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Ausgabe:

1885

Spalte:

521-527

Kategorie:

(ohne Kategorisierung)

Autor/Hrsg.:

Socin, Albert

Titel/Untertitel:

Arabische Grammatik. Paradigmen, Litteratur, Chrestomathie und Glossar 1885

Rezensent:

Müller, August

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Theologische Literaturzeitung.

Herausgegeben von D. Ad. Harnack und D. E. Schürer, Proff. zu Giefsen.

Erfcheint Preis
alle 14 Tage. Leipzig. J. C. Minrichs'fche Buchhandlung. jährlich 16 Mark.

22.

31. Oktober 1885.

10. Jahrgang.

Socin, Arabifche Grammatik (A. Müller).
Bradke. von, Dyäus Afura (Ilillebrandt).
Holtzmann, Lehrbuch der hiflorifch-kritifchen
Einleitung in das Neue Teftament (Schürer).

Zahn, Forfchungen zur Gefchichte des NTlichen
Kanons und der altkirchlichen Literatur (Neumann
).

Tiling, das Wort Gottes (Achelis).

Loefche, Florenzer Predigten (Baffermann).
Romundt, Grundlegung zur Reform der Philo-
fophie (Reifchle).

Socin, Prof. Dr. A., Arabische Grammatik. Paradigmen, ginnt mit einem Consonanten vielleicht den Beifatz nicht
Litteratur, Chreftomathie und Gloffar. [Porta linguarum | *«"* oder mehr; ebenfo S. 13 $ 6c auf 17 § 8 die directe
orientalium, edd. J. H. Petermann etc. Pars IV. Ed. AnSabe- dafs ein lanSer ^°ca' » gefchloffener Silbe ver-
III.] Karlsruhe, Reuther, 1885. (XVI, 105 u. 194 S. 8.) kürzt werden mufs (was auch wegen <Jö S. 41 ult. nütz-

M. 6._ lieh wäre); die Worte 17, 5 was selten ist genügen mir

' ,' , , r . , ^ j„ da nicht, um fo mehr, als langer Vocal in gefchloffener

Dafs neben den umfangreicheren Grammatiken der , SilbCj abgefehen von der Paül-alausfprache, ja nur vor
fem.tifchen Dialekte für die Zwecke des erften Unter- , Tefchdid vorkommt - S. 14, 3-6 Bisweilen .... Hilfs-
richtes kurze Abnffe welche dem Anfänger die Grund- ( vokal • würde ich ctreichen. j ware ■ auch jn diej:en
züge der Sprache in uberfichthcher Darfteilung vor Augen Fallen dgr nächstliegendc Vocal (13 4 v u) — 17 8
bringen, ein unleugbares Bedürfnis find, war eine ganz könnte man zur Sicherheit gleich fagen, dafs nur ä und
richtige Einficht des fei. Petermann gewefen. Dafs a} vor Tefchdid folche doppelt lange Silben bjld
trotzdem feine .Portae', abgefehen von der famantani- | „» ■

fchen, nicht recht durchgedrungen find, erklärt fich aus können — 19 $ 1 ia wäre neben Iii (.Ina) zu fetzen wie
Gründen, die hier nicht entwickelt werden follen; es ift

üla 21 ult.), neben mit Rückweifung auf § 6°" j? —
23 $ 13b find wohl wegen $ 102 noch die Bedeutungen
,wenn Jemand' ,wenn Etwas'erforderlich — 23513c Fem.

aber ein durchaus zeitgemäfses Unternehmen des intelligenten
Verlegers, dafs er die Sammlung in neuen Bearbeitungen
unter Leitung von H. L. Strack wieder her-

ausgiebt Wer es überhaupt feinen Studenten zumuthen ^ empfiehlt fich die Bemerkung für -welches oft das
kann, fich für das erfte Semefter ein befonderes Buch zu • r & - "Jl J

kaufen (was freilich nach meinen Erfahrungen nicht über- | Masc. eintritt — 24 $ 14 kann man die Anm. bis cjIax

ruhig ftreichen. Ich mufs geliehen, dafs mir, abgefehen
von grammatifchen Texten, diefe Formen in der Leetüre
bisher noch niemals vorgekommen find; der Anfänger
braucht fie gewifs nicht, aufserdem find es Paufalformen.
auf die mit Recht fonft (abgefehen von dem vereinzelten

Falle kj $ 41a) in dem Buche keine Rückficht genommen

ift — 26 $ 17 Anm. fcheint mir entbehrlich, weil nicht

all angeht), wird ganz befonders für's Arabifche von jetzt
ab unter allen Umftänden zum ,kleinen Socin' greifen,
da es in der That für Lehrer wie Lernende gleich ermüdend
ift, aus dem dicken Cafpari die Einzelheiten her-
auszufifchen, welche zunächft nur bewältigt werden können
. Dafs es leichter ift, ein dickes Buch zu fchreiben,
als ein dünnes, weifs Jeder, nicht minder, dafs es das
Allerfchwerfte ift, für Anfänger Dinge, welche Einem in

Fleifch und Blut übergegangen find, kurz und doch in die Grammatik, fondern (wie etwa lat interfecit er

deutlich zu formuhren; und wer felbft einmal einen der- iiefs tödten') in die Stiliftik gehörig — ?s $ 2r hätte ich

artigen Verfuch angeftellt hat, weifs um fo mehr, was gern noch den bezeichnenden Ausdruck Quafipaffiv

es damit auf fich hat. Ich kann alfo meinem Freunde ,a ^

Socin mit dem Anfpruche, dafs ich das Ding kenne, — 34 S 32 Asm. wären neben (Jouii' die im Korane fo

aufrichtig gratuliren, dafs er ein fo praktifches und brauch- t,jst,i;_-_ > 7.", ,„

bares Büchlein zu Stande gebracht hat. Vor Allem die haufi§en f*i wohl am Platfe - 53 S 491' viel-

Hauptaufgabe, die richtige Auswahl der aufzuneh- leicht noch die Deminutivform Jouuuü? — 54 *i 51 Anm b

inenden grammatifchen Thatfachen, hat er vorzüg- vermiffe ich den feiner Kürze wegen bequemen Ausdruck

lieh gelöft, was bei der unüberfehbaren Menge verzwick- nomen vicis, der mit dem aufgenommenen nomen

ter Einzelheiten, welche diefe liebenswürdige Sprache fo unitatis doch gleiches Recht hat — 55 < 51b würde

unbequem macht, befondere Anerkennung verdient. P-r _ . ,

felbft betont in der Vorrede S. V, die Auswahl der wegen ^ 55a auch die Form {Sjyat nicht überflüffig fein

Regeln müffe vielfach eine fubjective fein; ich mufs - 61 4 v. u. vgl. $90 — 72 $ 67 fehlt die Conftruction

aber fagen, dafs er mir dabei viel objectiven Tact be- von eins und zwei — 74 $ 69 ebenfo die nothwendige

wiefen zu haben fcheint. Ein paar Fälle wird ja jeder, , ($ 86b) Bemerkung, dafs alle Präpofitionen den Genitiv

der nach dem Buche unterrichtet, finden, wo es ihm regieren, welche durch die Worte Accusative im stat

lieb wäre, wenn noch dies oder jenes, was er gerade construetus zwar für den Wiffenden angedeutet aber für

felber nach feiner Unterrichtsweifc braucht, einen Platz den Anfänger nicht felbftverftändlich ift — t 2

gefunden hätte, oder wo er Anderes entbehren zu kön- ; 4 r dt

nen glaubt; ich erlaube mir, dem Verfaffer die Stellen, VSL 5 IId ~ 75 $ 7°g bej. beim Schwur vielleicht beizu-

an welchen es mir fo gegangen ift, zu eventueller Er- fu und ., d p

wagung bei Herftellung einer zweiten Auflage anzudeu- fa wurmtet ^ 77 > 73» una 79

ten. S. 8 K 3a): Die kurzen Vocale wurden ursprünglich $ 74b könnte ein Hinweis auf das Perf. hiftoricum und

gar nicht bezeichnet würde ich hinzufügen in der Regel, imperfectum des Lateinifchen nicht fchaden — 84 p

da fpater ein paar Fälle vorkommen, wo dies doch ge- j welches vgl. § 99b _ 88, 5 v. u. sogenannten status 'con-

fchieht — S. 12 $ 6a erfordert zu 16 $ 8 Jede Silbe be- stntctus fchr. status construetus ($ 56c 57; — 95 $941, würde

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