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Ausgabe:

1922

Spalte:

95

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Hahn, Traugott

Titel/Untertitel:

Aus meiner Jugendzeit. 2. Aufl 1922

Rezensent:

Thimme, Wilhelm

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Seite 1

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9S Theologifche Literaturzeitung 1922 Nr. 4. 96

klaren Deutung des göttlichen Geheimniffes ftehn und
fallen, wirklich quäkerifche Gepflogenheiten bei fleh nachbilden
können, im Rahmen einer Befprechung nicht aburteilbar
. Jedenfalls hat die Schrift den Wert, in Stimmungen
und Hoffnungen des modernen Quäkertums einen
Einblick zu gewähren.

Göttingen. E. Hirfch.

Hahn, D. Traugott: Aus meiner Jugendzeit. Mit 8 Abbildungen
. 2. Auflage. (IV, 336 S.) 8°. Stuttgart, Chr.
Belferfche Verlagsbh. 1921. M. 18 —

Der aus feiner Gemeinde zu St. Olai in Reval vertriebene
, noch jetzt als Evangelift rührig tätige alte Paftor

Hahn, der Vater des von den Bolfchewiflen ermordeten

Dorpater Profeffors, erzählt in diefem Buche, das ur-

fprünglich nur für die eigenen Kinder niedergefchrieben

war, aus feiner Jugend. Er erzählt fchlicht und anfehau-

lich, in jenem herzlichen Plauderton, der dem Alten lo

gut fleht. Befonders die Gütersloher Gymnafiaftenzeit j R ^-"f ,ienfm,s 9rjf'en£S zum H.ejtateucJj die HäI fe v°r'

» . r ., , T . 1 • t_I >iii i_ gelegt. Bezuglich der l berlieferung, verweist der Herausgeber auf seine

gewinnt frifches Leben. Man vergleicht unwillkürlich ! I9l6 in den Texten und Untersuchungen f42, 1) erschienenen näheren Dar-
die pietätvolle anerkennende Schilderung Hahns von dem l legungen und gibt nur eine Übersicht über die Handschriftenklassen.

Die griechischen Bruchstücke, soweit sie auch lateinisch erhalten sind,
werden der Ausgabe unter dem Strich beigefügt. Einen wesentlichen
Vorzug der neuen Ausgabe bildet die Aufnahme der inhaltlichen Parallelen
bei Philo, Prokop, Ambrosius und besonders Origenes selbst. Der
Herausgeber ist sich mit Recht bewußt, damit eine nützliche Grund-

J. C. Hinrichs'sche Buchhandlung in Leipzig

Soeben erschienen:

Origenes

Homilien zum Hexateuch in Rufins Übersetzung

Herausgegeben von

Prof. Dr. W. A. Baehrens

Privatdozent in Halle

2. Teil: Die Homilien zu Numeri, Josua und Judices
(Origenes' Werke Bd. VII.) M. 110—; geb. M. 137 —

(Die griechischen christlichen Schriftsteller
der ersten drei Jahrhunderte, Band 30.)

Über den ersten Teil des Werkes urteilte Prof. D. G. Krüger, Gießen,
im Lit. Zentralblatt (T920, 39): „Das Corpus der griechischen christlichen
Schriftsteller ist wieder um eine wertvolle Arbeit bereichert worden.
Baehrens hat von der ihm nach dem Tode von Franz Skutsch übertrageneu

dortigen Anftaltsleben mit der flark ironifch gefärbten
die uns der Verfaffer des Langewiefche-Buches „Jugend
und Heimat" geboten hat. Die religiöfe Entwicklung
des Schülers und Studenten verläuft ohne Bruch in

ficherer Folgerichtigkeit, als ob fleh das von felbft ver- | läge für die Studien derer geschaffen zu haben, die der alexandri-
ftände. Vielleicht wäre beim Hintreten vor einen wei- | nischen Bibelerklärung nähertreten wollen. Die große Abhängigkeit des

teren Leferkreis der Gefichtspunkt der möglichft lücken-
lofen Berichterftattung, der mit Rückficht auf den ei lten
Zweck der Niederfchrift durchaus verftändlich ift, beffer
aufgegeben und fo der Umfang des Buches nicht un-
wefentlich gekürzt. Zumal gegen Ende wirken allzuviele
Namen etwas verwirrend. Gleichwohl wird kaum ein
Lefer das Buch aus der Hand legen, ohne den ehrwürdigen
Erzähler lieb gewonnen zu haben.

Iburg. W. Thimme.

Origenes von seinem Geistesverwandten Philo läßt sich nirgendwo besser
zeigen als in diesen Homilien. Der kritische Apparat ist übersichtlich
gehalten. Abweichungen der beiden älteren Ausgaben (Aldina, Delarue),die
in der Überlieferung keine.Stütze linden, blieben grundsätzlich unerwähnt.'

Bibliographie

zur Frage nach den Wechselbeziehungen zwischen

Buddhismus und Christentum

on Dr. Hans Haas

Professor an der Universität Leipzig
Preis geheftet M. 15.—

[Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für vergl. Religionsgeschichte
a. d. Universität Leipzig, hrsg. von Prof. Dr. Hans Haas, Nr. 6,]

Eine tentative Zusammenstellung der Buch- und Aufsatzliteralur zu
den hypothetischen historischen Zusammenhängen und der inneren Verwandtschaft
der beiden Religionen, sowie zu der Frage nach den kommer-

Die Verhandlungen des 27. und 28. Evangelifch-fozialen Kon-
greffes, abgehalten in Leipzig, am 15. und 16. Oktober
1918 und in Berlin, am 23. und 24. Juni 1920. (132 S.)
gr. 8°. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1921.

M. 10 —

Mit Freuden begrüße ich das Erfcheinen diefes Berichts
. Abgedruckt find folgende Vorträge: I) Die Be- ! zielten, diplomatischen, politischen, folkloristischentud doktrineflen Be
deutUllg der evailgelifchen und fozialen Gedanken für Ziehungen zwischen Indien und dem Femen Osten einerseits, den Ländern
die künftige Wiederannäherung der chrifllichen Völker ' des Urchristentums im besonderen und der westlichen Welt überhaupt
/i?- .1 CA„ls,a. -A ru^. TT>;„,l«„,.„xx ,U- ir„„..Uv__• I anderseits. — Diese in beschränkter Autlage gedruckte Bibliographie

(Siegmund-Schultze), 2) Die Forderung der Begabten im | erscnien zuvor in der vom Verfasser mitherausgtgebenen Zeitschrift iür
Lichte der VolkserziehungSWliienichaft (Ziehen); 3) Das j Missionskunde und Religionswissenschaft und wird auch in der noch in
foziale Evangelium im neuen Deutfchland (Rohrbach); 1 Vorbereitung befindlichen 5. Veröffentlichung der gleichen Reihe als
4) Maffe und Perfönlichkeit (Paul Tillich); 5) Die Er- Anhang Aufnahme finden. Sie dürfte vor allem für Bibliotheken von
haltung der Kirche als sozialen Faktors. (Schlemmer und Wichtigkeit sein.
Dehn). Die anfchließenden Ausfprachen find nur ganz
kurz wiedergegeben. Dazu kommen die treffenden Eröffnungsreden
des Vorfitzenden Baumgarten. Eine Stellungnahme
zu Einzelheiten verbietet fleh hier. Aber das
Studium und die Anfchaffung diefes Heftes empfehle
ich auf das Dringendfte. Alle Referate find feffelnd, eigenartig
, bedeutend und für die Gegenwart wertvoll. Charakte-

Der Jakobusbrief

nach Sinnzeilen ins Deutsche übertragen

von Dr. Lic. Roland Schütz

Privatdozent an der Universität Kiel
(Sonderabdruck aus den „ Theologischen Blättern" 1922, Nr. 2.)

a^'uUÖoJCU-LtW ^üvkTT^'Wal V^'^T ^P^*lC" Seitdem Eduard Norden (in seinem Agnostos Theos 1913) auf

nftlfch ift ein Vergleich der beiden erften 1918 gehaltenen I dje BedeutuIU, der isometrischen Textformen aufmerksam gemacht hat,
Vorträge mit den 4 letzten, die I92O dem Kongreß dienten. | jst die Bemühung um die gehobene Prosa des Neuen Testaments rege
Auch die einzelnen Vorträge zeigen ein ernftes Ringen I geworden. In einer Studie über den parallelen Bau der Sätze im N. T.
mit den bedeutfamfteil Problemen, freilich von verfchie- I Böttingen 1920) hat der Verf. Vorarbeit für die Kenntnis des inneren

c^nem. Standpunkt aus und in fehr vermiedenem Geift. ,

Die Einheitlichkeit des evangellich-lOZlalen Kongreffes , pbertragung des Jakobusbriefs die wörtlich ist, aber das poetische und
beruht tatfächlich nur in der Gleichheit der Gefinnung ; rhetorische Moment voll zur Geltung bringt. Luthers darin folgend,
und des ernften Strebens durch das Evangelium der I hat fie viel vor den modernen wissenschaftlichen „Textbibeln" voraus,
fozialen Frage gerecht zu werden. Aber um fo mehr I die fbertragunB der Evangelien durch Roman Woerner inMünchen),
muß er Beftaild haben. Zu den angegebenen Preisen tritt bis auf weiteres kein Tcuerungszuschlag des

-V , r . w sir t> ' Verlags. Nach dem Ausland unter Hinzurechnung des für unsern Verlag jeweils

rranklUrt a. JV1. W. Borne mann. I gültigen Valutaausgleichs. Sämtliche Preise sind unverbindlich.

Mit einer Beilage der Verlagshandlung B. Oldenbourg in München u. Berlin.
Die nächste Nummer erscheint am 11. März 1922.

Verantwortlich: Prof. D. E. Hirsch in Göttingen, Hoher Weg 10.
Verlag der J. C. Hinrichs'schen Buchhandlung in Leipzig, BlumengafTe 2. — Druck von Auguft Pries in Leipzig.