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Ausgabe:

1913

Spalte:

681-682

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Frame, James Everett

Titel/Untertitel:

A critical and exegetical Commentary on the Epistles of St. Paul to the Thessalonians 1913

Rezensent:

Wood, Charles Travers

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Seite 1

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Theologifche Literaturzeitung 1913 Nr. 22.

682

nur für die große Einfchaltung Luc. 9, 57—18, 14 und ihre Parallelen The Introduction seems tO me tO be the best part

bei Matth, und Marc, fließt. 0f tbe book; his discussion is effective and clear, and he

So weit ich jetzt fehe, fcheint mir der Verf. damit ; says neither too much nor too little. The Commentary
durchaus auf dem rechten Wege zu fein, daß er die jtself is majniy a minute investigation of the usage of
fynoptifche Grundfchnft aus dem früher vielfach unter- , wordS( and an attempt (sometimes with tedious repeti-
fchätzten Luc. zu rekonftruieren fucht. Mit diefer Er- : tion and over-subtlety) to read a meaning into every
kenntnis ift für die Erforfchung des Lebens und der ; turn of ev phrase. These Epistles do not lend them-
Lehre Jefu viel gewonnen, z. B. für die Frage, ob Jelus i
feinem Tode wirklich Heilsbedeutung zugefchrieben habe,
wovon fich in der Grundfchrift noch nichts findet, oder

selves much to general notes: but our Editor, though
he is at his best in treating the apocalyptic passage of
11.2,1—12, gives us little help in determining St Pauls
conception of the Parousia in 1.4,13—18, and says scar-
cely a word about the development of the Apostle's views
in the later Epistles.

He accepts the genuineness of both our Epistles,
though with some hesitation about the second: he finds

, no difficulty in the alleged inconsistency between L 5,1—11
ftimmen und doch im einzelnen in dem, was er auf I „„^ it.

auch für die Zurechtlegung der geographifchen Ver
hältniffe feines Lebens. Denn Luc. 4, 44 ift deutlich eine
judäifche Wirkfamkeit Jefu inauguriert, in die nach
der Grundfchrift zum minderten die Ausfätzigenheilung
Luc. 5, 12—16, vielleicht auch weitere Perikopen zu fetzen
fein werden. Man wird aber der Generalthefe Sp.'s bei

ltimmen und docn im einzelnen in uem, was er aui and tt , ,_... b t v 7i ü- 7- J' 1 „

Rechnung der Urfchrift fetzt, vielfach anderer Meinung based on ib hÄIJki ^ t" to II,

fein können. Gelegentlich dürfte doch die Matth-Marc, ! ^ £^n™ J^^^^fl**
Uberlieferung die Grundfchrift getreuer konferv.erthaben , of two distjnct christian bodieCseP "Sonica g^
als der dritte Evangelift, fo etwa ,n dem Gleichnis vom In hig reconstruction of the his^inSon he is

unp-ewalkten Lappen oder in dem eschatologifchen Stuck An__j „ 1 • posiuon, ne is

vc^ VerS^ Auch ift mir nicht ficher, daß ■ Äa£%^^ He affirms without

GM fchon eine& Leidensgefchichte enthalten hat. Der ' ?r^^u°nvf £ S*Pru 's failure

Smeinfame Typus fchriftlicher Überlieferung bricht ! ° Tr^hl^ ^ ^ h°? l°d ,em

viefieicht fchon Luc. 22, 14 und Parall. ab. Auch Wehen : LfivS hl A nV^R '"slnuatlonsf of the
der Feldpredigt bei Luc. und der Bergpredigt bei Matth, i 8 th/ tl^F h * feV™,to.me

fcheint mir kein anderes gemeinfames Band vorhanden - p2'18 a%*2? emP£.asis on eya> «£? is merely to
zu fein, als die mündliehe Tradition. Des Verf.'s fchon ! ^° l 1 ^JT^^}:2'3^ l d°

früher gelegentlich dargelegter Verfuch, in Marc.3, 21 eine ! XJluX ^ ^Ku* 18 ^[ending h,mself to
lroßeöLücke nachzuweifen, dürfte nicht gelungen fein. ! £ein7 J.e,hasnHeen ^g^hem in Chapter I to Imitate

ö Mao mag den V. mit Sp. auf die Verfuche der "jünger beriehen, hf cheerful. endurance and honesty of purpOSe in face

das Volk zurückzuhalten, ftatt auf das Beftreben der Verwandten Jefu, | ol persecution and calumny; and in 2,3 and 5 he is

lieh feiner Perfon zu bemächtigen. Nur wird man fich dann, um das ' probably Warning them what eiTOrs tO avoid in imitation

«xoiaarrec begreiflich zu finden, entfchließen müffen, im Verfe vorher of himself.

auf Grund von D e go otW? zu ftreichen. Die Worte sXeyov y«o ort Professor Frame's view that tht» nlnral« An T r ■> »f,

«geben dann aber einen guten Sinn, ohne daß man vor $0X7, _ rroiessor P rame S View, tnat the plura S (in I. I,2ete)

eine Lücke anzunehmen braucht. Die Jünger halten das Volk für ver- | are n0t merely epistolary but mclude SllvanuS and Tl-

rückt, weil fein gefunder Menfchenverftand ihm fagen müßte, daß ein fo i mothy, forces him to COnclude that in 2, J Timothy is

vielfach von ihm in Anfpruch genommener Mann wie Jefus doch in called an ApOStle (see page I2Ö) — a view which is

jedem Fall Zeit und Gelegenheit zum Elfen behalten müßte surely against all the Other evidence

Die textkntifche wie befonders die fprachhehe Seite In L4>4 he takes ax£- to mean ^ and

der fynoptifchen Knük tritt leider in diefen Unter- that( whether it = 'body' or 'wife', its absolute use here
fuchungen zurück. Es hat mich aber fehr gefreut, daß is unique in the Greel/ Bible- ^ut fa j s , nere
bp. die erfte Aufzeichnung der Grundfchrift als in ara- Oxedo; is used absoiutely for <body< _ and this sure',5
mäifcher Sprache erfolgt anfleht Weshalb dann frei- helpS us to avoid the conclusion that St. Paul would have
lieh Marc.» und Luc. nicht direkt aus diefer Quelle, , Used a repulsive and derogatory word to denote the
fondern ein jeder von beiden aus einer anderen griechifchen wlfe in a Christian marriage;

Überfetzung geköpft haben follen lieht man nicht ein. in n. I; 5 and ! 1 his scholarship seems to be at fault

Sehr verdienfthch ift es_ auch^ daß Sp. mit dem alten , xa ^öy£r£ and xal xQooevXso&e cannot be rendered

'you too, as well as we, are suffering', 'we too as well
as you pray'; the Greek would require xai vfislc, xal

Ladenhüter der fynoptifchen Forfchung aufräumt, daß
der Stil des Luc. im Vergleich mit dem des Marc, der
gewähltere fein foll (vgl. S. 498). In Wirklichkkeit liegt
das Problem hier viel verwickelter. Für die Einzel-
exe°-efe fällt durch Sp.'s fcharf eindringende Unter-
fuchuno-en recht viel ab. Freilich muß auch hier der
Scharffinn des Nachprüfenden immer erft das wenig Zutreffende
von dem wahrfcheinlich Richtigen zu fondern
fuchen Alles in allem genommen haben wir jedoch in
dem vorlieo-enden Werk eine höchft anregende Arbeit
vor uns die des Dankes aller Mitforfcher fchon aus dem
Grunde' ficher fein kann, weil fie die vielen Eigenheiten
der lukanifchen Überlieferung im Unterfchiede von dem
der beiden erften Evangelien fehr deutlich heraushebt.
Königsberg i. P»j_____R. A. Hoffmann.

Frame, Prof.jämes Everett: A critical and exegetical Commentary
on the Epistles of St. Paul to the Thessalonians.

The International Critical Commentary.) (IX, 326 S.)
8°. Edinburgh, T. & T. Clark 1912. s. 10.6

Professor Frame has written a very careful and pains-
taking study of these Epistles; he gives proof of an
exceptionally wide acquaintance with the work of other
Scholars. ancient and modern.

rjfielq.

In II. 2, 3 he interprets aJtoöTaoia 'not of an apostasy
of Christians from their Lord, but of the apostasy of
the non-Christians as a whole'. But it is surely in-
credible that 'apostasy' can mean 'refusal to be converted'.

We have only room to notice one other point. On
pages 211—213 he follows Dobschütz in the view that
a TtvEvua can only be predicated of the believer, not of
the unbeliever. This seems to me to be opposed to the
teaching of the New Testament, and in particular of
St Paul: it leaves us asking how the unbeliever can ever
be converted if he has no share in the Divine xvev/ia.
Cambridge. C. T. Wood.

Schermann, Theodor: Ägyptifche Abendmahlsliturgien des
erlten Jahrhunderts in ihrer Überlieferung dargeftellt.
(Studien zur Gefchichte u. Kultur des Altertums.
6. Bd., i.u. 2. Heft.) (VIII, 258 S.) gr. 8». Paderborn,
F. Schöningh 1912. M. 8.40

Schermann beginnt nach kurzer Einleitung fein Werk

mit einer Befprechung des neu entdeckten liturgifchen