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Ausgabe:

1920

Spalte:

97

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Clemen, Carl (Hrsg.)

Titel/Untertitel:

Religionsgeschichtliche Bibliographie. Im Anschluß an d. Archiv f. Religionswissenschaft hrsg. 1. u. 2. Jahrg 1920

Rezensent:

Titius, Arthur

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Seite 1

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Theologische Literaturzeitung

Begründet von Emil Schürer und Adolf Harnack

Fortgeführt von Professor D. Arthur TitiuS und Professor D. Hermann Schuster

Jährlich 26 Nrn. Verlag: J. C. Hinrichs'fche Buchhandlung, Leipzig Halbjährlich 1$ Mark

Bezugspreife für das Ausland jährlich Fr. 25—; 1 £; $ 4.75; holl. Gulden 11.80; fkandin. Kr. 17.75

Manufkripte und gelehrte Mitteilungen find ausfchließlichan
45. Jahrff. Nr. 9/10 Profeflbr D. Titius in Göttingen, Nikolausberger Weg 66, rufenden. 29 Mai 192fl

-tu. uaiug. X+x* ^/w Reienfiotueaemplare ausfchließlich an den Verlag,- XVXdX 1UÄU

ReligionsgefchichtlicheBibliographie,
hrsg. v. C. Clemen I. II. (Titius).

Hör(t, Allgemeine Mythologie u. Religions-
wlffeafchnft (Haas).

Steinmetzer, Grundbefitz in Babylonien
(Meißner).

Arnold, Ephod and Ark (Greßmann).
Harari, Litterature et Tradition (Bifchoff).
Jaeger, Ift Jefus Chriftus ein Sugeflionsthera-

peut gewefen? (Titius).
Knopf, Einführung in das N. T. (Dibelius).
Leifegang, Der heilige Geilt I (Goedecke-

meyer).

Löffftedt, Kritifche Bemerkungen zu Tertul-
lians Apologeticum; Wohleb, Tertullians
Apologeticum; Raufchen, Florilegium Pa-
tristicum XII (v. Soden).

Woldendorp, De Incarnatione (Krüger).

Brentano, Byzantinifche Volkswirtfchaft(Ph.
Meyer).

Schnürer, Eine Freiburger Handfchrift der
Papllchronik des Bernard Gui (Wenck).

Walfer, Poggius Florentinus Leben u. Werke
(Brandi).

Störmann, Studien zur Gefchichte des Königreichs
Mallorka (G. Ficker).

Mayer, Mathias Grünewald (Stuhlfauth).

Luthers Vorlefung über den Galaterbrief
1516/17 hrsg. von v. Schubert (W. Köhler).

Hoen, Avondmaalsbrief 1525 hrsg. v. Eekhof
(Derf,).

Schlatter, Luthers Deutung des Römerbriefs
(Derf.).

Müller, Luther und Tauler (Derf.).

Eck, Defensio contra amarulentas D. Andreae
BodensteinCarolstatini invectiones (1518) hrsg.
v. J. Greving (Barge).

Chronika des weiland Reiterknecht Ambrosi
Schwerter (Boffert).

Eckart u. Schlipköter, Reformatoren u.
Reformation, Unfer Martin Luther (Schornbaum
).

Pädagogifche Forfchungen u. Fragen H. 2,

3. 4. 6. (R. Schmid). 1 Bibliographie.

Schleiermachers Briefwechfel mit feiner
Braut hrsg. v. H. Meilher (Vietor).

Schulz, Aus Fichtes Leben (E. Hirfch).

Bonwetfch, Gotthilf Heinrich Schubert in
feinen Briefen (H. Hoffmann).

TJmfrid, Da die Zeit erfüllet ward (TitiusI.

Hafe, Ideale und Irrtümer (Derf).

Zahn, Bibliographie (Derf).

Römheld, Sechs Lebensbilder aus d. innern
u. äußern Million (Knoke).

Baltgen, Die römifche Frage 3. Bd. (Mulert).

Der unfichtbare Tempel hrsg. v. Horneffer
Steinmann).

Külpe, Einleitung in die Philofphie v. Meffer
(Goedeckemeyer).

Hönigswald, Philofophifche Motive im neuzeitlichen
Humanismus (Troeltfch).

Philofophifche Bibliothek, Feldausgaben
(Titius).

Schulze, Grundriß der evangel. Dogmatik
(Wendland).

Rellgionsgerchichtliche Bibliographie. Im Anfchluß an das Archiv i Arnold, Prof. William R.: Ephod and Ark. A study in the
f RcligionswilVenfchaft, m. Unterftützg. v. C. Bezold A. records and religion of the Ancient Hebrews. (Har

Bruckner, W. Caland ufw^^ vard Theological Studies III.) (170 S. m.* I Bei-

Faber, R. Ganfchinietz ufw. hrsg. v. C. Clemen. Jahrg. . , Q &____ •) vyw "■• 1 x>ci

lage-) gr- 8 • Cambridge, Mass., Harvard University
Press 1917.

Dies Buch, das mir erft Ende Januar 1920 zur Re-
zenfion zugegangen ift, kommt zu folgenden Ergebniffen:

I u. II, die Literatur der Jahre 1914 u. 1915 enth. (VIII, 53 S.)
8». Leipzig, B. G. Teubner 1917. M. 3 —

Die Bibliographie enthält ca. 1600 Titel und liefert eben
damit den Beweis ihrer Unentbehrlichkeit für alle, die auf dem

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Gebiete der Religionsgefchichte arbeiten. Wann wird es gelingen ^ach den beiden allein maßgebenden Stellen Sam. I.2,i8
für die theologifchen Disziplinen _einen ebenfolchen Erfatz für « a»*v?„u~a cZ

den Theolog. Jahresbericht wenigftens in bibliographifcher Beziehung
zu gewinnen?
Göttingen. Titius.

Horft, Emil: Allgemeine Mythologie und Religionswifrenrchaft 1917.
(31 S.) gr 8". Leipzig, O. Hillmann 1918. M. 1.20

Dem Bibliographen, der aus feiner Rolle fiele, wollte er lieh
zum literarifchen Richter aufwerfen, darf es kein Gutes und kein
Schlechtes geben. So werde ich's, obfehon fie als eine Veröffentlichung
des meiner Leitung anvertrauten Staatlichen Forfchungs-
inltituts für vergleichende Religionsgefchichte an der Univerfität
Leipzig ausgeht, wohl geschehen laffen müden, daß im nächften
Jahrgang der von Kollege Clemen-Bonn herausgegebenen ,Reli-
gionsgel'chichtlichen Bibliographie' auch Emil Horft mit diefem
feinem ,Ergebnis einer langjährigen und mühfeligen Gelehrten-
und Forfchungsarbeit' figuriert. Hier brauch' ich's nicht zu
unterdrücken: es wird das unverdiente Ehre fein.
Leipzig. H. Haas.

i zur Kamtenzeit. Nach den log. orenzite.nen aarge.tein
7 Abbildgn. (Der Alte Orient 19. Jahrg., Heft 1/2.) (32 SO
8». Leipzig, J. C. Hinrichs 1919. M. L20

i Anfchluß an feine Differtation (BA. VIII, 2) gibt hier

Steinmetzer, Prof. Dr. Franz X.: über den Grundbefitz in Babylo
nien zur Kaffitenzeit. Nach den fog. Grenzfteinen dargeftellt
Mit
gr. 8o.
Im /

St. eine ZuTammenftdlung^über"^ j" Babylonien

zur Kaffitenzeit nach den fog. Grenzfteinen. Irgend etwas Neues
bringt er in feiner kleinen Studie nicht; denn auch das Auftauchen
der Sippenwirtfchaft in diefer Zeit war ja fchon von Guq
bemerkt worden. Der wertvolle Inhalt der Grenzfteine ift von
dem Verlader in kulturhiftorifcher Beziehung nicht im entfern-
teften ausgefchöpft worden, dagegen find direkte Fehler nicht
selten ftehen geblieben. Die Arbeit gereicht dem ,AIten Orient'
nicht zur Zierde.
Breslau. Bruno Meißner.

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II 6,14 und dem PK ift der Ephod ein linnenes Schurzfell
, von jedermann bei feierlichen Gelegenheiten vor der
Gottheit getragen. Wo der Ephod einen feften Gegen-
ftand zu bedeuten fcheint, ift das Wort vielmehr zu
ftreichen und durch ,Lade' zu erfetzen. Dann ergibt
fich plötzlich, daß der Ephod nichts mit dem Orakel zu
tun hat, wohl aber die Lade, die als Behälter für die
heiligen Lofe diente. Jedes Heiligtum hatte feine eigene
Lade, wie die richtig überfetzten und erklärten Texte
lehren. Die Ifraeliten übernahmen diefe Sitte von den
Kanaanitern. Daß es nur eine einzige Lade gegeben
habe, die aus der mofaifchen Zeit flamme, ift fpätere
Dichtung. — Exkurs I deutet Jahwe Zebaoth als den
kriegführenden Jahwe' (Yahwe Militant). Exkurs II überfetzt
die fchwierige Stelle der Elephantine-Papyri Sachau
I i6f.: ,Wir beteten zu Jahwe, er möchte uns jenen hün-
difchen Widernag zeigen, wie die Ringe von feinen Füßen
geriffen (d. h. wie er feines Ranges beraubt ift)' ufw.;
die Perfekta find alfo nicht erzählend, fondern befchwö-
rend aufzufaffen. (Nöldeke Syr. Gram. S. 260). Außer
dem Index ift eine Tafel beigefügt, die eine Überficht
über im alten Teftament gibt.

A. geht aus vön I. Sam. 14,18, wo MT .Lade Gottes', LXX
.Ephod' lefen. Während man bisher MT nach LXX verbelferte und
.LadeGottes' für fpätere dogmalifebe Korrektur hielt, kehrt A. das Verhältnis
um und erklärt .Lade Gottes' für die ältere und beffere Lesart.
Daraus fchließt er: Dann muß es außer der Lade aus Silo, die damals
in Kirjath Jearim ftand, noch andere Laden gegeben haben. Soweit
ftimme ich A. zu, ich darf hinzufügen, daß ich unabhängig'von ihm
auf denfelben Gedanken gekommen bin, wie mein demnächft erfcheinen-
des Buch üb«* ,die Lade Jahwes und das Allerheiligfie des falomoni-

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