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Ausgabe:

1926

Spalte:

457-464

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

d‘Herbigny, Michel

Titel/Untertitel:

Orientalia Christiana. Vol. V, 3 = Num. 20: L‘aspect religieux de Moscou en Octobre 1925 1926

Rezensent:

Loofs, Friedrich

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Theologische Literaturzeitung

Begründet von Emil Schürer und Adolf von Harnack
Herausgegeben von Professor D. Emanuel Hirsch unter Mitwirkung von
Prof. D. Dr. G. Hölscher, Prof. D. Hans Lletzmann, Prof. D. Arthur Titius, Prof. D. Dr. G. Wobbermin

Mit Bibliographischem Beiblatt in Viertel jahrsheften, bearbeitet von Priv.-Doz. Lic. theol. Kurt Dietrich Schmidt, Göttingen
Jährlich 26 Nrn. Bezugspreis: vierteljährlich Rm. 9.—. — Verlag: J. C. Hinrichs'sche Buchhandlung, Leipzig.

:t |_|,_„ M_ 10 Manuskripte und gelehrte Mitteilungen sind ausschließlich an Professor D. Hirsch in Oöttingen, i Cönf/,mhpr 10?iS
Ol. Jdnrg. lir. 10. Bauratgerberstr. 19, zu senden, Rezensionsexemplare ausschließlich an den Verlag. ™ ixau.

Spalte

Orientalia Christiana, Num'.Tl, 12, 13, 18,
19, 20, 21 (Loofs).............457

Nyänatiloka, Zwei buddhistische Essays
(Franke)...................464

Sellin, Einleitung in das Alte Testament
(Lohr)....................465

Dürr, Ursprung und Ausbau der israelitisch-
jüdischen Heilandserwat lung (Volz) .... 465

Spalte

Barth , Die Auferstehung der Toten (Lohmeyer
)....................467

Teeuwen, Sprachlicher Bedeutungswandel
bei Tertullian (Koch)............471

Devaud, Psalterii versio Memphitica e re-
cognitione Pauli de Lagarde (Schmidt) . . 474

D uen s i n g , Epistula apostolorum (Ders.) . . 474

L i n d b e r g , Die schwedischen Missalien des
Mittelalters (Glaue).............475

Spalte

Historische Zeitschrift (Wenck)........477

S w i t a 1 s k i, Kant und der Katholizismus

(Binder)...................477

Hessen, Erkenntnistheorie (Knittermeyer) . 479
Meurer, Gegen den Empirismus (Ders.). .479
Hilbert, Ersatz für das Christentum!

(Rendtorff).................480

Rehm, Das Kind in der Gesellschaft (Nie-

bergall)...................480

Orientalia Christiana. Rom : Pontificio Istituto Orientale :

Num. 11 (= III, 1, Septembre-Novembre 1924): d'Herbigny, Michel,
S. J.: L'äme religieuse des Russes d'apres leurs plus recentes
publications. (124 S.) 8°. Lire 11—,

Num. 12 (= III, 2, Decembri 1924-Februario 1925): Hofmann,
Georg: S. J.: Ruthenica, I. Die Wiedervereinigung der Ruthenen,
II. Der hl. Josaphat, 2. Selig- und Heiligsprechung, 3. Reliquien
und Bildnisse. Appendices: Documenta et Notitiac: Verba Pii
P.P. XI in Consistorio de Oriente. — Udienza ai Russi. — De
Pont. Inst. Orient. — Informations sur l'orthodoxie russe ä Petranger.
— La preparation anglo-orthodoxe d'un concile oecumenique de
Jerusalem pour 1925. — Recensiones librorum. (148 S. [S. 125
bis 272]) 8°. Lire 14—.

Num. 13 (= III, 3, Martio 1925): Vaccari, Alberto, S. J.: La Grecia
neH'Italia meridionale, Studi letterari e bibliografici. Appendices:
Pii P.P. XI curae de Oriente. (56 S. [S. 273—328]) 8°. Lire 5—.

Num. 18 (=-- V, 1, Octobri 1925), La legislation sovietique
contre la Religion, traduetion des documents officiels du
Commissariat du peuple ä la justice (N.K.J. — Ve section).
(136 S.) 8°. ■ Lire 12—.

Num. 19 (= V, 2, Decembri 1925): Hof man, Giorgio, S. J., Athos
e Roma (48 S. [S. 137 184]) 8°. Lire 4-.

Num.20(=V, 3, Januario 1926): d' Herbigny Michel, S.J., L'aspect
religieux de Moscou en Octobre 1925. (96 S.; [S. 185 - 280])

Lire 9—.

Num. 21 (= V, 4, Februario 1926): De Oriente Bibliographica.

I. M. de la Taille, S.J. „Orthodoxes"; II. M. Viller, S. J.
Unc edition grecque orthodoxe du miroiir de l'äme du P. Huby,
S. J.; III. G. Hof mann, Concilia oecumenica; IV. J. S., In der
russischen Emigration; V. M. d'Herbigny, Bulletin biblio-
graphique: livres et revues; VI. Recensiones. (40 S. [S. 281
320]) 8°. Lire 3—,

Die Besprechung von Vol. IV dieser Schriftenreihe
in 1926 Nr. 1 dieser Zeitung (Sp. 3—7) hat mich in
einen mir wertvollen Briefwechsel mit dem Direktor des
„Päpstlichen Orientalischen Instituts", Herrn Professor
d'H e r b i g n y , gebracht, weil dieser, wie er mir schrieb,
in dem, was ich über Heft 14 und 17 gesagt hatte,
„christliche Liebe und Gerechtigkeit" vermißte. Ich habe
ihm rückhaltlos zugegeben, daß ich mehr, als mir jetzt
lieb sei, ab irato geurteilt hätte; „ab irato", weil ich geärgert
war durch das Verhältnis von Heft 14 zu Matth.
6, 2 f. und bei Heft 17 durch die Rechtfertigung des
antimodernistischeu Vorgehens Pius' X. auch mit Hilfe
protestantischer Urteile, insonderheit mit Hilfe einer
mir apokryph scheinenden Äußerung Adolfs von Harnack
. Zur Steuer der Wahrheit möchte ich nun hier in-
bezug auf Heft 14 bemerken, daß ich für das Rühmen
der päpstlichen Fürsorge für die hungernden Kinder in
dem Rußland von 1922 und 1923 sachliche

457

Gründe auch außer dem Unionsinteresse anerkenne
und gern die Mitteilung weitergebe, daß die (überaus
zahlreichen) russischen Dankesbriefe ohne Hilfe der
päpstlichen Kommission entstanden sind. Inbezug auf
Heft 17 liegt es Herrn d'Herbigny und jetzt auch mir
an einer doppelten Feststellung. Die von mir unzeitig
scharf verspottete Verwirrung in den Augustin-Zitaten
erklärt sich daraus, daß der Verf. durch Reisen verhindert
war, selbst die Korrektur zu lesen. Zunächst sind
in der bemängelten Anmerkung mit beabsichtigten und
mit unbeabsichtigten (dem Setzer zur Last fallenden) Auslassungen
und Druckfehlern einzelne Sätze aus ep. 140,
26, 63 (MSL 33, 565 f.) zitiert; danach sollte ein Satz
aus de trin. 14, 14, 20 (MSL 42, 1051) folgen (tunc,
sicut ei divina scriptura promittit, satiabitur — cujus
imago est), der Satz ist aber im Druck vor dem dann
angereihten Zitat aus de trin. 15, 28, 51 (et manebis
unus in omnibus sine fine — deus une, deus
trinitas) infolge eines Versehens ausgefallen. — Die A. v.
Harnack zugeschriebene Äußerung ist zwar in der Tat
der Absicht nach eine Wiedergabe der von mir angeführten
Stelle, aber sie ruhte auf einem (ungenauen)
ältern Exzerpt d'Herbigny's, und das entschuldigt ihre
Ungenauigkeit; denn daß dies Exzerpt ohne alle mala
fides die scharfen Worte Harnacks gegen die Enzyklika
beiseit gelassen hat, ist mir ebenso verständlich geworden,
wie d'Herbigny's Meinung, er habe bei der Verwertung
des Exzerpts seiner Erinnerung an Harnacks Unzufriedenheit
mit der päpstlichen Stellungnahme durch die
Apposition „peu satisfait" etc. Genüge getan.

Hier handelt es sich nun zunächst um den nachgelieferten
Band III, sodann um den im Februar d. J. vollständig
gewordenen Band V.

Heft 11, d'Herbigny's Schrift „L'äme religieuse des
Russes", ist schon in Nr. 8 dieses Jahrgangs (Sp. 201 ff.)
von meinem Kollegen Kattenbusch zur Anzeige gebracht
worden, scheidet daher hier, so interessant viele seiner
Ausführungen sind, aus der Besprechung aus.

Das, abgesehen von den Dokumenten-Anhängen,
in deutschem Gewände auftretende starke Heft 12
stammt aus der Feder des schon bei Heft 6 und 16
(Jahrg. 1924, Sp. 519 und 1926, Sp. 5) unter den Mitarbeitern
der Orientalia christiana erwähnten gelehrten
deutschen Jesuiten G. Hofmann, der am Institutum Orientale
den Lehrstuhl für orientalische Kirchengeschichte
innehat. Die erste Abhandlung des Heftes, über „Die
Wiedervereinigung der Ruthenen" (S. 1—48), beschäftigt
sich nur mit deren Begründung, der Union von Brest-

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