evangelien zu G r u n d e 1 i e-

keit (Ist das nicht auch bei Christus der Fall?); auch f/enden Aramaismen". So ist >abbz bald mit

sei sein Leiden kein freiwilliges, wie bei Christus, o icarrjQ bald mit o 7taxm iwv wiedergegeben (Ein 'abi

Ebenso verhalte es sich bei Adonis und was seine „Auf- gtbt es im Aramäischen nicht, weil man in der Familie

erstehung" betreffe, komme alles auf die Übersetzung einfach 'abba sagte, wie im familiären Französisch pere,

der Worte xoJ k rbv r>'oa „iuttovot bei Lucian De mhe und' kan" man beifügen, in Norddeutschland „Va-

dea Syr. c 6 an: sie bedeuteten wahrscheinlich nur die ter", „Mutter'). Ähnlich erklaren sich bulvog (Mo

Beendigung der Feierlichkeiten auf ein Jahr. Bei Attis 14,25 irjC r^eQag exelvrjg oxav xrL), die Prae-

aber fehle nicht bloß die Auferstehung, sondern auch sentia und «v,a» in zukünftiger Bedeutung, eleye für

der Tod, da nur von einer Verstümmelung erzählt werde, die Vorvergangenheit und andere Erscheinungen aus ara-

Und von einem Sühneleiden, einem Opfertode, sei vol- mäischen Wendungen. Mit Recht wird aber betont, daß

lends in keinem heidnischen Mysterium die Rede. Prat aus solchen Vorkommnissen nicht auf Übersetzung aus ei-

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