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Ausgabe:

1918

Spalte:

194-195

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Fischer, Oskar

Titel/Untertitel:

Orientalische und griechische Zahlensymbolik 1918

Rezensent:

König, Eduard

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Seite 1, Seite 2

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Begründet von Emil Schürer und Adolf Harnack
Fortgeführt von Professor D. Arthur Titlus und Professor D. Hermann Schuster

Jährlich 26 Nrn. Verlag: J. C Hinrichs'fche Buchhandlung, Leipzig Halbjährlich 10 Mark

/0 T Manufkripte und gelehrte Mitteilungen find aus fehl ießl ich an n„ T , „

4 J. Jahrg. Nr. 15 16 Profeflbr D.T.tm. in Gottingen, N.kolausberger Weg 66, lu fenden. 27. JUil 1918

o a»x . AvJ XKJ. Rezenfionsexemplare ausfchließlich an den Verlag.

Auflätze zur Kultur- und Sprachuefchichte vornehmlich
des Orients, E. Kuhn zum 70. Geburtstag
(Franke).

Fifcher, Orientalifche und griechifche Zahlen-
fvmbolik (König).

To'rczyner, Die Entftehung des femitifehen
Sprachtypus (SchwaUy).

Schmidt und Kahle, Volkserzählungen aus
Palältina (Ungnad).

de Z waan, Het evangelie van Lucas(Windifch).

v. Veldhuizen, Paulus' brieven aan de Korin-
thiers (Windifch).

Stofch, Die Entftehung der Bibel (W.Bauer).

Deuffen, Allgemeine Gefchichte der Philo-
fophie II, 2, 2 (Scheel).

Kaufmann, Handbuch der altchriftlichen j Ficker, Martin Bucer (Boffert).

Epigraphik (Diehl) Löbe.DieReformation in Altenburg (O. Giemen).

Victorini Opera ed. J. Haussleiter (VV. Bauer).
Supplementum Psalterii Bononiensis ed. Jagie

(v. Dobfchütz).
W. Müller, Der Staat in feinen Beziehungen

zur tätlichen Ordnung bei Thomas v. Aquin

(Troeltfch).

Schindler, Die Gaben des Hl. Geiftes nach

Thomas von Aquino (Scheel).
Divus Thomas. Jgg. III und IV (Scheel).
Paafche, Luther (Scheel,.
Bonwetfch, Wie wurde Luther z. Reformator

Dorn, Der Sang der Wittenberger Nachtigall

in München (Schornbaum).
Conrad, Der Proteltantismus in Bayern (Derf.).
Germania Judaica (Bifchoff).
Warmuth, Soeren Kierkegaard — ein Seel-

forger für die Seelforger (G. Naumann).
Lehmen, Lehrbuch der Philofophie I (Horten),
Heußncr, Die philofoph. Weltanfchauungen

(Strunz).

■ 1 1 n ■ . ■ 1 1 , 1 1 11 iv ui CiL » - 1 . ; 1 ■1 1 1 ■ 1 ■ ■ 1 iiiuvwi . .

(Derf.). fromme!, l'Experience chretienne (Lobftein).

Bothmer, Luther imLichte der neueren For- Doekes, Het kerkelijk doctorenambt (Regula),
fchung (W. Köhler). | Wichtige Rezenlionen. — Neuefte Literatur.

Auf lätze zur Kultur- und Sprachgelchichte vornehmlich des Orients.

Ernft Kuhn zum 70. Geburtstage am 7. II. 1916 gewidmet
v. Freunden und Schülern. München 1916.
XXV, 523 S. m. 1 Bildnis u. 2 Taf.) Lex. 8°. Breslau,
M. & H. Marcus 1916. M. 25 —

Der hier anzuzeigende von L. Scherman und C. Be-
zold zuftandegebrachte und herausgegebene fehr anfehn-
liche Sammelband hat nicht nur indirekt große Bedeutung
als Beweis für den weitreichenden Einfluß des Jubilars
als Gelehrter und Menfch, fondern ift auch an fich von
beträchtlichem wiffenfehafthehen Werte, gereicht alfo dem
Forfcher, dem er als Feftgabe dargebracht ift, doppelt
zur Ehre. Deffen Bild ziert die erfte Seite. Ein kurzer
Abriß der Gefchichte feines Lebens und Wirkens von
HannsOertelfülltS. IX—XI und ein Verzeichnis von Kuhn's
Schriften von Karl G.ZiftlS. XII—XXV. Die Zahl der beige-
iteuerten Abhandlungen iftöo, von denen hier, der Anordnung
der Redaktion und des Verlages entfpechend. mit Rückficht
auf die Papiernot nur die die Lefer diefer Zeitfchrift dem
Thema oder Inhalt nach befonders angehenden hervorgehoben
und auch diefe nur genannt, nicht befprochen werden
können: E. Windifch, Brahmanifcher Einfluß im Buddhismus
; A. Hillebrandt, Zur Kenntnis der indilchen Materialiften
; H. Jacobi, Über das Verhältnis des Vedänta zum
Sänkhya; L. von Schroeder, Lebensbaum und Lebensraum
(Uber den Sinn des Lebens- und Weltbaumes
fchon Ref. im Auffatze ,Kant und die altindifche Philofophie'
in ,Zur Erinnerung an Imanuel Kant' hgb. von der Uni-
verfität Königsberg, Halle a. S. 1904, S. 118. f.; ferner in
der Wiener Zeitfchr. für die Kunde des Morgenl. XXVIII,
1914, S. 354, was L. vonSchr. entgangen ift,); I. Goldziher,
Zauberkreife; C. H. Becker, Ubi sunt qui ante nos in
mundo fuere; G. A. van den Bergh van Eyfinga, Tiele
über Chriftentum und Orient; E. Berneker, Ein llavifcher

Skizze; W. Foy, Über das indifche Yoni-Symbol.— Ginge
es nicht nach dem Inhalt, fondern nach der Wichtigkeit
der Artikel, fo müßten noch zwei oder drei andere bedeutende
hier genannt werden.

Königsberg i. Pr. R. Otto Franke.

Filetier, Prof. Oskar: Orientalifche und griechifche Zahlen-
(ymbolik. Ein Beitrag zu meinem Syftem der alttefta-
mentl. Zahlenwerte. (59 S.) 8°. Leipzig, M. Altmann
1918. M. 1.50

Seinem vorjährigen Buche ,Der Urfprung des Judentums
im Lichte altteftamentlicher Zahlenfymbolik', das
in Nr. 2 beurteilt worden ift, hat Fifcher (in Döbeln) eine
Fortfetzung in dem Buche folgen laffen, deffen Titel oben
zitiert ift. Darin bedeutet ,orientalifch' im wefentlichen
hebräifch. Auch jetzt meint er ja, hauptfächlich an alt-
teftamentlichen Namen zeigen zu können, daß der Ziffernwert
ihrer Buchftaben bedeutfam fei. Prüfen wir diefe
Meinung noch einmal! Nachdem er im früheren Buche
feftgeftellt zu haben meint, daß 13 der Jahwefaktor' fei,
obgleich mm vielmehr den Ziffernwert 26 hat, wendet
er dies jetzt z. B. fo an: ,Monogrammartig kommt die
13 vor wie andere Faktoren. Als folcher dreiftelliger
Faktor nimmt fie die Form 131 an, z. B. in Aaron pl.
2x131, der fleh felbft, und im Laien Arawna, der das
Seine dem Herrn zur Verfügung ltellte (Tempelplatz,
Habe II. Sam. 24). Den Wert 131 ohne andere Faktoren
hat Gibeon mit feinem Jahweberg, auf dem 7 Sauliden
,vor Jahwe' ausgefetzt werden II. Sam. 21. Eerner hat
,Elia der Thisbiter' in diefem feinem vollen Namen (I.
Kön. 17,1) den Zahlenwert 12x131, paffend für Jahwes
einzigen Getreuen in böfer Zeit' (S. 7). Wieviel Rätfei
werden wieder in diefen Worten nicht gelöft, fondern
aufgegeben! Denn weshalb foll die 13 als dreiftelliger
Göttername; W. Geiger, Hüniyam, ein Beitrag zur Volks- ! Faktor die Form 131 annehmen? Was hat 131 mit 13

künde von Ceylon; B. Laufer, Ethnographifche Sagen der zu tun? Wofteht, daß der Kanaaniter Arawna das Seinige
Chinefen; C. Bezold und Fr. Boll, Eine neue babylonifch- 1 Jahwe zur Verfügung (teilte? In 2 Sam. 24,23 wird vielmehr
griechifche Parallele; A. Helfenberg, Kriegsgottesdienft in gelefen: ,Alles gab der König Arawna dem Könige

Byzanz; J. Charpentier, Bemerkungen zum Phyflologus;
H. v. Glafenapp, Lehrfätze des dualiftifchen Vedänta
(Madhvas Tattvasamkhyäna überfetzt und erklärt); E. H.
Mueller, Devarakumda, der Göttertopf, ein Beitrag zur Gefchichte
der Hausgötter Südindiens; R. O. Franke, Der
jNegativismus' in der alten Buddhalehre; Fr. Heiler, Die
buddhift. Verfenkungsftufen, eine religionsgefchichtliche
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(David)', und er nennt Jahwe den Gott Davids (ebenda 1,
aber nicht feinen Gott. Inwiefern hat latöfln ?mbs, felbft
wenn man dies als den vollen Namen diefes Propheten
anerkennen dürfte, während derfelbe doch tnB3K heißt, den
Ziffernwert von 12x131? Jene Buchftaben ergeben nur
den Ziffernwert 769, und darin geht die 13 nicht auf.
Übrigens war Elia nicht der einzige Jahwegetreue in jener

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