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Ausgabe:

1895

Spalte:

1-3

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Bachmann, Johs.

Titel/Untertitel:

Alttestamentliche Untersuchungen. 1. Buch 1895

Rezensent:

Siegfried, Carl

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Theologische Literaturzeitung.

Herausgegeben von D. Ad. Harnack, Prof. zu Berlin, und D. E. Schürer, Prof. zu Kiel.
alle^i^Tage. Leipzig. J. C. Hinrichs'fche Buchhandlung. jährlich 18 Mark.

N°- 1.

Bachmann, Altteftamentliche Unterluchungen
(Siegfried).

Rohrbach, DerSchlufs des Markusevangeliums

(von Soden).
Bernard, On the Domnach Airgid MS (Bouffet).
Bernard, On the Stowe St. John; On the

Citations from Scripture in the Leabhar Breac

(Derf.).

Harris, Four Lectures on the Western Text of

the New Teftament (Bouffet).
D o b fc h ü t z , Studien zur Textkritik der Vulgata

(Bouffet).

5. Januar 1895.

Hennecke, Die Apologie des Ariftides [Texte
undUnterfuchungen von Gebhardt und Harnack
IV, 3] (Preufchen).

Bert hier, L'etudc de la Somme theologique
de Saint Thomas d'Aquin (Nitzfeh).

Rothe, Ueberficht der theologifchen Ethik,
hrsg. von Ahrendts (Nitzfeh).

Traub, Die fittliche Weltordnung (Härtung).

Windfchild, Gott, Erlöfung, Unfterblichkeit
vor dem Forum des Verftandes (Härtung).

20. Jahrgang.

Kinzler, Ueber Recht und Unrecht der Bibelkritik
(Lobftein).

Kruijf, Geschiedenis van het Nederlandsche
Zendelinggenootscliap en zijne Zendingsposten
(Wurm).

Teutfch, Predigten und Reden (Achelis).

Im Lichte des Herrn, Predigtjahrgänge hrsg.

von Ohly und Kolb, 2. u. 3. Bd. (Achelis).
Gras hoff, Meditationen (Häring).
Neue Chriftoterpe (Kühn).

An unsere Leser.

Das ftetige Anwachfen der wiffenfehaftlichen theologifchen Literatur hat fchon in den letzten
Jahren eine Erweiterung des urfprünglichen Umfanges unferes Blattes nothwendig gemacht. In dem
abgelaufenen Jahrgange find fechs Nummern in erweitertem Umfange gegeben worden. Trotzdem
find die Recenfionen oft monatelang liegen geblieben, ehe fie zum Abdrucke gelangen konnten.
Es wird alfo, wenn anders die Theologische Literaturzeitung auch in Zukunft ihrer Aufgabe genügen
foll, auf eine noch ftärkere Erweiterung des Umfanges Bedacht genommen werden muffen. Ande-
rerfeits find aber ohnehin durch Steigen der Setzer-Löhne und andere Umftände die Herftellungs-
koften des Blattes um ein fehr Bedeutendes geftiegen. Dies alles macht es zu unferm Bedauern
unerläfslich, den Abonnement-Preis von 16 M. auf 18 M. zu erhöhen. Die geringe Preis-Steigerung
fleht nicht im Verhältnifs zu dem Steigen der Herftellungskoften. Um fo mehr dürfen wir
hoffen, dafs unfere Lefer die Berechtigung derfelben anerkennen werden.

Wir bitten, der Theologischen Literaturzeitung das ihr bisher in fo reichem Maafse ge-
fchenkte Vertrauen und Wohlwollen auch in Zukunft erhalten zu wollen.

Kiel, Berlin und Leipzig, den 2. Januar 1895.

Prof. D. E. Schürer. Prof. D. A. Harnack.

J. C. Hinrichs'fche Buchhandlung.

Bachmann, Dr. Jobs., Alttestamentliche Untersuchungen. worden ift und wird. Was die einzelnen Emendationen
I Buch Berlin Calvary&Co., 1894. (112 u.XXVIIIS. anlangt, fo wollen wir gern einräumen, dafs fie meift
r T f ar 81 M 4 — wohl crwogene flnd. Bisweilen find die Aenderungen fehr

m. i xai. gr. o.) ■ t radical, bisweilen befriedigen fie nicht recht, bisweilen

Das vorliegende Buch enthält 5 Abhandlungen, wozu läfst uns der Verf. auf dem alten Flecke. Selten hat
noch ein Anhang von 2 Beilagen kommt. In Nr. I ,zur man die Empfindung, vor einem rechten Treffer zu flehen
Textkritik des Propheten Hofea c. I—VIT ftellt wie bei 6, 8. g. Doch wir machen dem Verf. keinen Vor-
fich der Verf. die Aufgabe, den mafforethifchen Text zu , wurf daraus; der Text ift in einer zu verzweifelten Verreinigen
mit Hülfe des gefammten textkritifchen Apparates, I faffung. Sein Herftellungsverfuch von 7,4—6 ift geift-
worunter er die fämmtlichen Verfionen, bei der Septua- reich, aber fchwerlich richtig. Das Einftellen der Heizung
ginta unter Einfchlufs der arabifchen, koptifchen und äthio- - kann doch der Bäcker nicht davon abhängig machen,
pifchen Ueberfetzung, verfteht. Schlimmften Falls fei ob er mit dem Kneten des Teiges fertig ift, fondern ob
zur Conjectur zu greifen, die immer noch beffer fei als, j der Ofen warm genug ift. — Nr. II. Was heifst Sela?
wie er fich gerade nicht fehr fein ausdrückt, die Feft- . Der Verf. erklärt nbp für einen durchgehenden Schreibhaltung
,des traditionellen Blödfinns' (S. 4) in der Er- '< fehler für nbo ,vergieb', welches eine Abkürzung der
klärung des MT. Wir billigen fein Vorhaben durchaus, Formel '0 D3*J>3 ,ihren Fehltritt vergieb' gewefen fei.
möchten nur, da die Worte des Verf.'s den Eindruck! Dem entfprechend will er auch Pf. 9, 17 nbp JV-üö (v. Wz!
hervorrufen, als würden jetzt der Welt zum erften Male ; m» irren) ,vergieb die Irrung' herftellen. Wir nalten das
derartige Vorfchläge gemacht, darauf aufmerkfam machen, ; für leere Phantafien. — Nr. III. Zur Textkritik des
dafs itTder Hauptfache in Paul Haupts und Kautzfch's Propheten Jefaia c. I—XV. Hier haben wir mehr
Bibelwerken nach diefen Grundfätzen bereits verfahren Anfprechendes gefunden. Wir machen aufmerkfam auf

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