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Ausgabe:

1899

Spalte:

125-126

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Vorberg, Max (Hrsg.)

Titel/Untertitel:

Neue Christoterpe. Ein Jahrbuch. 20. Jahrg. 1899 1899

Rezensent:

Kühn, Bernhard

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Seite 1

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125

126

ins Jahr 400 fällt. Denn die Kunde von einem vor dem noch um kirchengefchichtliche Beiträge, von denen der
lode geäufserten Worte, hat der Verf. nach Lat. II Natur der Sache nach die meiften einen Anfpruch auf
(Rosweyd p. 997) nicht von Evagrius felbft, fondern von I den Werth felbftändiger Forfchung noch nicht einmal
einem der Brüder, qui circum eum erant et obseruabant ; erheben werden. Eine Ausnahme erfcheint uns nur der
eiim. Der griechifche Text fteht demnach hier durchaus j kleine Auffatz von Albert Nietzki über Georg von
nicht fefi. Aus dem berichtigten Text von liist. Laus, j Kunheim, den einzigen Schwiegerfohn Martin Luthers
folgt nicht einmal, dafs Palladius 394 bei Evagrius ge- I zu machen. Sein Umfang entfpricht den dürftigen Nach-

«,{* üher diefen ehrenfeBen Mann befitzen;

tolgt nicht einmal, dafs Palladius 394 dci r,vag..u3 gv- , " — ~~}-üheT dfefen ehrenfeBen Mann befitzt
Wefen fein wilL Auf ^S^J^^S^ ^J^Vm^yo^n] foviel wir wiffen, h«,
SS reW1C fU 1pB wa BiSiSs SSIh zum erBen Male gedruckt erfcheinen, verleiht der kurzen

• h tX hSt r**J> Xibt demnach nur die Studie einen kirchengefchichtlichen Werth. Vielen Lefern

wahrfcheinhch gemacht hat. Bleibt flefflaacn nur m Chriftoterpe würde der Verfafier wohl einen dankens-

Angabec. , Die ' 1« D enTeru-iefen haben, wenn er über die zahl-

Cod. Syr. Mus. Bntt. add. 12175 534 (.«• P-fö'> V' reiche Nachkommenfchaft, die von den beiden Töchtern
drei Texte find fonB nicht verwandt. Soll alfobe, der ^^^^^^^ Luther abdämmt, irgend
Ausladung d.efes PaffüS nur ein feindetZufcll^l^^^^S^^ f^'^^^
Spiel getrieben haben? Ich kann das m g auben. «^^^äe'A^el?%ren VercHenft dahin 2Ubeftimmen
Denn der Zufatz läfst lieh «Jig^^J^ : f^ft ded*7^-S!lS^rüild^tfg^
- das Comphment, meine Erklärung fei *w ^«Taus i in fchöner DarBellung einem gröfseren Leferkreife zugäng-
mufs ,ch leider ablehnen Ifidor wurde rn.t der ™s_ ™

boerates h e. VI 2 her bekJ^^SSSPtS^ und die fchwedifchc Reformation Paul Kaifer gethan,
kette verfetten Man hat die , dem feine Bekanntfchaft mit der fchwedifchen Literatur

Erklärung der Stelle im Briefe ^•ß^^S^ i zu Statten gekommen iB, um manches Einzelne herbei-
Hieron. 51,9) zu verzichten, wonach lUzehen was dem deutfehen Forfcher nicht ohne Weiteres

Jerufalem war - an einen vorübergehenden Aufentnat "Jgg^^r^; d ArtlkeI Hieronymus Savonarola
den B. p. 296 f. für möglich hält, hl nicht wfafte** | feul Wo 1 ff «ufa^mengeftellt, was ein gebildeter

dttnii die Warnung hiüfmlig war —;^ *■} ' fjf^ «rtz^nalsh £cfc^sim1&»^^tDuls?^^dB von des'Mannes Leben und
Jon in c. 1 anzunehmen. Mir fche.nt es auch etzt no^ ^

das einfachBe, das Letztere zu thun, danach auf das Jahr
388 als den chronologifchen Ausgangspunkt zu verzichten
und fich mit approximativen Anfätzcn zu begnügen.

Im Uebrigen will ich hier nochmals hervorheben,
dafs ich Dom Butler für vielfältige Belehr^ I ~" d^gen^^fdn." Die übrigen Artikel, die

regung dankbar bin, dafs ich ihm namentlich e ne Anzahl Jetaitrt es g g berühren, enthalten

von Berichtigungen in manchenj^^iS^M^ I ^Ägef aus dem Amtsllben aus denen Jeher

Manches zu erlernen iB über kirchliche Sitte und Art
in weltfernen Gegenden, wie in der südruffifchen Steppe
Schrill) oder in einem verBeckten Dorf des Siegerlandes
Funke),' wie auch über die trübfeligen Schickfale eines
8 genienen. , vevan„elifchen Paflors in Spanien (Fliedner), bei denen

fchwicriger war natürlich der ähnliche Verfuch Leopold
Witte's, ebenfalls auf befchränktem Räume ein VerBänd-
nifs deffen herbeizuführen, was die Philofophie Jakob
Böhmes bedeutet. Soweit das überhaupt gelingen kann,

—. «.,^, icmigungen in iuo""11-" -- -- ,
und dafs ich mit Freuden in feiner Arbeit eine energifche
Förderung diefer Studien begrüfsen darf. Seiner zu erwartenden
kritifchen Ausgabe der historia Lausiaca darf
man nach diefer Vorarbeit mit vollem Vertrauen ent-

DarmBadt. Erwin Preufchen.

cvanvemciicu •-- ~ r----- > .— " r 11

aber doch der Reiz der Darstellung eine grofse Hauptfache
iB und die Unterhaltung des Lefers, wenn auch
im edelBen Sinne gefafst, als Hauptzweck erkannt werden
mufs.

Dresden. Dr. phil. B. Kühn.

Bibliographie

f. die

Neue Christoterpe. Ein Jahrbuch begr

Kögel, Emil Frommel und VvVhe ^
gegeben von Max Vorberg. Brome , ^ M $
1899. (VIII, 437 S- 8) . ■.f.-(JP BeBreben

Der Herausgeber hat heran- yon Lic ^ Paul Pape, Zeh.endorf be, Berta,

gehabt, Beiträge von »W^irtS Klang hat, hat uns £cutfcbc »Literatur,

zuziehen, deren Name einen erleichtert, indem (Centime

aber unfere Anzeigepflicht nich,f^rklugen Kalender- ^niv^^^^^^g^m^t grSj 3. 60
dabei ganz von felbcr der Grundsatz der k ^ und 0emrfnde. Darmftadt jgaJroBSi In den erften Jahrhunderten.

fchreiSr befolgt wurde, vor ^Jg^it« jenem ; **lper*, 1-^^

Gefchichten zU8 berückfichtiger. Auch . ^ ^^A^- *- ^^cSsUiXt &^

BeBreben der theologifche Anflug, den fchci,,barke.t Ä/^^fi X. W/«/.

terpe von jeher gehabt hat, faB bis «' d Buches, ^„^„„« catsart" Xlj^v n Rect„suU <t commtn-

•^urückgew&en. 8Auf ^Ä^IS^ nicht allen I ^*ff^P^$J^ O. Kreyta, fjXLV^

Uteraturzeitung eine ft^*,^ffi55äi^ SkifCn
hoher Gedichte und in ihrer Ar. recn hu machen
unmöglich zum GegenBand J*T.ffi£dea ReB folcher
Eaffen wir nun den für «ns übrig bleiben ^
Artikel in's Auge, deren Erwähnung in können

"Othwendig Oder g > Wn u. des chemai. Fra.isUanerUoaers dafelbü. Speyer ,899.

wir uns des ^fi^%^^atü diesmal nicht be s ^

einzelnen theologifchen Discipnneu f a„c:lpcr.inP

sehor geben könnte, hat das fclbBverBändlich keinen ^ o. gr. 0-J

f-mflufs gehabt Aber wir können für eine theologifche Oregont Bar-Hebraei, Abulfaragii, Mafrioni Orienlis, Kithabhä Dhiyaunfi

---u r„ tr^flf. se" Mfr columbat. hd. C. CarddU. Rom 1899 (Loefcher & Co.).

(VII, 107 u. IV S. gr. 8.) 6.40
Ein Jerufalem- u. Sinaipilger aus Zürich im 15. Jahrh. Der Predigermönch
Felix Schmid. {FBI. Frater Felix Fabri.) (Neujahrsblatt auf d. J.
1899. Zum Bellen des Waifenhaufes in Zürich v. e. Gefellfchaft hrsg
62. Stück. Als Fortfelzg. der Neujahrsblätter der ChorherrenlVube
No. tat,) Zürich 1899, Fäfi & Beer in Komm. 3 _

Minges, P., Beitrag zur pfalzifchen Kirchengefchichte des 17. u. 18.
Jahrh., fpeziell zur Gefchichte des ehemal. kurpfälz. Oberamtes Kaifers-

,, "'•"ich Liieoiogiiciicii t,uv,,pi...^» —--------- Jaeger. (III, 32 S. gr. 8.) I.

dienen; vielmehr, wenn wir von einer kurzen AUSleglinö ^fgW^ q# x., Zur Gefchichte der evangelifchen Kirchenverfaffung

der Stelle Jefaias 7, 1 — 9 abfehen, die gewifs vielen Leiern | Oefterreich. (Bis zum Toleranzpatent.) Mit Benutzg. handfchriftl.

QeS Buches für ihr VerBändnifs und ihre Erbauung Will- j Quellen. [Aus: Jahrb. der Gefellfch. f. die Gefch. des Proteluxntis-

k°mmen iB, fo handelt es fich diesmal überhaupt nur mus in Oefterreich'.] Wien 1S98, Manz. (VI, 184 S. gr. 8.) 3- —