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Ausgabe:

1895 Nr. 14

Spalte:

379-380

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Pfleiderer, Rudolf (Hrsg.)

Titel/Untertitel:

Die Bibel, das ist die ganze Heilige Schrift nach der deutschen Uebersetzung D. Martin Luthers. Mit Bildern der Meister christlicher Kunst. 89. - 100. Lfg 1895

Rezensent:

Schlosser, Georg

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Seite 1

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379

Theologifche Literaturzeitung. 1895. Nr. 14.

380

Raum verbietet es mir, hier eine Reihe von Proben aus I derer. 89.—100. Hft. Stuttgart, Süddeutfches Verlags-

Schmidt und Kurtz nebeneinander zu ftellen. Wer fich
aber davon überzeugen will, wie Schmidt den Gedanken
von Kurtz oft Satz für Satz folgt, der vergleiche einmal
5 72 bei Schmidt (S. 169) mit § 49 bei Kurtz, § 73 bei

inftitut, 1894. (N.T. S. 37—160. Fol.) ä M. —. 50

Vorliegende Hefte des III. Bandes führen das Neue
Teftament bis zum dreizehnten Capitel des Johannes-

Schmidt (S. 171) mit § 51, 1 bei Kurtz; g 74 bei Schmidt 1 evangeliums. Das Verfprechen der Verlagshandlung, den
(S. 173) mit 52 bei Kurtz; ebenfo erinnern bei Schmidt SS. I Umfang von 100 Heften jedenfalls nicht zu uberfchreiten,
132. 141. 142. 164. 166 u. f. vv. ftark an Kurtz. Ich glaube <• f aufo nicht emgehalten worden. Sie wird nicht zu be-
nicht, dafs wir hinfichtlich unferer Schulbücher vorwärts fürchten haben dafs die Abonnenten darob mit ihr
kommen, wenn wir in diefer Weife von bekannten und l^hen- ™ rsudoch die überaus reiche Ausftattung des
bewährten Büchern Ableger machen; aber leider ift das , Werkes mit fchönen und werthvollen B.ldern die feine
fall auf allen Gebieten de! Religionsunterrichtes der Fall. weiteP7 A"sd^hnTn? verfchuldet hat Selbft fo che Par-
Wir brauchen keine folche Dutzendwaare. Ich perfönlich tlen der Blb£bei dene/ ma" kaum, einewIUuftrra1t,on
halte den Abrifs von Kurtz, wenn ich auch in manchen «wartete entbehren des Schmuckes und der Veranfchau-
Stücken ihn mangelhaft finde, für ein befferes Schulbuch l'chung durch bildliche Darfteilung nicht. Dem darauf
als das Handbuch von Schmidt. Dies Urtheil, glaube ich, verwandten Bienenfleifs und Spurfinn des Herausgebers
kann nach den obigen Proben kaum widerlegt werden. ffebuhrt d?fur d'e hochfte Anerkennung Fr ift wie

vorauszufehen war, in ganz befonderem Mafse dem Neuen
Magdeburg. W. Bornemann. Teftamente zu gute gekommen, für das ohnehin die

___i Quellen reichlicher fliefsen. Neben den älteren Meiftern

, .. nnr- r, • .1 „± <- finden wir da die grofsen Meifter religiöfer Malerei in

Blanckmeister, Paft. Franz, Gustav-Adolf-Stunden. Samm- unfercm Jahrhundert, wie Overbeck, Cornelius, Führich.
lung von Vortragen über das Gultav-Adolf-Werk. Fun D]e perle von allem ift nach meinem Dafürhalten des
Handbuch für die Freunde desfelben. Hrsg. v. B. Letzteren Cyklus zum Gleichnifs vom verlorenen Sohn.
Leipzig, F. Richter, 1894. (VIII, 357 S. gr. 8.) M. 3. 50; 1 Giefsen. Gg. Schloffer.

geb. M. 4. 50___,

Miffionsftunden werden allerwärts gehalten. ,Zur ; Das Neue Testament. Mit Bildern der Meifter chriftlicher
Förderung der Guftav-Adolf-Sache hat man noch nicht Kunft. [Aus: .Illuftr. Hausbibel, hrsg. von Dr. Rud.
daran gedacht ähnliche Vorträge einzurichten .. Wenn Pfleiderer'.] i. Hft. Stuttgart, Süddeutfches Verlags-
Guftav-Adolf-Stunden bis heute in den allermeiften 1 c f i/r

Gemeinden noch nicht bekannt find, fo beruht dies im Inftitut, 1894. (12 S. Pol.) M. —. 50

wefentlichen auf dem Umftande, dafs diefelben in der Vorliegendes Werk ift eine Separatausgabe des dritten

Literatur bisher noch unvertreten waren'. Vielfache An- , Bandes der im gleichen Verlag erfchienenen .Illuftrirtcn
fragen an den Herausgeber haben ihn und den Verleger Plausbibel'. Die grofsen Vorzüge diefer fchönen Bilder-
veranlafst, ,die offenbare Lücke in der Literatur auszu- bibel find in diefem Blatte fchon fo eingehend gewürdigt
füllen und den Freunden der Sache einen Band kirch- | worden, und fie hat fich bereits fo viele Freunde erwor-
licher Vorträge über das Guftav-Adolf-Werk, fämmt- J ben, dafs es überflüffig erfcheint, noch etwas Befonderes

lieh im Anfchlufs an einen Bibeltext, vorzulegen'. Sie
haben gut daran gethan, fowohl der als Redacteur des
,Sächfifchen Guftav-Adolf Boten' wohl bekannte Herausgeber
, als der Verleger. Gediegenen Inhalt hat der eine,
hübfehe Ausftattung, verbunden mit billigem Preife, hat
der andere geliefert. ,In der Auswahl des Stoffes

zur Empfehlung diefer Separatausgabe des Neuen Tefta-
mentes zu fagen. Es ift jedenfalls ein glücklicher Gedanke
, folchen, denen die Ausgabe für das ganze Werk
unerfchwinglich ift, wenigftens die Anfchaffung des
Neuen Teftamentes zu ermöglichen. Es foll in 26 Heften
ä 50 Pfg. erfcheinen. So weit fich aus den bis jetzt

Giefsen. Gg. Schloffer.

kommen alle Seiten und Gebiete der Guftav-Adolf-Sache vorliegenden Heften erfehen läfst, wird die Ausftattung
zu ihrem Rechte*. Zuerft Guftav Adolf felbft, zu deffen drei- j gerade des Neuen Teftamentes mit Vollbildern (60—70)
hundertjährigem Geburtstage die Guftav-Adolf-Stunden und Textilluftrationen befonders reich ausfallen. Befon-
dargeboten wurden (S. 1—22); dann ,Allgemeines vom I ders die Gleichnifse des Herrn find in einer ganzen Reihe
Guftav-Adolf-Verein' (S. 22—91); ferner ,Erinnerungen j von fchönen und intereffanten Bildern zur Anfchauung
aus der Kirchengefchichte' (S. 91 —164) und endlich — ] gebracht.
last not least — ,Bilder aus der Diaspora' (S. 164—339).
Gar manche der Vorträge find Feftreden, die man, wenn
man fie gehört hat, fehr gern wieder lieft, in jedem Falle
aber mit Preude und Dank hinnimmt. Alle find getragen
von demielben Geifte, der einft den Retter der evange-
lifchtn Kirche Deutfchlands, den edlen Schwedenkönig
Guftav Adolf felbft erfüllte, von dem Geifte überzeugten
Glaubens und aufrichtiger Liebe zu den Brüdern. Befonders
ergreifend find die ,Bilder aus der Diaspora',

Bibliographie

von Cand. theol. Paul Pape.

Zehkndorf bei Berlin.

jCcutfcbe «Literatur.

Baum, J., Der Univerfalismus der mofaifchen Heilslehre in feiner ethi-

VOr allem ,Weftpreufsifches Elend' von Oberconfiftorial- 1 fchen, focialen u. allgemein culturhiftorifchen Bedeutung. Eine po-

rath Koch in Berlin und ,Aus der Pofener Diaspora' pulär-wiflenfchaftl. Abhandig. Frankf a. M., Kauffmann, 1895. (76 S.

von Oberconfiftorialrath D. M. Reichard in Pofen. ßr' 8-} _ 2-

Möge diefem erften vortrefflichen Bande recht bald, Ueyer> f- ^ *?*5 Ver ^^«SÄh^«^^GT,2,,, M'

j u „ u , TL « u. 9 Bildern. Berl., Buch-u. rractatgeiellich., 1895. (VII, 350 b. gr. 8.)

wie es der Herausgeber in Ausficht ftellt, ein zweiter , * 3. geb. in Leinw 4 —

Band folgen! Denn daran ift nicht zu zweifeln, dafs die j H u der P het Voll d. Verf. des Propheten Habakuk.' Berk,
Guftav-Adolf-Stunden diefes erften .Anklang' finden
werden.

Crefeld. F. R. Fay.

Die Bibel d. i. die ganze Heilige Schrift nach der deutfehen
Ueberfetzung D. Martin Luth ers Mit Bildern der
Meifter chriftlicher Kunft. Hrsg. von Dr. Rud. Pflei-

Buch- u. Tractatgefellfch., 1895. (In> «52 S. gr. 8.) t. —

Luthardt, Ch. E., Die Briefe des Johannes, ausgelegt. [Aus: .Strack-
Zöckler's Kommentar *• den hl. Schriften A. u. N. Teftaments'.]
2. Aufl. Münch., Beck, 1895. (72 S. gr. 8.1 I. 20

- Der Römerbrief, ausgelegt. [Aus: ,Strack-Zöckler's Kommentar zu

den hl. Schriften A. u. N. Teftaments .] 2. Aufl. Münch., Beck,
1895. (168 S. gr. 8.) 2. 80

Schnedermann, G., Die Korintherbriefe, ausgelegt. [Aus: ,Strack-Zöck-
ler's Kommentar zu den hl. Schriften A. u. N. Teftaments'.] 2. Aufl.
Münch., Beck, 1895. (251 S. gr. 8.) 4. —