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Ausgabe:

1899

Spalte:

353-355

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Reckendorf, H.

Titel/Untertitel:

Die syntaktischen Verhältnisse des Arabischen 1899

Rezensent:

Schwally, Friedrich

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Theologische Literaturzeitung.

Herausgegeben von D. Ad. Harnack, Prof. zu Berlin, und D. E. Schürer, Prof. zu Göttingen.

Frfcheint • Preis

«le 14 Tage. Leipzig. J. C. Hinrichs'fche Buchhandlung. jährlich 18 Mark

N°" 12. 10. Juni 1899. 24. Jahrgang.

eckendorf, Die fyntaktifchen Verhältnifse
GefS ^raljifchcn (Schwally). 1
^ enius' Hebräifches und aramäifches Hand-
Wörterbuch über das Alte Teftament, bearb.
KJon Buhl, I3. Aufl. (Schwally).

(o''edyi Studies in Hebrew Synonyms

(Schwally).
HP°Dacker

1 .------■> van> Le Sacerdoce Levitique dans

Die, .et <lans ''histoire des Hebreux (Baudifbn).

Corpus scriptorum ecclesiasticorum latinorum Bauer, Richard Rothe als akademifcher Lehrer

vol. XXXVilli: Itinera Hierosolymitana ] (üerf.).

ed. Geyer (Schürer). j Troeltfch, Richard Rothe (Derf.).

Holtzmann, R. Rothe's fpeculatives Syflem Mezger, Richard Rothe (Derf.).

(E. Chr. Achelis). Below, Die neue hiftorifcheMethode(Troeltfch).

Hönig, Richard Rothe (Derf.). Rickert, KulturwifTenfchaft und Naturwiffen-

Baffermann, Richard Rothe als praktifcher fchaft (Der!.).

Theologe (Derf.). Vowinckel.Gefchichte u.Dogmatik(Troeltfchl.

«"ich,T'nt«^ j Richard Rothe's Briefe an einen jungen Freund Gebhardt Chrifti Perfon und Werk in der

„gnechifchen Sprache (Blafs). (Derf-)- . ^ ^-

"«Uhaufen, Skizzen und Vorarbeiten, 6. Heft ! Flügel, Richard Rothe als fpeculativer Theo- , Kawerau Predigten auf die Sonn- und Feft-

(Schürer). löge (Derf.l. tage des Kirchenjahres (E. Chr. Achelis).

Ockendorf, H., Die syntaktischen Verhältnisse des Ära- j liehe Gottheit Subject fein?' Das ift im einzelnen Fall

bischen. Zwei Teile. Leiden, E. J. Brill, 1895 u. 1898. (IV,
S- '-264 u. VIII u. S. 265—831.)
bislang waren die von Europäern verfafsten Grammeines
Erachtens möglich. Im Allgemeinen fcheinen
mir aber Namen wie Tazid freie Femininbildungen nach
Jazid zu fein. Bei den fogenannten Diptota handelt es
, fich eigentlich um ein doppeltes Problem, was bei Recken-
atiken der arabifchen Sprache in fclavifcher Abhängig- dorf nicht genügend hervorgehoben Ift, das Fehlen der
£ 11 von den arabifchen Nationalgrammatikern befangen. Genitivendung auf i und das Fehlen der Nunation. Die
d as 'JI fehr begreiflich. Denn kein Volk der Welt hat beiden Erfcheinungen hängen innerlich nicht nothwendig
Sed k e°rie ^emer Sprache foviel eindringende und aus- zufammen. Auf keinen Fall glaube ich, dafs man allein
Auf Bearbeitung zu Theil werden laffen. Dem Ein- 1 vom Boden der arabifchen Schriftfprache aus je zu einem

n-at vCr modernen Sprachwiffenfchaft hat die Syntax befriedigenden Verftändnifs jener eigentümlichen Er-
hierU n den gröfsten Widerftand entgegengefetzt. Denn j fcheinung gelangen wird. — Der Syntax der Präpofitionen
,rnn Waren d'e Leiftungen der arabifchen Philologen am hat R. eine befondere Sorgfalt angedeihen laffen. Eine
da i?n'rena"en' Rs ^ deshalb ein fehr zeitgemäfser Ge- | Vollftändigkeit kann auf diefem weitfehichtigen Gebiete
nJ'ke Reckendorf's gewefen. die fyntaktifchen Verhält- nicht leicht einer erreichen. S. 195. Vor die Schwurpar-
v^se des Arabifchen felbftändig und in Anlehnung an die ; tikel ^ kann auch *J treten. &U«JI ^-J)ri- — S. 211,6
ö'eÄ6".^136^:1 der Indogermaniften darzuftellen. j j^jj, ^ tabarj l g 2 _ g l7^ , ßflqis
VZlrf an 'b im A lgeme nen vorzuglich gelungen. Der *» . . ■ e u iiTti i ...

-— 1 bei Brunnow 14, 5. — S. 229 oben JljJ! ykc sA-a^i-' =

l'b Aghani III 60, 28. >JJI **J Tabari II 542, 6
,in Gottesnamen'. — S. 249. Einfach zur Umfchreibung

erf hur r 1 -~m —

pfyci ,1 llcn mit eindringendem Scharffinne und mit feinem
fenkt °ng'fcIlen Verftändnifs in den Geift der Sprache ver-
abgej'a r "d er hat die Gefetze, welche er ihr in diefer Weife

alt ',at' durcrl eine reiche Beifpielfammlung aus ,
gegen(*,ren Literatur illuftrirt. Diefen grofsen Vorzügen des Gemtivverhältnifses fteht ^x, z. B. Beihaqi cod. Lugd
glaube kornmen einige Mängel, welche ich zu fehen i I29 ^ ^ j-o-aiw.

der v ' rw?Ln,kr 'n Betracht. Ich rechne dahin z. B., dafs Ganz an^zpirU.t ;n * tt . r u

Et „er affer flch öfters von der Speculation hinreifsen Zahlwort'<£gV v *U w ^^"8 über das
SSftlli "icht einfach genuR denkL Die ftreng wiffen- That das Frohlem HReckend°rf. Jheint mir hier in der
-na*thche s;„a-„-.a. ut ...t.ii«, ^n tT.h*1fl£*d uo. | 7a1° i!" Je" merkwurdigen Conftruction der

PraWv°ne %ftematik hat zuweilen den Uebelftand, un
■*"cht • ZU fei"' f° dafs das Nachrchlagen nicht immer

Zahlwörter im Semitifchen gelöft zu haben. Seine Meinung
ift kurz folgende. Die maskulinen Formen find die
älteren. In den Zahlen der zweiten Dekade, z. B. fljbtj
mtoy liegt ein Status construetus vor mit dem Sinn ,drei

dem muG mich im Folgenden darauf befchränken, aus

0.n reichen Inhalte des Buches einiges hervorzuheben der Zehnzahl'. Die Femininendung von irr»? erkläit
8 x- caus meinen eigenen Sammlungen zu ergänzen, fich daraus, dafs es ein .Zahlabftract' ift. Diefe Form
V5 S. 63 bezw. S. 85. Sehr feiten kommt es vor, dafs | w^de urfprünglich allgemein gebraucht, welches Ge-
K .m« dem Energicus conftruirt wird, Abu Zaid, Na- ; fchlecht auch das Gezählte haben mochte. Später —

Ddlr 2S. 10. 13, n. ,s und die Scholien dazu. - S. 143 &b"Z% urfemUiff;ner Zeit~ RlaubTe man die Re"
le vulob,^ c 1 1 ^ /- u u 1 nannte form nur noch vor weiblichen Numeranda ver-

Weiter f u S4pr ,che ^ ™ GeubraUChe V?" ff***, " 1 wenden zu dürfen und fchuf für männliche Nomina auf
r 8 co r u^' Lyi*^' das ich nur aus Pre.tag kenne. , Grund mechanifcher Anaiogje eine neue Form -(09 TOb«.
WorninT ,ht R- hinter das Geheimnifs der diptotifchen Sq hatten innerhalb der zwdten Dekade die Zahlen 3-9
a°er nur7" kommcn- Von feinen Ausführungen find mir dem Gefchlechte des Gezählten entgegengefetzte En-
^ ur zwei Punkte ficher. Einmal, dafs Nomina wie dungen bekommen. Diefer Gebrauch wurde von hier
gei" Rentl,cn Sätze darfteilen, deren Subjecte verloren j aus jn die erfte Dekade übertragen. Auf die Motivirung
Wie mgCn flnd- Zweitens, dafs die Elativform Juül irgend : der davon abweichenden Theorie bei den Zahlen ix, 12,
"aUf 1 de,n vierten Verbalftamm zufammenhängt. Well- 2, 3 gehe ich hier nicht weiter ein. S. 267 macht R. die
die j e" wirlt Altarabifches Heidenthum 2 A. S. 7 Anm. I 1 Beobachtung, dafs die Zahlwörter urfprünglich eine
ftehenag^ 3uf: )Aber daneben [nämlich neben Jazid u. f. w.J finnlichere Bedeutung gehabt haben müffen, ohne diefem
die Feminina Tazid, Taghlib: follte da eine weib- | intereffanten Problem weiter nachzugehen. Ich felbft bin

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