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Ausgabe:

1899

Spalte:

226-227

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Trenkle, Franz

Titel/Untertitel:

Einleitung in das Neue Testament 1899

Rezensent:

Schürer, Emil

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Theologische Literaturzeitung.

Herausgegeben von D. Ad. Harnack, Prof. zu Berlin, und D. E. Schürer, Prof. zu Göttingen.

Erfcheint Preis
alle 14 Tage. Leipzig. J. C. Hinrichs'fche Buchhandlung. jährlich 18 Mark.

N°- 8. 15. April 1899. 24. Jahrgang.

Kntifch-exegetifcher Kommentar über das Neue ! Scriptores sacri et profani fasc. II'. Patrum Ni-
leftament von Meyer, I, i: Das Matthäus- i caenorum nomina edd. Geizer, Hilgen-
kvangelhirn, 9. Aufl. bearb. von B. Weifs feld, Cuntz (Jülicher)

(Holtzmannj.

/Srer8' EWeitung in das Neue Teftament
^ (achürer).

oltzmann, Lehrbuch der neuteftamentlichen
Sehl gie' 2 Bde' (Baldenfperger).

niatter, Die Kirche Jerufalems vom Jahre
7°~I30 (Schürer).

Frankfurt, GregoriusdeMontelongo(Sternfeld).
Düker, Gisbert Voetius (Titius).
Cölle, Die guten Werke oder der VI. Artikel

der Augsburgifchen Confeffion (Titius).
Kahler, Dogmatifche Zeitfragen, 1. Heft
(Wendt).

Kahler, Zur Lehre von der Verföhnung (Derf.).

Opitz, Grundrifs einer Seinswiffenfchaft, 1. Band
(Ritfehl).

Waitz' Allgemeine Pädagogik und kleinere
pädagogifche Schriften, 4. Aufl. (Knoke).

Hübener, Das Gefühl in feiner Eigenart und
Selbftändigkeit (Knoke).

Denkfchrift des evangelifchen Prediger-Seminars
zu Friedberg hrsg. von Wilh. Weiffenbach
(Achelis).

Kritisoh-exegetischer Kommentar über-du Neue TesUment,

begründet von Heinr. Aug. W.lh. Meyer i.

lung, ,. Hälfte. - Das Matthäus-Evange .um

9- Auflage. Von der jr. Auflage an bearbertet ' n

Oberconf.ft.-R. Prof. Dr. Bernhard We.fs ff«***

Vandenhoeck& Ruprecht, 1898. (VII, 5"> s" g ' '

M. 7.— ; geD- iVi- 3
P Zum 9. Mal geht Meyer's Cog^^^.
Evangelium hinausr und zwar zum dritten Mai
arbeitung von B Weifs, die übrigens hier den w
^hen cLrakter der VorWge treuer bewahrt ha , a s be
fglich mancher fpäter bearbeiteten St"ck^ d jjef ° und
^r.tifch-exegetifchen Commentara;. ]m ^^chung
gaj"en kann man das auch nur billigen Die Ertoric b
"uferer Evangelien ift neuerdings *»rgQ™£e*chichtc,
Gebieten der Zeitgefchichte b«|r. R^gonaj ^
ferner der Textkritik und ^/^^fCfSm lofen

Schwimmer fleh erftmalig zu verfuchenha^n°nabfehbare ; heitsfragen überall in pofit.vem ^ne verlameK
fenn, ohne Gefahr zu laufen, J°{o\J?o™* der Lefer wird doch eimgermafsen onentirt uDl-r °

Stand der Fragen ««1 ^^jTSWBfctS
anderen Lager vorgeht, uei

Trenkle, Prof. D. P'ranz Sales, Einleitung in das Neue

Testament. Freiburg i. B. Herder, 1897. (XI, 487 S.
gr. 8.) M. 5.60; geb. M. 7.20

Die katholifche Theologie befitzt zwar, abgefehen
von älteren Werken, auch aus neuerer Zeit mehrere in
ihrer Art gediegene Bearbeitungen der Einleitung in
das Neue Teftament. So das gelehrte Werk desjefuiten
Cornely über das Alte und Neue Teftament {Historien
et critica introduetio in U. T. libros sacros, 4 Bände.
Paris 1885—1886) und die ,Einleitung in die heilige Schrift
Alten und Neuen Teftaments' von Kaulen (3. Aufl.
1890—1893). Aber bei dem fremdländifchen Urfprung
des erfteren und der knappen Faffung des letzteren wird
G*'an"l'n ,exeget'fchen Commentars'. Im Grofsen und eine neue etwas eingehendere deutfehe Behandlung des
en kann man das auch nur billigen. Die Erforfchunsr Gegenftandes in den betreffenden Kreifen gewifs willkommen
geheifsen werden. Es ift immerhin erfreulich,
dafs auf diefe Weife die katholifche Theologie einige
Fühlung behält mit der proteftantifchen Schriftforfchung
der Gegenwart. Dafs die Fühlung nicht allzu intim wird,
dafür ift ja geforgt.

Bezeichnend für den katholifchen Verfaffer ift, dafs
die Kanons- und Textgefchichte (S. 249—467) faft ebenfo

H,C1 en hinausgetrieben zu werden. Ueberd.es geniefs
rr Verf. ja des Vortheils, bezüglich der das Leben Jena

^etreffenden r/efchichtL und biblifch-theologifchen ^ ---......... u»

St°ffeauffc^ Aber auch ' Literatur auf proteftantifcher Seite wohl bekannt und

die immer dM^nfch^S^ ""d zugleich immCr 1 führt diefelbe reichlich an. Allerdings ift dabei die
Aeiter auseinanderftrebS der Neueren um | neuefte etwas einfeitig bevorzugt. Arbeiten, die mehr

UeberfetSUngsvaÄ I als zwei Decennien zurückliegen werden im Ganzen ft.ef-

^ySS^l^voTii^ 146, fogar die ganze ! mütterlich behandelt. Auf einzelnes einzugehen, hat hier
Menfchenfo „frai b eiben hieraus dem Spiele. Neu , weni g Zweck. ich möchte aber doch erwähnen, dafs der
h,?^gekommenHft im Grunde nur die Auseinanderfetzung | Verf. in Hni^n R™m r^Mia.

Nös feit T^9° erfchienenen Commentaren von Kübel,
laG.ge^ und dem Unterzeichneten. Der dadurch veran-

Verf. in einigen Fragen richtiger urtheilt, als wir es jetzt
bei manchen proteftantifchen Collegen gewöhnt find.

■Zuwachs" von To Mten v^eUt"fi«ÄgTeiämäftig I fm Takoh^ Schriftthums'

8 A, rf Ganze der neuen Auflage. Druckfehler der 5 ijofS'uu Ihatfache' genannt

geb1Sage find corrigirt, einige ältere aber auch flehen giefe?'Jl ^ T V, S T Verfaffers deS 1 frus"

v0n1,eben- wie S. 59 Theoka. Was im Vorwort über die So™ L V ^ « f" un"mwu.ndenKverkannt

Evan ^Verfuchte Cvnoptifche Erklärung der drei erflen , ?%t™hrf ??% r rtDyT% . t^^J'P
vanRel en rr«o,~. • 1 .r ■ u. j u ■ fun,., 1 z- retrusbnet (231). Gefahrliche Polgen für die P.chrheif

gewn?j gelagt wird, entfpncht der auch mir fühlbar ; Hiefer Hripf» ö,„~.vA r u ■ > rr u- i-ciuneir.
einem rCnen Unglin(t- lefenden Publicums gegenüber * SfSTJSSSwSS a t ^
0eni fo compendiarifchen Verfahren. ! t^khm^^Urf^mA forg5E>g und eingehend

Deiianoelt. Ein deutliches Bild von der allmählichen Ent-

flehung des Kanons enthält man freilich trotzdem nicht.

Etrafsb

urg i. E. H. Holtzmann.

Es wird das Hauptaugenmerk eben immer auf das gerichtet
, was den verfchiedenen Zeiten gemeinfam ift, fo
dafs die Thatfache, dafs es bis tief in's zweite Jahrhundert

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