Recherche – Detailansicht

Ausgabe:

1916

Spalte:

438-439

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Cooper-Marsdin, A. C.

Titel/Untertitel:

The History of the Islands of the Lerins. The Monastery, Saints and Theologians of S. Honorat 1916

Rezensent:

Ficker, Gerhard

Ansicht Scan:

Seite 1, Seite 2

Download Scan:

PDF

437

438

bietet xijq yijq . . . öiave/irjUeianq, eiae verftändliche Konftruktion.
8. 387, 18 lag kein Grund vor, die Lesart von P xaxavoi'jOOuev mit
Steph. in xaxaroyOwuev zu verändern. Zu dem Futur, in der Bedeutung
.wollen' vgl. 401, 31. 408, 29. 428, 32. S. 387, 26 ift die Lücke wohl
etwas größer, es fehlt noch ein Adjektiv zu öiöaoxaXlatq, etwa (ßelaiq).
s- 393, 15 ift hinter avÖQwv wohl (Stojv ycbpa) ausgefallen, wie die
folgenden Worte Z. 16 fchließen laffen. S. 396, 12 f. Hinter yeyvßvao-
ulvoiq fetze ich einen Punkt und ftelle das Folgende fo her: (ovxe öl
Inl xijq dageiov ßaatl.etaq,) xaS-' )}v 6 Z. nnoa>rjxevei{ ovöl inl Maxe-
öövo)v, and 'AXe§ävögov . . . nanaxalHiatjq (xijq ctpxffc,) t°jv . . .
8. 405,23. Daß avxvjv fich auf die Juden beziehen könne, wie II.
meint, ericheint mir unmöglich, da fofort roü dt- 'lovöalojv ellvovq folgt,
während der Name 'lovöaioi nicht vorausgeht. Ich verbeffere: tlq xbv
abzäiv (xüjv uyltov) fxexaaxuvxwv xhjpov, vgl. Z. 14f. S. 408,4 füge
hinter xvglov (e'ivai) ein. 8.413, 21 ff. ist eine fehlerhaft überlieferte Stelle,
an der ich nur folgendes zu beffern weiß (Z 22f.): diq övvaottat xal
nbllev (ein naoeihifi/ilvov) Inujnxtjaavxaq xxX., vgl. Z. 19. 8. 413, 31
korrigiere inl zu negl, H. vermutet dasfelbe 430, 25. S. 420, 6 fchalte
ich (cüV) vor al ulv und Z. 7 (ovoai) vor xüjv aptozepüjv (seil, övvä-
tieajv) ein. S. 428, 14 de xovxw] 6ij XtfVXtp beffer. S. 432, 20 öieyelpvjv,
richtig überliefert, bezieht fich wie tprjaiv Z. 21 auf den durch den Propheten
redenden ileov Xbyoq, vgl. Z. 27 und 433, 13 IT. S. 437, 2 t ift nach
8. 427,20 eher (neneöijulvoi xal) einzufetten. S. 450, 29 IT. erfcheint
unrichtig behandelt. Der Wortfülle des Eufebius enttplicht der Zufatz
oieo&ai, der nicht zu tilgen ift; dahinter fehlt aber (öet) = >man muß
glauben, daß die Feinde angenommen haben, fie würden die Kraft des
Namens Jefu vernichten, wenn «. Hinter avxü) ift Punkt zu fetzen, da
mit xovxo öi/ ovv . . . offenbar ein neuer Satz beginnt. S. 456, 23f. Wenn
etwas zu ändern ift, dann doch wohl ujq hv llqoiiaXio'llvxaiv xüjv xaxa
zbv xbnov, aber nicht ujq av It-oualiofteTev (od. It-opiaXia'eeln) xä
xaxä x. x. mit IL, der dies unrichtig von Iniaxrjoeiq abhängig macht.
Der Zufammenhang ift: >ob dies aber nicht auf Chriftus, fondern auf eine
andere Perfon zu beziehen ift, das wirft du (der Lefer) ebenfalls wahrnehmen
können, da diefe Stelle von mir (eiicn) erklärt ift<. S. 465, I ff.
Hier ift Inav — vnboyoitv unmöglich, vgl. Z. 7. Der Optativ ift mit
ujq 464,34 zu verbinden, alfo: ibe, xal — ötaoxeöao'l/jooiilvov, Inav

— xiunoägievoi ■ . ■, xijq a<püjv övaa. xijv nn. axiulav vnbayoiev. Die
Lücke kann nach 463. 12 etwa fo ergänzt werden: öüjOiv »abxa elq xbv
äypbv xov xepaulwq*,). S. 482, 29 x>)v uezä P uexa xljv Heikel xfjv
fiexä (xf/v) beffer; das Komma Z. 30 ift zu (Deichen. S. 485,8b lies:
iv avxib (xüj) xagxäptp. S. 487, 12. In der Z. 6 beginnenden Periode,
öle von dem'vorangeftel'lten ölov regiert wird, fehlt ein Partizipium, nämlich
: ölov avxovq — imoxniiovixüjq >v).axxelv< (Z. 9), oalvovxaq ulv

— ipnovQOvvxaq, >v).axxelv< öl, el apa (seil. vXaxxovat], elw&bxaq)
xaxa xü/v s§. imß. Zu der Ellipfe el dpa vgl. etnep dpa 498, 32.
S. 488, 19 b muffen die finnwidrigen Klammern geftrichen werden, denn
der mit 'onioq Z. 20 beginnende Satz ift von öieXetv abhängig; ferner
bedeutet hier ob xa&' l/uäq av ein >das dürfte nicht unfere Sache fein,
uns nicht zukommen«. S. 4S9, 2 fchreibe ich (npbq) avxbv i. Z. II fehlt
kein Infinitiv, wie H. meint, da xvva Uaväxov (wozu als Appofition xal
xovxov XQixl<palov gehört) von äva'QwyQaipelv abhängig ift.

Hinter dem Text find drei Regifter, der Stellen, der
Namen und Sachen und der Worte, angefügt. Von diefen
fcheint mir das erfte wohlgelungen zu fein. Bei dem
Namen- und Sachregifter bedauert Ref., daß der Herausgeber
von der in diefen Bänden fonft üblichen und bewährten
Anordnung abgewichen ift. Kloftermanns IV.
Band der Eufebiusausgabe hätte als Vorbild dienen follen.
Nun fehlt hier ein griechifches Namenregifter, das man
fchmerzlich vermißt, und das mit den Namen verbundene
Sachregifter ift von unnötiger Breite. Die Abfchnitte über
Chriftus, Gott, Juden, Mofes wären beffer für eine Inhaltsangabe
des Werkes in der Einleitung verwendet worden.
Dazu fehlen Namen, z. B. Bithynier 145,31, Kappadokier
und Makedonier 145,31, Makkabäer 384,29, Märtyrer
455,31 ff. Nero 275,35, Ptolemäer 145,27, die .Zauberer'
muß man unter den .Schwindlern' fuchen, und ein Ab-
fchnitt über Bibeltext, vgl. 467,1, ift nicht vorhanden.
Auch find die Stellen nicht vollftändig angegeben. Wo
dies abfichtlich gefchehen ift, hätte irgend ein Zeichen
angewendet werden follen. Bei Akylas fehlt: 237,6.240,
26. 370,32, bei Hades 484,1 ff., bei Symmachus 72,28.
240,28. 357,35, bei Theodotion 336,22. Das Wortregifter
ift in den Stellenangaben zuverläffig, bietet aber oft nicht
alle Stellen und läßt auch manche Worte weg, die man
gern verzeichnet gehabt hätte. Raum für diefe wäre nach
Streichung von vielen unnötigen Bemerkungen und Erläuterungen
vorhanden gewefen. Z. B. fehlt ajißlvcoxico
95,5, aXrjOzos 128,11, avasxXom 372,11 djtoxarctOraOig
191,31. 215,33- 252,12. 305,15, axpigxq (Xpiorov), das hn
Wechfel mit jiaoovöta und emcpaveia, 3XQmr,r) und öevreQa,
gebraucht wird, 191,12. 22. 271,1. 440,5. i4ff. 441,20.

j 445,2 yevvrina (Chriftus^ 194, 27. 211,19ff. ufw., oder der
j intereffante Ausdruck tö xov jcäöxce övßjtööiov 458, 3.

Zu dem Druckfehlerverzeichnis kann man noch Nachträge machen;
j ich bemerke z. B. folgendes. S. 9, 32 lies S-vyaxgouiq'taiq, 25, 29 pta-
1 ypfjuaai, 44, 8 xv/övxa, 47, 29 xal xb x., 86 App. II letzte Z. fehlt P,
I 87 App. II letzte Z. 1. livllpuonov, 95 find von 20 ab die Zahlen a. K.
i und im App. nicht richtig, 108, 8 1. evaeßetaq, 122, 20 anoxpiväuevu
: 153,17 äXkola, 167,9 ovy, 197,21 xegaxooxbnni elaiv, 215,8 bnua-

xloiq, 215, 20 dnevO-ivovxoc, 216, 18 neplqwaai, 219, 21 nvevua, 251, 16

ngoavarpaivel, 271,33 ävllgwnovq, 293, 23 yah'jvj/ (der Fehler auch bei
j DindorfJ, 309, 8 elöv)loXaXQÖ>v, 309, 24 xaxaoxnoarxu>v, 311, 22 xa&ea-

xujxaq, 314 App. II 4 fehlt P, 356 App. II fehlt Hkl. (oder Kl.?), 413
! App. III 1. 8 ft. 10 und fiige dann 10 ein, 419,22 1. fiijölv, 424,4 7lla'-
] chra;, 453, 16 aa<plaxepov (der Fehler auch bei Dindorf), 556 2. Sp. 1.

elöwXokäxprjq.

Die Verzögerung der Anzeige diefes fchon 1913 er-
fchienenen Buches erklärt fich daraus, daß Ref. 19 Monate
im I leeresdienft geftanden hat.

Weimar. Paul Koetfchau.

i Cooper-Marsdin, A. C, D. D.: The History of the Islands of
the Lerins. The Monastery, Saints and Theologians
of S. Honorat. (VI, 336 S.) gr. 8°. Cambridge, Uni-
versity Press 1913. s. 10.6

Diefes Buch will eine Lücke in der englifchen Literatur
ausfüllen, und, foviel ich weiß, gibt es ein ähnliches
zufammenfaffendes Werk in der deutfehen Literatur auch
j nicht. Das Hauptaugenmerk ift auf die Gefchichte des
j Klofters Lerinum (St. Honorat) gerichtet von feiner Gründung
an bis auf unfere Tage. Aber nicht nur dies wird
! behandelt, fondern auch die Vorgefchichte der Infel, auf
| der es fich befindet, die der Nachbarinfei Ste. Marguerite
j und der gegenüberliegenden Stadt Cannes, die das Mittel-
I alter hindurch dem Abt von St. Honorat gehörte, ja, da
es dem Verf. darauf ankommt, Lerinum als eine Pflanz-
ftätte von Bifchöfen zu fchildern und die von ihm ausgegangenen
Bifchöfe möglichft vollftändig zu charakteri-
fieren, die kirchliche und theologifche Lage der Provence.
In der Einleitung wird zum Verftändnis der nachfolgenden
Kloftergefchichte das Nötigfte aus der Gefchichte
des untergehenden römifchen Reiches und des aufftreben-
den Mönchtums geboten. Der Verf. unterfcheidet drei
j Perioden: die Zeit der Blüte, ,das goldene Zeitalter', von
der Gründung des Klofters bis zum Ende des 7. Jahrh.,
die Zeit des äußeren Glanzes bis zum Ende des 15. Jahrhunderts
, die Zeit des Verfalls und der Säkularifation bis
zur Gegenwart. Für die wichtigfte erklärt er die erfte
und widmet ihr den Hauptteil des Buches. Hier werden
die großen Theologen und Mönche, die Lerinum hervorgebracht
hat oder die mit ihm in enger Verbindung geftanden
haben, ihre Taten, Schriften und Gedanken eingehend
charakterifiert. Er beginnt mit Vincentius von
Lerinum, Patricius, dem Apoftel der Iren, Johann Caffian,
Plonoratus, gibt dann die Lebensbilder der Bifchöfe Cae-
farius, Hilarius von Arles, Fauftus von Reji, Lupus von
Troyes, Eucherius von Lyon und einiger weniger bedeutenden
Bifchöfe, und fchließt diefen Abfchnitt mit Salvi-
anus. Es mag bemerkt werden, daß der Verf. die Gelegenheit
benutzt, die verfchiedenen Hypothefen über den
Verf. des Symbolum Athanafianum bei den in Betracht
kommenden Perfönlichkeiten eingehend zu erörtern. Die
Gefchichte der Jahrhunderte vom 8. an ift etwas fkizzen-
haft behandelt; ich kann mir denken, daß fie ergiebiger
gemacht werden kann. Die Abtei ift 1871 von Zifterzien-
fern von der Kongregation von Senanqua erneuert worden
. Der Verfaffer hat feine Schilderung ausgeftattet mit
Abbildungen des jetzigen Klofters, der alten noch be-
ftehenden Kapellen, des Kartells, des Schreins mit den
Reliquien des Honoratus, der fich jetzt in der Kathedrale
von Gräfte befindet. Die Altertümer find kurz befchrie-
ben. Das Buch ift wohl nicht nur für Theologen berechnet
; fonft würde wohl die Erörterung der Frage nach dem
Manne mit der eifernen Mafke, deffen Kerker fogar abgebildet
ift, fehlen. Die Befuche Königs Eduards VII. in